Die orthodoxe Kirche der Heiligen Mutter Gottes Maria (bis 2008: Erlöserkirche) wird von der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde von Antiochien „Heilige Mutter Gottes Maria“ genutzt. Sie gehört zur Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa, einer Erzdiözese des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats von Antiochien mit Sitz in Köln. Das Kirchengebäude befindet sich an der Lerchenstraße im Osnabrücker Stadtteil Sonnenhügel.
In der Kirche werden Gottesdienste und Sakramente nach dem byzantinischen Ritus gefeiert. Die Nutzung des zuvor evangelisch-reformierten Kirchengebäudes wurde nach dessen Entwidmung im Jahr 2008 ermöglicht; nach Umbauten wurde das Gebäude 2010 orthodox geweiht.
Geschichte Evangelisch-reformiert Am 19. Dezember 1964 legten Superintendent Hans-Gerhard Schmidt und Kirchenpräsident Wilhelm Buitkamp den Grundstein für den als Erlöserkirche errichteten Neubau.Erlöserkirche in Osnabrück. Neue Osnabrücker Zeitung am 22. März 2016: Bildserie zum Bau der Kirche. Das Richtfest der Kirche wurde am 18. Juni 1965 gefeiert. Die Einweihung feierte die Gemeinde am 27. März 1966 in Anwesenheit der Ehrengäste Landessuperintendent Gerhard Nordholt, Superintendent Hans-Gerhard Schmidt und Architekt Werner Neuland.
2007 trennte sich die Osnabrücker Kirchengemeinde wegen finanzieller Engpässe von drei ihrer fünf Kirchen im Stadtgebiet. Neben der Erlöserkirche wurden die Gnadenkirche im Schinkel und die Atterkirche in Atter geschlossen. Erhalten blieben der Gemeinde die Bergkirche und die Friedenskirche. Gemeindepfarrer Günter Baum vollzog am 27. Januar 2008 die Entwidmung und Schließung.
Rum-orthodox Über die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Osnabrück (Ackos) knüpfte die Rum-orthodoxe Gemeinde Kontakte zu der Osnabrücker evangelisch-reformierten Gemeinde, um eine Übernahme des Gebäudes zu ermöglichen.Joachim Diercks: Osnabrücker Erlöserkirche vor 50 Jahren geweiht. Neue Osnabrücker Zeitung am 6. April 2016, abgerufen am 5. Oktober 2018.
Am 9. Mai 2010 wurde die Kirche nach dem Umbau durch Metropolit Youhanna Yazigi geweiht. Die Kirche erhielt ein zweites Taufbecken, weil das Taufbecken der evangelisch-reformierten Gemeinde nicht für den Taufritus der rum-orthodoxen Kirche geeignet war.Neuer Glaube in alter Kirche. Neue Osnabrücker Zeitung vom 5. Mai 2010, abgerufen am 5. Oktober 2018.
Die Gemeinde wird als eingetragener Verein (e.V.) geführt und organisiert Gottesdienste sowie das kirchliche und gemeinschaftliche Leben für orthodoxe Christen aus der Region.
Weblinks
Internetauftritt der Kirchengemeinde Bildserie der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Bau der Kirche
Einzelnachweise
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