Mut (Eigenschreibweise: mut) war eine deutsche Kleinstpartei, die im Juni 2017 unter anderem von Claudia Stamm und Stephan Lessenich mitgegründet wurde und Anfang 2026 ihre Auflösung ankündigte.

Geschichte Claudia Stamm, seit 2009 für Bündnis 90/Die Grünen Bayern im bayerischen Landtag, trat im März 2017 aus der Partei aus und gründete am 1. Juni 2017 mit Stephan Lessenich und anderen die Partei Mut. in Münchner Merkur, 22. März 2017, abgerufen am 29. September 2018.Stamms neue Partei heißt „mut“ in Süddeutsche Zeitung, 2. Juni 2017, abgerufen am 29. September 2018. Sie blieb bis zum Ende der Wahlperiode im November 2018 Abgeordnete im Landtag.

Mut setzte sich nach eigenen Angaben für „soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Vielfalt, eine menschenwürdige Asylpolitik, Friedenspolitik und ökologische Nachhaltigkeit“ ein. Die Bundeszentrale für politische Bildung schrieb, die aktuell auf Bayern beschränkte Partei ziele „auf eine ökologisch orientierte, linksliberale Wählerschaft“.

Die Partei war als Bundespartei organisiert, hatte aber nur einen Landesverband in Bayern. Sitz sowohl des Bundesverbandes als auch des Landesverbandes war München. Der Gründungs-Vorstand von Mut bestand aus den beiden Vorsitzenden Claudia Stamm und Stephan Lessenich, dem zusätzlichen Mitglied Nicole Britz (ehemalige Vorsitzende der Piratenpartei Bayern) sowie dem Schatzmeister Axel Schweiger.

Die Partei trat zur Landtagswahl in Bayern 2018 erstmals zu einer Wahl an. Sie war in allen Wahlkreisen mit Listen sowie in 44 der 91 Stimmkreise mit Direktkandidaten vertreten. auf mut-bayern.de, abgerufen am 29. September 2018. Die Partei erhielt 45.243 Stimmen, was einem Anteil von 0,3 % entsprach. Bei der Stadtratswahl in München 2020 erreichte Mut 0,6 % der Stimmen und verfehlte damit knapp ein Mandat.

Bei der Europawahl 2019 trat Mut nicht an und erklärte eine Kooperation mit Democracy in Europe Movement 2025.mut zur Europa Wahl

In Landshut wurde Falk Bräcklein 2020 über die Wählerliste „Linke/mut“ in den Stadtrat gewählt.

Zur Landtagswahl in Bayern 2023 kooperierte Mut mit Die Urbane und mit der Linkspartei und stellte Kandidaten auf deren Liste.

Im Januar 2026 gab die Partei auf ihrer Website bekannt, sie werde sich entsprechend dem Beschluss eines Sonderparteitags vom August 2025 und dem Ergebnis einer nachfolgenden Urabstimmung auflösen.Ohne Autor: Die Partei mut verabschiedet sich, Website www.partei-mut.de am 25. Januar 2026 Bundesvorstandsvorsitzende waren zu diesem Zeitpunkt Christine Schoerner und Jörg Linke.Ohne Autor: Der Vorstand von mut, Website www.partei-mut.de am 25. Januar 2026

Mitglieder Renate Ackermann, ehemalige Grünen-Landtagsabgeordnete Matthias Matuschik, Kabarettist und Hörfunkmoderator

Einzelnachweise

Kategorie:Partei (Bayern) Kategorie:Grüne Partei Kategorie:Parteigründung 2017