Domina ist eine Rotweinsorte. Diese Neuzüchtung aus den Sorten Blauer Portugieser und Spätburgunder hat nur in Deutschland Bedeutung.
Abstammung, Herkunft Blauer Portugieser × Spätburgunder
Die Domina wurde 1927 von Peter Morio durch eine Kreuzung der Rebsorten Blauer Portugieser und Spätburgunder für das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof gezüchtet und von Bernhard Husfeld in den 1950er Jahren züchterisch nachbehandelt. Der Eintrag in die Sortenliste erfolgte im Jahr 1974. Die Angaben des Züchters zu den Kreuzungseltern konnten in der Zwischenzeit durch DNA-Analyse bestätigt werden.Erika Maul, Fritz Schumann, Bernd H.E. Hill, Frauke Dörner, Heike Bennek, Valérie Laucou, Jean-Michel Boursiquot, Thierry Lacombe, Eva Zyprian, Rudolf Eibach, Reinhard Töpfer: Die Kreuzungseltern deutscher Rebenneuzüchtungen im Fokus – Was sagt der genetische Fingerabdruck. In: Deutsches Weinjahrbuch 2013. 64. Jahrgang, 2012, ISBN 978-3-8001-7783-7, S. 128–142.
Ampelografische Merkmale Die Triebspitze ist weißwollig behaart. Die kleinen Blätter sind gelbgrün und auf der Unterseite wollig. Große Blätter sind leicht blasig und fünf-, selten siebenlappig. Die Stielbucht ist stark überlappt. Die Traube ist mittelgroß bis groß, dichtbeerig, geschultert. Die Beeren sind blauschwarz gefärbt, rund und mittelgroß.Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten 3. Auflage, Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4, S. 108.
Reife: mittelspät
Eigenschaften Die Sorte hat ein starkes Triebwachstum und ist in der Blüte nicht verrieselungsanfällig. Die Sorte zeigt gute Frostbeständigkeit, besitzt eine mittlere Anfälligkeit gegen Botrytis und hat auch eine gute Chloroseresistenz.
Wein Die Weine sind in der Regel sehr dunkel, farbstoffreich und auch als Deckweine geeignet. In guten Lagen können extraktreiche Weine mit hohem Gerbstoffgehalt entstehen. Standort- und jahrgangsbedingt können die Säurewerte relativ hoch ausfallen.
Verbreitung Das Hauptverbreitungsgebiet der Sorte ist vor allem das Weinbaugebiet Franken. 2015 waren in Deutschland 380 Hektar mit der Rebsorte Domina bestockt. Die Fläche ist seit einigen Jahren konstant. 2006 waren noch 395 Hektar Anbaufläche bestockt gewesen, nachdem 1999 bereits 187 Hektar erhoben worden waren. Kleinste Bestände sind auch in der Schweiz bekannt (0,08 ha, Stand 2009).
Die Rebflächen in Deutschland verteilten sich 2015 wie folgt auf die einzelnen Anbaugebiete:
Anbaugebiet1. Anbaustatistik für das Jahr 2015, Statistisches Bundesamt (2016): Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Landwirtschaftliche Bodennutzung - Rebflächen. Fachserie 3 Reihe 3.1.5.2. Anbaustatistik für das Jahr 2015, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (2016): Statistische Berichte - Bestockte Rebflächen 2015. Bad Ems, C I - j/15, Kennziffer: C1073 201500, .Fläche haDeutschland380Bayern (Franken)331Rheinland-Pfalz46Rheinhessen16Ahr10Nahe10Mosel5Pfalz5Sachsen2
Siehe auch Liste von Rebsorten Weinbau in Deutschland
Synonyme Züchtungsnummer Geilweilerhof 4- 25- 7 oder GF. IV-25-7 N
Literatur Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten 3. Auflage, Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
Einzelnachweise
Kategorie:Neuzüchtung (Rebsorte)