Jack Hughes (* 14. Mai 2001 in Orlando, Florida) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2019 bei den New Jersey Devils in der National Hockey League unter Vertrag steht. Der Center wurde im NHL Entry Draft 2019 an erster Position von den Devils ausgewählt. Mit der Nationalmannschaft der USA gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026.

Karriere Hughes kam in Orlando im Bundesstaat Florida zur Welt, wo sein Vater Jim zu dieser Zeit als Assistenztrainer bei den Orlando Solar Bears in der International Hockey League tätig war. Durch die Berufswechsel seines Vaters verbrachte er Teile seiner Kindheit in Boston und Manchester (New Hampshire). Seine Jugend verlebte Hughes jedoch in der kanadischen Metropole Toronto. Dort spielte er für mehrere Juniorenteams, darunter – mit Beginn der Saison 2014/15 – die Toronto Marlboros in den verschiedenen Klassen Greater Toronto Hockey League. Es folgte ein Jahr bei den Mississauga Rebels, ehe er wieder zu den Marlboros zurückkehrte. Für die Playoffs des Jahres 2017 zog es den Stürmer zu den Georgetown Raiders in die Ontario Junior Hockey League, mit denen er den Ligatitel errang. Hughes selbst steuerte dazu drei Scorerpunkte in neun Einsätzen bei. Des Weiteren erreichte er mit der Mannschaft das Finale um den Dudley Hewitt Cup.

Zur Saison 2017/18 zog es den US-Amerikaner wieder in seine Heimat, wo er sich dem National Team Development Program des US-amerikanischen Eishockeyverbandes USA Hockey anschloss. Er verbrachte den Großteil der Spielzeit mit der Mannschaft in der United States Hockey League. Dort erreichte er in 27 Einsätzen 54 Scorerpunkte. In allen Einsätzen für die U17- und U18-Team des US-Verbands kam er auf 87 Partien und 170 Punkte.

Im Vorfeld des NHL Entry Draft 2019 wurde Hughes nahezu einhellig als voraussichtlicher First Overall Draft Pick gehandelt und in der Folge auch an erster Position von den New Jersey Devils berücksichtigt. Diese statteten ihn im Juli gleichen Jahres mit einem Einstiegsvertrag aus, ehe er sich im Rahmen der Saisonvorbereitung einen Platz im Kader erspielte und somit im Oktober 2019 in der National Hockey League (NHL) debütierte. Seine erste Profisaison beendete er mit 21 Punkten aus 61 Partien, der er im Folgejahr 31 Scorerpunkte in 56 Spielen folgen ließ. Anschließend unterzeichnete er im November 2021 einen neuen Achtjahresvertrag in New Jersey, der ihm mit Beginn der Saison 2022/23 ein durchschnittliches Jahresgehalt von acht Millionen US-Dollar einbringen soll. Anschließend steigerte er seine persönliche Statistik deutlich auf 99 Punkte aus 78 Partien, was einen neuen Franchise-Rekord bei den Devils bedeutete, den zuvor Patrik Eliáš (96 Punkte; 2000/01) innehatte.

International Auf internationaler Ebene nahm Hughes im Juniorenbereich mit der World U-17 Hockey Challenge 2017 im November 2017 erstmals an einem Turnier teil. Der Mittelstürmer führte das Team dabei als Mannschaftskapitän zum Gewinn der Goldmedaille. Er sammelte insgesamt 15 Scorerpunkte in sechs Turniereinsätzen, darunter fünf Tore. Alleine vier Punkte steuerte er im Finalspiel bei. Zusätzlich zum Gewinn der Goldmedaille war Hughes Topscorer und bester Vorlagengeber des Wettbewerbs. Wenige Monate später nahm Hughes auch an der U18-Weltmeisterschaft 2018 in Russland teil. Wieder war Hughes der herausragende Spieler des Teams, das die Silbermedaille gewann. Darüber hinaus wurde er nach Turnierschluss zum wertvollsten Spieler ernannt, zusätzlich wurde er ins All-Star-Team und zum besten Stürmer des Turniers gewählt. Ebenso führte er die Punktewertung an und teilte sich die des besten Vorbereiters mit dem Slowaken Maxim Čajkovič.

Bei der U20-Weltmeisterschaft 2019 debütierte Hughes für die U20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes und gewann dort mit dem Team ebenfalls die Silbermedaille. Im weiteren Verlauf des Jahres nahm er ebenso an der U18-Weltmeisterschaft 2019 teil, bei der er mit den US-Boys eine Bronzemedaille gelang. Hughes wurde Topscorer des Turniers und brach dabei den vom Russen Alexander Owetschkin aufgestellten Punkterekord. Zudem stand Hughes abermals im All-Star-Team. Wenige Tage später debütierte er schließlich in der Vorbereitung auf die Herren-Weltmeisterschaft 2019, für die er als jüngster Spieler der USA nominiert wurde, in der A-Nationalmannschaft. Das Turnier beendete man auf dem siebten Rang.

Im weiteren Verlauf gehörte Hughes zum US-amerikanischen Aufgebot beim 4 Nations Face-Off 2025, wo man im Finale an der kanadischen Auswahl scheiterte. Sein Heimatland vertrat er ebenfalls bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand, wo das Team die dritte Goldmedaille nach 1960 und 1980 gewann. Im Finale setzte man sich nun 2:1 gegen Kanada durch, wobei ihm das entscheidende Tor in der Overtime gelang.

Erfolge und Auszeichnungen

International

Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2024/25 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2017/18 USA Hockey NTDP USHL 27 21 33 54 10 – – – – – 2018/19 USA Hockey NTDP USHL 24 12 36 48 4 – – – – – 2019/20 New Jersey Devils NHL 61 7 14 21 10 – – – – – 2020/21 New Jersey Devils NHL 56 11 20 31 16 – – – – – 2021/22 New Jersey Devils NHL 49 26 30 56 0 – – – – – 2022/23 New Jersey Devils NHL 78 43 56 99 6 12 6 5 11 2 2023/24 New Jersey Devils NHL 62 27 47 74 12 – – – – – 2024/25 New Jersey Devils NHL 62 27 43 70 18 – – – – – USHL gesamt 51 33 69 102 14 – – – – – NHL gesamt 368 141 210 351 62 12 6 5 11 2

International Vertrat die USA bei: World U-17 Hockey Challenge 2017 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2018 U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2019 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2019 Weltmeisterschaft 2019 4 Nations Face-Off 2025 Olympischen Winterspielen 2026

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM 2017 USA U17-WHC 15px|1. Platz, Gold 6 5 10 15 2 2018 USA U18-WM 15px|2. Platz, Silber 7 5 7 12 2 2019 USA U20-WM 15px|2. Platz, Silber 4 0 4 4 0 2019 USA U18-WM 15px|3. Platz, Bronze 7 9 11 20 8 2019 USA WM 7. Platz 7 0 3 3 0 2025 USA 4 Nations 2. Platz 4 0 1 1 0 2026 USA Olympia 15px|Goldmedaille 6 4 3 7 2 Junioren gesamt 24 19 32 51 12 Herren gesamt 17 4 7 11 2

Familie Hughes entstammt einer Familie von Eishockeyspielern. Sein Vater Jim Hughes war Mannschaftskapitän für das Eishockeyteam des Providence College. Er war auch Assistenztrainer bei den Boston Bruins in der NHL. Seine Mutter Ellen Weinberg spielte für die University of New Hampshire und die Frauen-Eishockeynationalmannschaft der Vereinigten Staaten, mit der sie die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1992 gewann. Sein älterer Bruder Quinn ist bei den Minnesota Wild aktiv, während sein jüngerer Bruder Luke ebenfalls bei den New Jersey Devils spielt.

Weblinks

Einzelnachweise

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