Johanna Bucher (* 2. August 1921Paul S. Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik/Biographical Index for Theatre, Dance and Music. Berlin Verlag. Arno Spitz GmbH. 1997. Seite 258. ISBN 978-3-87061-479-9 in Breslau-Klein Heidau; † 27. März 1996 in Heidelberg) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Nach dem Abitur nahm Johanna Bucher privaten Schauspielunterricht bei Herma Clement. 1948 wurde sie an das „Märchentheater Fritz Genschow“ engagiert. In der Spielzeit 1948/49 war sie bei der „Gastspiel-Direktion Grosch“ in Berlin unter Vertrag.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1949. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 57. Jg., Berlin 1949, S. 498 (Register). Weitere Engagements führten sie an das Theater am Schiffbauerdamm, an die „Neue Bühne Berlin“ und an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. In der Spielzeit 1949/50 spielte sie im Theater am Schiffbauerdamm in der deutschsprachigen Erstaufführung des Theaterstücks Nächte des Zorns von Armand Salacrou.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 275. In der Spielzeit 1950/51 trat sie im Theater am Schiffbauerdamm an der Seite von Susanne Wisten, Anny Schlemm, Franz Kutschera und Claus Holm in der Volksbühnen-Produktion Der Bauer als Millionär von Ferdinand Raimund auf.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 205. Im Mai 1951 trat sie an der „Neuen Bühne Berlin“ in der Premiere des Theaterstücks Holunderhain von Alexander Kornejtschuk auf.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 240. In der Spielzeit 1953/54 wirkte sie an der Volksbühne in der Uraufführung des Theaterstücks Der Teufelskreis von Hedda Zinner mit.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 207. Im April 1954 spielte sie an der Volksbühne bei der Wiedereröffnung des Hauses am Luxemburg-Platz die Armgard in Wilhelm Tell und im Januar 1955 die Isabell in der Neuinszenierung des Calderon-Klassikers Der Richter von Zalamea.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 210 und Seite 211.
Zur Spielzeit 1956/57 ging sie von Berlin nach Hamburg, wo sie am Harburger Theater und am Altonaer Theater auftrat.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1957. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 65. Jg., Hamburg 1957, S. 232 und S. 442 (Register).Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1958. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 66. Jg., Hamburg 1958, S. 237 und S. 451 (Register).Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 258 und S. 483 (Register). Für die Spielzeit 1959/60 ging sie ein Engagement am Stadttheater Hildesheim ein.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1960. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 68. Jg., Hamburg 1960, S. 266 und S. 478 (Register).
Mitte der 60er Jahre trat sie in West-Berlin an den „Berliner Kammerspielen“ und bei der Vagantenbühne auf.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 180 und S. 543 (Register).Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 200 und S. 569 (Register). Bei der Vagantenbühne gastierte sie ab März 1965 als Frau des Grenzwächters in dem Drei-Personen-Stück Der Flüchtling von Fritz Hochwälder.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 337. In der Spielzeit 1965/66 gastierte sie am Landestheater Detmold.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 233 und S. 569 (Register). In der Spielzeit 1966/67 war sie am Saarländischen Landestheater Saarbrücken unter Vertrag.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1967. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 75. Jg., Hamburg 1967, S. 413 und S. 572 (Register). Ab der Spielzeit 1968/69 war sie für zwei Spielzeiten am Pfalztheater Kaiserslautern verpflichtet.Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1969. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 77. Jg., Hamburg 1969, S. 354 und S. 629 (Register).Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 356 und S. 631 (Register).
Ab der Spielzeit 1970/71 gehörte sie bis zu ihrer Pensionierung zum Ende der Spielzeit 1980/81 zum festen Schauspielensemble am Theater der Stadt Heidelberg,Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1971. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 79. Jg., Hamburg 1971, S. 338 und S. 646 (Register).Johanna Bucher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1981. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 89. Jg., Hamburg 1981, S. 225 und S. 873 (Register). wo sie u. a. die Winnie in Samuel Becketts Glückliche Tage spielte. 1980 gastierte sie mit dem Ensemble beim Berliner Theatertreffen; sie verkörperte die Rollen „Frau Rastakowskaja/Sofia, Zuschneiderin/Wassilissa, arme Frau“ in Der Revisor.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 10 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1970–1980. Spitzing Verlag, Berlin, 1980. Seite 514.Der Revisor. Archiv Berliner Festspiele. Abgerufen am 2. Oktober 2018. Weitere Aufgaben übernahm sie beim Film und beim Rundfunk.
Filmografie 1953: Jacke wie Hose 1953: Das kleine und das große Glück 1954: Die Entscheidung des Tilman Riemenschneider 1955: Einmal ist keinmal
Theater 1949: Armand Salacrou: Nächte des Zorns – Regie: Heinrich Goertz (Theater am Schiffbauerdamm Berlin) 1949: Augustino Moreto: Donna Diana (Fenisa) – Regie: Fritz Wisten (Theater am Schiffbauerdamm Berlin) 1950: Ferdinand Raimund: Der Bauer als Millionär (Lottchen) – Regie: Ernst Legal (Theater am Schiffbauerdamm Berlin) 1951: Oleksandr Kornijtschuk: Das Holunderwäldchen (Wassilissa) – Regie: Bodo Schweykowski (Haus der Kultur der Sowjetunion – Neue Bühne Berlin) 1951: A.J. Urban: Zehn zu Null (Verlobte) – Regie: Bodo Schweykowski (Haus der Kultur der Sowjetunion – Neue Bühne Berlin) 1952: Anatolii Surow: Morgendämmerung über Moskau – Regie: Robert Trösch (Haus der Kultur der Sowjetunion – Neue Bühne Berlin) 1954: Wassili Schkwarkin: Ein fremdes Kind (Raja) – Regie: Robert Trösch (Volksbühne Berlin)
Hörspiele 1951: Sergei Michalkow: Ilja Golowin und seine Wandlung (Pionierleiterin) – Regie: Franz Kutschera (Hörspiel – MIRAG) 1972: Frederic Brown: Beispiel (Schwester) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel/Kurzhörspiel – SDR) 1974: Hans Kasper: Schrei – Regie: Werner Klein (Science-Fiction-Hörspiel – HR/WDR) 1976: Jörg Tröger: Ein Vorfahr auf Bestellung (Frau Walter) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel – SDR) 1976: Eva Maria Mudrich: Das Haus am Meer – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel – SDR) 1977: Henry Slesar: Schwester Pamela (Wirtin) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Kriminalhörspiel – SDR) 1977: Richard Matheson: Die Prüfung (Toms Frau) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel – SDR) 1979: Hermann Ebeling: Das Leben ein Test – Der Test ein Leben (Mutter) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel – SDR) 1984: Ekkes Frank: Ad-Am Zwo entzieht sich (Bankkundin) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Science-Fiction-Hörspiel – SDR)
Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, .
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Frau