Gertrude Clorius Schwebell, auch: Gertrude C. Schwebell (* 22. Juni 1901 in Diller, Jefferson County, Nebraska als Gertrud Ida Albertine Hedwig Clorius; † 30. Oktober 1979)Das Sterbedatum folgt der GND. Nur unscharf in: Summary Bibliography: Gertrude C. Schwebell, online unter isfdb.org war eine deutsch-amerikanische Übersetzerin und Herausgeberin.
Leben und Wirken Gertrude Clorius Schwebell, eigentlich Gertrud Clorius, wurde als ältere Tochter des evangelischen Theologen und Pastors Otto Clorius und dessen ebenfalls aus Mecklenburg stammender Frau Margarethe, geb. Schumacher (* 1873 in Parchim) in Nebraska geboren. Die Familie war jedoch bald nach ihrer Geburt nach Mecklenburg zurückgekehrt und so verlebte Gertrud ihre Kinder und Jugendjahre an Dienstorten des Vaters in Mecklenburg: ab 1904 in Kotelow und ab 1908 in Neubrandenburg.Zu Gertrude Clorius Schwebell geben andere Quellen, wie Deutsche Nationalbibliothek und Kalliope-Verbund (Schwebell, Gertrude Clorius (1910-) , online unter kalliope-verbund.info) kein Todesdatum und als Geburtsjahr 1910 an, das jedoch angesichts ihres Geburtsortes und der bekannten Biografien ihres Vaters, dem evangelisch-lutherischen Pastor und Autor Otto Clorius, sowie ihres Bruders, dem Juristen Carl Theodor Clorius, unwahrscheinlich erscheint. Danach ist der Vater 1903 aus den USA nach Mecklenburg zurückgekehrt und mit seiner Familie bis zu seinem Tod 1943 in Deutschland geblieben.
Nicht belegbar ist, ob Gertrud ein Lyzeum in Neubrandenburg oder Neustrelitz besucht hat. Bekannt ist jedoch eine enge Familienbeziehung zu Heinrich TessenowTessenow war der Schwiegervater ihres Bruders., der auch einer ihrer Trauzeugen wurde, als sie 1928 in Berlin den aus Charlottenburg gebürtigen, nun in Potsdam, später in Berlin wirkenden Kaufmann Rolf Schwebell (* 1901) heiratete. Bis dahin hatte sie als Säuglingsschwester in Rostock gelebt.Standesamt Berlin B: Heiratsurk. Nr. 467/1928.
Über ihr weiteres Leben ist nur noch bekannt, dass sie 1947 wieder in die USA ging und in New York eine bekannte Übersetzerin und Herausgeberin deutscher Literatur wurde, u. a. mit der Übersetzung und Herausgabe der Anthologie Contemporary German Poetry – An Anthology,Eintrag zu: "Schwebell, Gertrude Clorius" in Catalog of Copyright Entries. Third Series: 1964: July-December, online unter books.google.de in der sie u. a. auch einen Beitrag zu Bertolt Brecht leistete. Briefe und andere Schriftstücke von ihr sind laut Kalliope-Verbund u. a. auch Teil des Vorlasses von Walter Höllerer gewesen.
Bibliografie (Auswahl) Nacherzählungen (ins Englische) Friedrich de la Motte Fouqué: Undine. Illustrationen: Eros Keith. Simon and Schuster, New York 1957. Man who lost his shadow, and nine other German fairy tales. Illustrationen: Max Barsis. Dover Publications, New York 1957, Neuauflage 1974.
Übersetzungen Where magic reigns – German fairy tales since Grimm. Stephen Daye Press, New York 1957. Secret delights of love, by the Pundit Bilhana. Aus dem Sanskrit ins Englische übertragen. Illustrationen: Gerhard Gollwitzer. Peter Pauper Press, Mount Vernon, N.Y. 1966. William Carlos Williams: Neue Orte – New places. Holzschnitte von Claire-Lise Holy. J. G. Bläschke Verlag, Darmstadt 1966. John Berryman: Huldigung für Mistress Bradstreet. Nachwort: Walter Hasenclever. Hoffmann und Campe, Hamburg 1967.
Herausgeberschaften Contemporary German Poetry – An Anthology. Vorwort: Victor Lange. New Directions, New York 1964. Die Geburt des modernen Japan in Augenzeugenberichten. Karl Rauch Verlag, Düsseldorf 1970; Neuausgabe Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1981, ISBN 978-3-423-02708-3.
Weblinks
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Einzelnachweise
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