mini|Historische Ansicht der Neckarhalde, 1894 Die Neckarhalde ist eine 841 möstlicher Arm der Neckarhalde in OpenStreetMapwestlicher Arm der Neckarhalde in OpenStreetMap. lange Straße am Südhang unter dem Schloss Hohentübingen in Tübingen.

Lage mini|hochkant|Das „Faule Eck“ um 1920 Die Neckarhalde ist eine ost-westlich-verlaufende Straße parallel des Neckars sowie entlang der Stadtmauer und beginnt in der Tübinger Altstadt. Sie ist über das Wienergässle zum Marktplatz, an dem sich auch das Rathaus der Stadt befindet, angeschlossen und beginnt am sogenannten „Faulen Eck“ über dem Klosterberg, dem Evangelischen Stift Tübingen, von dem aus sie sich in den Westen stadtauswärts hinunter zum Neckar zieht und an der Gabelung Biesinger- und Hirschauer Straße endet. Sie ist – neben der weit entfernten Mühlstraße – die einzige Möglichkeit, die Altstadt in Richtung Süden zu verlassen. Auf etwa halber Strecke führt sie zum Fußgänger- und Fahrradtunnel, der der Alleenbrücke gegenüber liegt.

Geschichte In der Neckarhalde gab es lange keine Kanalisation, und das Gebäude in der Neckarhalde 7 wurde durch die nur schwer zu leerende Abortgrube bekannt. Wie in der RaupenhymneDie Raupen-Hymne beschrieben, war es erforderlich, dass die Tübinger Weinbauern mit Bütten die stinkenden Feststoffe den Berg hoch trugen, die dann als Dünger auf ihre in den Weinbergen angepflanzten Erdbeeren verbracht wurden.Neckarhalde auf TÜpedia. Als Raupen werden umgangssprachlich alle Tübinger Weingärtner bezeichnet, auch wenn diese nicht in der Tübinger Unterstadt wohnen, während der Ausdruck Gôgen in der Regel untrennbar mit den Bewohnern der Unterstadt verbunden ist.Raupen auf TÜpedia.

Nennenswerte Gebäude mini|hochkant|Ehemalige Münzevor der Zeit würtembergischer Herrschaft. In: Max Eifert: Geschichte und Beschreibung der Stadt Tübingen. Fues, 1849, S. 47. (), die den Tübinger Pfennig prägte, und von der Münzgasse 6 hierher verlegt wurde.Station 8: Geldprägung / Münzgasse (Haus Nr. 6). In: Stadtführung Tübingen – Schüler führen Schüler durch das mittelalterliche Tübingen. Arbeitskreis für Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen. mini|hochkant|Neckarhalde 2 mini|hochkant|Neckarhalde 12 mini|hochkant|Neckarhalde 47 (2012) Hausnummer 1 Ehemalige Pfisterei des früheren Augustinerklosters, heute Neues Ephorat des Evangelischen Stifts, denkmalgeschützter zweieinhalb- bis dreigeschossiger Massivbau in Hanglage mit Mansarddach, der 1779/80 umgebaut wurde.Evangelisches Stift (Klosterberg 2, 4, Neckarhalde 1, 1/1, Tübingen). Hausnummer 2 Das Hotel Hospiz wurde aus brandschutztechnischen Gründen am 17. Dezember 2017 geschlossen.Hotel Hospiz Tübingen. Abgerufen am 7. Oktober 2018.Ulla Steuernagel: Die letzten Wochen des Hospiz. Hotel in der Neckarhalde muss schließen. Tübinger Tagblatt. 28. September 2017. Die Ev. Kirche verkaufte das Haus an einen Investor, der es seit 2020 renoviert und in Wohnungen umbaut. Das traditionsreiche Hotel wurde zuvor rund siebzig Jahre von der der Familie Veihelmann geführt. Das Gebäude war im 17. Jahrhundert Sitz der Kanzlei und Versammlungsort der Reichsritterschaft des Kantons Neckar/Schwarzwald.Denkmalpflegerischer Werteplan für die Tübinger Innenstadt: Neckarhalde 2 Hausnummer 6 Vis-à-vis vom Evangelischen Stift lag früher die Gaststätte Seif. Der Betreiber der Wirtschaft, Ferdinand Forstbauer, war ein gelernter Seifensieder. In dem Lokal gab es später die Gaststätte Hecht, die zum „Animierlokal der übelsten Art“ verkam und deshalb 1934 geschlossen wurde.„Gruss aus der ›Seif‹“, gezeichnete Postkarte Nr. 12444 der Gebrüder Metz. Hausnummer 8 Hier hatte Rudolf Bultmann seine Studentenunterkunft.Studium der Theologie in Tübingen, Berlin und Marburg. In: Konrad Hammann: Rudolf Bultmann. Eine Biographie. Mohr Siebeck, 2012, S. 17. () Hausnummer 10 Früher Literarische Buchhandlung Quichotte (heute Bei der Fruchtschranne 10).Quichotte Hausnummer 11 Hier wohnte Cäsar Hirsch als Student.Susanne Ruess: Stuttgarter jüdische Ärzte während des Nationalsozialismus. Königshausen & Neumann, 2009, S. 134. () Hausnummer 12 Geburtshaus von Albert Knapp Hausnummer 14 Griechisches Restaurant & Pension Traube.Restaurant Traube Hausnummer 19 Der Astronom Wilhelm Schickard arbeitete hier vor den Kriegsereignissen von 1634/35, durch die oder möglicherweise durch die Pest seine Frau und ein Teil seiner Kinder starben. Nachdem er vor der Pest geflohen war, kehrte er aus Angst vor Plünderungen nach Tübingen zurück, wo er an den Folgen der Pest starb.Kennen Sie Tübingen? 400 Jahre 30 jähriger Krieg - Neckarhalde 19. Hausnummer 24 Geburtshaus von Ludwig Uhland. Das 1830 abgerissene Hirschauer Tor stand oberhalb des Neckars und unterhalb des Schlosses Hohentübingen zwischen Hausnummer 24 und 27 Es war eines der fünf Stadttore in der alten Stadtmauer Tübingens und öffnete den Weg in Richtung Hirschau und Rottenburg. Vom Tor blieben die eingeschossigen Reste des Rundturmes, genannt Diebsturm.Wilfried Setzler: Tübingen - Ein Stadtführer: Auf alten Wegen Neues entdecken, Verlag Schwäbisches Tagblatt, Tübingen 2003, 3. Auflage, S. 54, ISBN 978-3-928011-27-3 Hausnummer 26a Altstadtambulanz der Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie gGmbH (TAVT), in der bei gesetzlichen Krankenkassen abrechenbare, psychotherapeutische Behandlungen durchgeführt werden.TAVT – Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie gGmbH. Hausnummer 27 Stiftskirchengemeinde, gemeinsames Pfarrbüro Ost/Mitte/West. Hier wohnte am Hirschauer Tor der jüdische Professor Leopold Pfeiffer (geboren 25. Oktober 1821 in Weikersheim, gestorben 4. November 1881 in Tübingen). Er hatte sich auf Zivilprozesse und Strafprozesse in Verbindung mit Strafrecht spezialisiert und war 1851–1881 außerordentlicher Professor (Rechtslehrer) an der Universität Tübingen. Er wurde nach seinem Tod im israelitischen Sektor des Pragfriedhofes in Stuttgart beerdigt.Alexander Elsässer (Jebenhausen) weist auf Besprechungen einer Schrift von Professor Dr. Leopold Pfeiffer hin (1859) Lehrer Alexander Elsässer (Jebenhausen) weist auf Besprechungen einer Schrift von Professor Dr. Leopold Pfeiffer hin (1859). In: Tübingen (Universitäts- und Kreisstadt, Baden-Württemberg), Texte zur jüdischen Geschichte der Stadt. Abgerufen am 7. Oktober 2018. Hausnummer 30b mini|hochkant|Ehemaliges Tübinger Oberamtsgericht in der Neckarhalde 30 b beim Hirschauer Tor Ehemaliges Tübinger Oberamtsgericht.Tübinger Oberamtsgericht (Staatsarchiv Sigmaringen Wü 128-7T4 Nr. 5). Hausnummer 31 Theodor-Haering-Haus, Museumsvilla und Städtische Sammlungen; am 24. Januar 1989 brach in dem Haus ein Brand aus und die Sammlung wurde ins ehemalige Kornhaus in der Kornhausstraße 10 verlagert.Tübinger Stadtchronik von 1989 Das Theodor-Haering-Haus wird vom Museum weiterhin als Depot benutzt. Im Haus lebte Peter Weiss als Kind.Kurt Oesterle: Tübingen, Paris, Plötzensee …; in: Rainer Koch, Martin Rector, Rainer Rother, Jochen Vogt: Peter Weiss Jahrbuch. Band 2. Springer-Verlag, 2013, S. 21ff. () Museumsgarten.Museumsgarten. Hausnummer 32 Früher waren der Tübinger Arbeitslosentreff, das Asylzentrum Tübingen und der Schülertreff Schüli in einem der drei Häuser der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Tübingen in der Neckarhalde untergebracht. Das Haus wurde wie 2013 von der Gesamtkirchengemeinde beschlossen, Mitte 2016 für 1,2 Millionen Euro öffentlich angeboten. Eine Bauherrengemeinschaft erwarb das 1832 erbaute, denkmalgeschützte Gebäude, um es zu sanieren und dann als Wohnraum zu vermieten.Evangelische Kirche verkauft Gebäude. Heute ist hier der gemeinnützige Tübinger Verein Fluchtpunkte e. V. untergebracht, der Flüchtlinge bei ihren Bemühungen um ein Bleiberecht in Deutschland unterstützt.Fluchtpunkte e. V., gemeinnütziger Verein. Hausnummer 36 Katholisches Kinderhaus Sankt Johannes. Hausnummer 37 Haus „Neckarblick“, denkmalgeschütztes Wohngebäude das 1892 von dem Tübinger Architekten Franz Bärtle erbaut wurde.Tübingen - Außerhalb der Altstadt (Galerie) Hausnummer 38 Hier wohnte Julie Bonhoeffer, Mutter von Karl Bonhoeffer und Großmutter von Dietrich Bonhoeffer.Neckarhalde 38. In: Katharina Sommer: 111 Orte in Tübingen, die man gesehen haben muss. Reiseführer, Emons Verlag, 2016, Kap. 68. () mini|hochkant|Neckarhalde 43 Hausnummer 40 „Pfälzerhaus“, ehem. Gaststätte Zur Pfalz, Gründungsort der Verbindung Palatia, das Asylzentrum Tübingen e. V., der Tübinger Arbeitslosen-Treff e. V. (TAT) und der Ökumenische Schülertreff Schüli.Schüli - der ökumenische Schülertreff. Hausnummer 41 Verglastes Appartementhaus,Anna Treutler: Architekt Heinrich Johann Niemeyer (1936-2010) Dissertation, Universität Stuttgart, 2017, . gebaut 1968, in dem der Literaturwissenschaftler Hans Mayer wohnteUlrike Pfeil: Architekturführer Tübingen. Neue Architektur im Landkreis Tübingen 1901-2001. Architektenkammer Baden-Württemberg, Tübingen 2002, S. 15., Architekt Heinrich Johann Niemeyer Hausnummer 43 Haus Herb, gebaut 1959 in naturnaher Architektur von Heinrich Johann Niemeyer. Hausnummer 46 1867 von Karl Haug erbautes Wohngebäude, das 1873 nach Plänen von Konradin Walther (1846–1910) aus Nürnberg umgebaut wurde. Hausnummer 47 1904 als Villa des Professors Hermann Vierordt gebaut, 1952 von der Alten Straßburger Burschenschaft Germania erworben. mini|hochkant|Neckarhalde 52 (2011) Hausnummer 50 Im Jahr 1866 von Karl Haug erbaut, später umgebaut. Hausnummer 52 Mathilde-Weber-Haus (erbaut 1870). Hausnummer 55 Hier befand sich bis in die 2010er Jahre der Sitz der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie.Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) In: W. Doyle Gentry: Glück für Dummies. John Wiley & Sons, 2012. () Hausnummer 56 Villa Lust von Landgerichtsrat Ludwig Lust; er ließ 1888 die brachgefallenen Weinberge hinter der Villa in einen kleinen, Ludwigslust genannten Park verwandeln, „ausgestattet mit Grotte, Brunnenbecken und einem luxuriösen gusseisernen Wintergarten, den er eigens von einer alten Stuttgarter Villa erstanden hatte“Arndt Spieth: Wandern in Tübingen: Über den Schlossberg zur Tübinger Riviera und die Neckarinsel. In: Wanderwerkstatt. 10. Januar 2018. (online verfügbar) Ludwigslust und andere Denkmäler.; hier wohnte Konrad Knopp.Sonderabdruck aus Band 37. Heft 1 (1933), der Mathematischen Zeitschrift, Justus Springer, Berlin. In: Ludwig Berwald: Über einige mit dem Satz von Kakeya verwandte Sätze. Salzwasser-Verlag, Paderborn 2013, S. 60ff. () Hausnummer 64 Edith-Stein-Karmel;Edith-Stein-Karmel in Tübingen: Teresianische Karmelitinnen 1899 erbautes fünfstöckiges „Berghaus“ im Fachwerkbau mit prachtvollem Erker im Stil der Neorenaissance, bewohnt von einem Freiherrn von Hügel mit seiner Gattin, einer geborenen von Soden; Eugen Nägele begeisterte sich in seinen Tübinger Blättern über „den unverkennbaren rein altdeutschen Stil“ der Villa im Gegensatz zum sonstigen Stilmischmasch im „Tübinger Nizza“; Planung: Conradin Walther; die „Hügelei“ wurde 1978 zum Karmeliterkloster für Kölner Nonnen und durch die Ordensschwester Waltraud Herbstrith überregional bekannt. Hausnummer 70 Quartierskaffee KaffeeKränzle.Homepage des KaffeKränzle

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