Szelągówka () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zu Surmówka () innerhalb der Gmina Sorkwity (Landgemeinde Sorquitten) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).
Geographische Lage Szelągówka liegt wenige hundert Meter westlich des Jezioro Gielądzkie () inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Mrągowo ().
Geschichte SchellongowkenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schillingshofen wurde 1373 gegründet, als Warpune, ein Sohn des Prußen Sangloben, hier 20 Hufen vermachteKirchspiel Warpuhnen bei der Kreisgemeinschaft Sensburg. 1785 wurde der Ort als ein „adlig Gut mit 1 Feuerstelle“ erwähntSchellongowken bei GenWiki. 1874 kam er in den neu errichteten Amtsbezirk WarpuhnenRolf Jehke, Amtsbezirk Warpuhnen, der zum Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905 bis 1945: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.
Am 17. Februar 1920 wurde Schellongowken in die Landgemeinde Surmowen (1938 bis 1945 Surmau, ) und damit in den Amtsbezirk Burschewen (1938 bis 1945 „Amtsbezirk Prußhöfen“) umgegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Burschwen/Prußhöfen, und in Abwehr fremdländisch klingender Ortsnamen aus politisch-ideologischen Gründen am 3. Juni (amtlich bestätigt am 16. Juli) 1938 in „Schillingshöfen“ umbenannt.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Schellongowken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Schellongowken stimmten 20 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 115
In Kriegsfolge kam 1945 das südliche Ostpreußen zu Polen. Schillingshöfen erhielt die polnische Namensform „Szelągówka“ und ist heute nach Surmówka einbezogen, zu dessen Schulzenamt () es auch gehört. Beide Orte sind Ortschaften im Verbund der Landgemeinde Sorkwity (Sorquitten) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Schellongowken resp. Schillingshöfen in die evangelische Kirche WarpuhnenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 502 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Warpuhnen im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Der kirchliche Bezug nach Warpuny besteht auch für Szelągówka weiter: zur evangelischen Kirche, die heute von Sorkwity aus betreut wird und zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehört, sowie zur katholischen Pfarrgemeinde im jetzigen Erzbistum Ermland.
Verkehr Szelągówka ist über zwei Landwege zu erreichen, die von Surmówka (Surmowen, 1938 bis 1945 Surmau) bzw. Zyndaki (Sonntag) direkt in den Ort führen. Eine Anbindung an den Bahnverkehr gibt es nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1373 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Sorkwity