mini|hochkant|Augustinas Savickas, 1963 mini|hochkant|Algirdas, die Mutter Ida Trakiner-Savickienė und Augustinas, um 1927 in Helsinki mini|hochkant|Augustinas und ein älterer Bruder Algirdas Savickis, um 1930 mini|hochkant|Augustinas, sein Vater Jurgis und Algirdas Savickis, um 1935 Augustinas Savickas (* 12. Mai 1919 in Kopenhagen, Dänemark; † 24. Juni 2012 in Vilnius, Litauen), auch Augustino Savickio, war ein litauischer Maler, Kunstkritiker, Hochschullehrer und Autor.
Familie Augustinas Savickas war der jüngere von zwei Söhnen des litauischen Diplomaten Jurgis Savickis und dessen Ehefrau, der Zahnärztin Ida Trakiner-Savickienė (1894–1944).Skaityti Daugiau: Augustinas Savickas. In: daile.lt, auf: daile.ltN. Adomonytė: Augustinas Savickas In: Vilniaus Aukcionas, auf: menorinka.lt Deren wohlhabende (jüdische) Familie war in Sankt Petersburg ansässig. Ihr Vater Leon Trakiner besaß dort eine Fabrik, die sich mit der Herstellung von Glaserzeugnissen befasste. Sein älterer Bruder war der Kunstmaler Algirdas Savickis (1917–1943), der im Ghetto Kauen (Kowno/Kaunas) ermordet wurde.
Leben Durch die diplomatische Tätigkeit seines Vaters bedingt, wurde er wie sein älterer Bruder in der dänischen Hauptstadt geboren und lebte von 1923 bis 1927 in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Nach der Ehescheidung seiner Eltern kehrte er mit seiner Mutter nach Litauen zurück. Dort absolvierte er das 3. Gymnasium und besuchte die erste litauische Kunstschule Kauno meno mokyklą (KMM) in Kaunas. 1939/40 studierte er in der Schweiz an der Fakultät für Soziologie der Universität Genf. Zu dieser Zeit lebte seine Mutter in Frankreich und in Belgien. Nach der Besetzung durch die Rote Armee im Juni 1940 arbeitete er zunächst in Kaunas für die Evakuierungskommission und studierte an der Kunstakademie in Vilnius.
Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 floh er nach Sibirien, wo er bis 1944 auf einer Kolchose in der Nähe von Nowosibirsk arbeitete. 1942/43 und 1944/45 wurde er als Soldat in der 50. litauischen Division der Roten Armee eingesetzt.Dov Levin: Die Beteiligung der litauischen Juden im Zweiten Weltkrieg. In: haGalil.com, auf: hagalil.com
Nach Kriegsende studierte er bis 1949 bei Justinas Vienožinskis (1886–1960) und Vytautas Mackevičius (1911–1991) Malerei an der Vilniaus dailės akademija in Vilnius. Von 1949 bis 1951 war er Vorstandsmitglied für Kunstangelegenheiten der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik (LSSR MT). Ab 1951 war er Mitglied der Litauischen Künstlervereinigung (Lietuvos dailininkų sąjunga). Von 1951 bis 1972 arbeitete er als Dozent am staatlichen Kunstinstitut (LSSR dailės institute),Augustinas Savickas. In: MMo, auf: mmcentras.ltAugustinas Savickas. In: Nacionalinė Dailės Galerija, auf: ndg.lt machte 1963 einen Abschluss in Kunstkritik und nahm ab 1965 an diesem Institut eine außerordentliche Professur wahr. 1958 trat er in die Kommunistische Partei ein.
Im Juli 1963 sagte er zur Erschießung seiner Angehörigen in dem von der DDR angestrengten Globke-Prozess gegen den Kommentator und Mitverfasser der Nürnberger Rassegesetze, den von Konrad Adenauer als Chef des Bundeskanzleramts eingesetzten Hans Globke aus.. In: App in die Geschichte, auf: app-in-die-geschichte.de
Von 1973 bis 1979 forschte er am Litauischen Institut für Geschichte (Lietuvos istorijos institutas). Von 1985 bis 1993 lehrte er am LSSR Kunstinstitut als Professor für Malerei. Ab 1988 war er Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. 1993 wurde er mit einem Doktortitel in Kunst ausgezeichnet.
Savickas starb im Alter von 93 Jahren. Er wurde in der litauischen Hauptstadt Vilnius auf dem Friedhof Kairėnai beigesetzt.
Veröffentlichungen (Auszug) Peizažas lietuvių tapyboje. Vaga, Vilnius 1965. Augustinas Savickas. Vaga, Vilnius 1969. (litauisch, englisch, deutsch, französisch, russisch) Smotrjaščij s vysoty. Moskau 1971. Protiv vojny i fašizma. In: Iz tvorčeskogo Opyta sovetskich chudožnikov, 1972, S. 121–127. mit Jozas Gaudrimas: M. K. Čiurlionis. Vaga, Vilnius 1974. Vgljadyvajas’ v žizn’. In: Iskusstvo. 38 (1975), S. 59–67. mit D. Kyjv: Bespokojnoe putešestvie. Izd. Sov. Chudožnik, Moskau 1977 (russisch) Anatanas Šmujdzinavičjus 1899–1942. In: Iskusstvo. 4 (1977), S. 34–41. (russisch) Antanas Samuolis 1899–1942. In: Iskusstvo. 5 (1979), S. 58–64. Tapybos paroda. LTSR dailės muziejus, Vilnius 1979 (litauisch/russisch) A Book of Reproductions. Reprodukcijų albumas. Vaga, Vilnius 1987. (russisch) mit Vito Apuleo: Roma, marzo 1994. Spicchi dell'Est Galleria d'Arte, Rom 1994 (deutsch, italienisch, litauisch) Žalia tyla. Memuarai. Biografie. Tyto alba, Vilnius 2002. ISBN 978-9986-16-245-2. (litauisch)
Ehrungen 1965 – Verdienter Künstler der LiSSR 1966 – Staatspreis der LiSSR 1979 – Volkskünstler der LiSSR 1994 – Ritter des Ordens der GediminasDekretas dėl apdovanojimo didžiojo lietuvos kunigaikščio gedimino ordinu. In: Seimas, Lietuvos Respublikos, auf: lrs.lt 1999 – Nationaler Kultur- und Kunstpreis LitauensPro Memoria Augustinas Savickas: „Noriu įtikti savo širdžiai“. In: bernardinai.lt, auf: bernardinai.lt 2003 – Preis in Gold der Litauischen Künstlerunion 2003 – Kreuz des Kommandanten von Vytautas, Großer Orden
Video TV-Doku Augustinas Savickas aus dem Jahr 1994 (29:17 Min.), YouTube, in litauischer Sprache TV-Doku Kurybos metas. Dailininkas Augustinas Savickas aus dem Jahr 1999 (29:40 Min.), LRT.lt, in litauischer Sprache Augustinas Savickas aus dem Jahr 2009 (10:02 Min.), YouTube, in litauischer Sprache
Ausstellung Aus Anlass des 100. Geburtstages von Algirdas Savickis fand in der litauischen Hauptstadt Vilnius im Vilna Gaon State Jewish Museum vom 13. Februar bis 21. Mai 2017 eine Gemäldeausstellung statt.Kartos ir Likimai, auf: savickogalerija.lt In deren Verlauf wurden Werke von Jurgis Savickis, seiner Söhne Algirdas und Augustinas sowie seines Enkels Raimondas Savickas und seiner Urenkelin Ramunė Savikaitė-Meškėlienė gezeigt.Generations and Destinies. In: Lietuvos žydų (Litvaku) bendruomenė, auf: lzb.ltMonika Petrulienė: Vienoje parodoje – keturių šeimos kartų kūryba. In: LRT TV naujienų tarnyba, 14. Februar 2017, auf: lrt.lt
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Einzelnachweise
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