Der Glatte Knopfschwanzgecko oder Glatter Keulenschwanzgecko (Nephrurus levis) ist ein ca. 15 Zentimeter langer Vertreter aus der Gruppe der Geckoartigen. Es sind drei Unterarten bekannt. Der Artzusatz levis, lateinisch für „glatt“, bezieht sich wahrscheinlich auf die relativ glatten Schuppen (verglichen mit der zuvor beschriebenen Art Nephrurus asper , 1876).

Aussehen Der Glatte Knopfschwanzgecko erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 10,2 cm. Die Tiere haben einen kurzen, flachen Körperbau und einen sehr großen, fast dreieckigen Kopf (breiter als Hals und Körper) mit großen, auffälligen Augen. Die Ohröffnungen sind ein vertikaler Schlitz, halb so lang wie der Augendurchmesser. Der sehr kurze Schwanz hat am Ende eine rundliche, birnenförmige Verdickung, deren eigentlicher Zweck unbekannt ist. Es gibt jedoch Vermutungen, dass die Verdickung eine Rolle bei der Beurteilung der Umgebungstemperatur spielen könnte. Die Gliedmaßen sind eher kurz und schlank. Wie bei anderen Arten von Nephrurus sind die Weibchen etwa 20 % größer als die Männchen.

Die hell- bis dunkelpurpurbraune Färbung des Glatten Knopfschwanzgeckos ist nur an der Körperoberseite, dem Kopf, den Beinen und dem Schwanz zu finden. Der Bauch ist weiß. Über den Hinterkopf, den Nacken und über den Rücken in Höhe der vorderen Gliedmaßen verläuft ein dunkel umrandeter, heller Streifen. Bei hellen Tieren tritt die dunkle Umrandung deutlicher hervor. Der übrige Körper weist eine Reihe kleiner Flecken, Streifen oder Querlinien auf, die aus Gruppen einzelner weißer Tuberkeln bestehen.

Zwischen den Augen liegen weniger als acht Schuppen. Auf der Körperoberseite befinden sich kleine, nebeneinander liegende Schuppen und verstreut liegende niedrige und konische Tuberkel. Die Schuppen der Bauchseite sind klein und körnig. Auf dem Schwanz verlaufen gewöhnlich acht oder mehr Längsreihen von Tuberkeln.

Der Schwanz der Unterart Nephrurus levis occidentalis ist deutlich länger, breiter und stärker abgeflacht. Die Färbung ist etwas heller als die der Nominatform. Bei Nephrurus levis pilbarensis ist der Schwanz größer und flacher als bei Nephrurus levis levis. Die Grundfärbung des Rückens ist heller als bei den anderen Unterarten.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungskarte des Glatten Knopfschwanzgeckos Diese Art bewohnt eine Vielzahl von ariden und semiariden Lebensräumen in einem breiten Gürtel im Inneren des australischen Kontinents bis zur Westküste. Sie lebt in offenen Wäldern, in aridem Buschland und in mit Stachelkopfgräsern (Triodia, auch als Spinifex bekannt) bewachsenen Wüstenebenen und in Dünenfeldern.

Lebensweise Diese bodenbewohnende Art ist nachtaktiv, den Tag verbringt sie in selbst oder von anderen Tieren gegrabenen Erdlöchern. Gejagt wird nachts in offenem Gelände, wobei durch die nächtliche Aktivität die bevorzugte Körpertemperatur oft nicht erreicht wird (im englischen „nocturnal paradox“). Zur Beute gehören verschiedene Insekten, Spinnen, Hundertfüßer, Skorpione und einige Wirbeltiere wie andere Geckos und kleine Säugetiere. Der Glatte Knopfschwanzgecko kann seinen Schwanz an einer Stelle an der Schwanzbasis abwerfen (Autotomie). Allerdings kommt das nur selten vor, möglicherweise weil die Verdickung am Schwanzende eine wichtige physiologische Rolle spielt. Bei Gefahr streckt er die Gliedmaßen weit aus und krümmt den Rücken. Dazu wird der Schwanz wedelnd oder zuckend aufgerichtet und das Maul geöffnet. Häufig kommt es zu Lautäußerungen wie zischen und ein Ausfallschritt gegen den Angreifer wird ausgeführt.

Fortpflanzung Das Weibchen legt meist nur 2 Eier, die unter Felsen oder in Felsspalten versteckt werden. Es wird keine Brutpflege betrieben.

Unterarten Nach Reptile Database gibt es drei Unterarten: Nephrurus levis levis 1886 Nephrurus levis occidentalis 1963 - westliches Australien. Nephrurus levis pilbarensis 1963 - Pilbara Region.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen Da für diese Art keinerlei Gefährdungen bekannt sind und sie auch in Schutzgebieten vorkommt, wird sie von der IUCN als (Least Concern) nicht gefährdet gelistet.

Einzelnachweise Murray Wrobel: Elsevier's Dictionary of Reptiles. Wrobel, 2004, ISBN 978-0-08-045920-2, S. 342.

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Weblinks

Kategorie:Geckoartige