Die folgende Liste führt Persönlichkeiten auf, die mit der Stadt Neustadt an der Aisch in enger Verbindung stehen.

Söhne und Töchter der Stadt

Schweipolt Fiol bzw. Sebald Feiel (um 1460–1525/1526), Bergingenieur, Maschinenbauer, Goldschmied und in Krakau Verleger sowie erster Drucker mit Lettern in kyrillischer SchriftMax Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, ; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 58 und 682. Elias Levita (eigentlich Elia Ben Ascher Halevi; 1469–1549), Übersetzer, Humanist, hebräischer Grammatiker, jiddischer Schriftsteller Johannes Gramann (auch Poliander; 1487–1541), Reformator, Dichter von Kirchenliedern Lazarus Nürnberger (1499–ca. 1564), Händler, zusammen mit Jakob Cromberger und Hans Cromberger Begründer des Deutschen Amerikahandels Johann Mützel (1647–1717), Baumeister zahlreicher Schlösser in den ernestinischen Fürstentümern Johann Friedrich Weismann (1678–1760), Professor für Medizin an der Universität Erlangen Markus Friedrich Schmidt (1680–1764), ev.-luth. Pfarrer und Lieddichter, geb. in Unternesselbach Georg Christoph Oertel (* 24. Dezember 1715), Rektor des Friedrich-Alexander-Kollegiums von 1749 bis 1790 (Rufe an das Braunschweiger Carolinum sowie die Gymnasien von Regensburg und Ansbach hatte er abgelehntMax Döllner (1950), S. 367.). Matthias Salomon Schnizzer († 11. August 1734), Magister, Stadtchronist und ab 1686 Archidiakon J. M. Schnizzer, Archidiakon, Sohn von Matthias Salomon Schnizzer und Vater von Georg Matthäus Schnizzer Georg Matthäus Schnizzer (* 31. Dezember 1717; † 1806 in Neustadt), evangelischer Theologe (ab 1752), Schuladjunkt (ab 1755), Bibliothekar der Kirchenbibliothek, Pfarrer und (ab 14. Dezember 1766) SuperintendentMax Döllner (1950), S. 680 f. – Enkel von Matthias Salomon Schnizzer Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth (1732–1780), Prinzessin von Bayreuth, lebte und residierte nach ihrer Trennung von Herzog Karl Eugen von Württemberg ab 1759 für fast fünf Jahre in Neustadt.Max Döllner (1950), S. 329 f. Christiane Sophie Charlotte von Brandenburg-Kulmbach (1733–1757), Tochter von Markgraf Friedrich Christian und Herzogin von Sachsen-Hildburghausen. Sophie Magdalene (1737–1737), Schwester von Christiane Sophie Charlotte, als 22. Mitglied des Hauses Hohenzollern in Neustadt begrabenMax Döllner (1950), S. 327 f. Johann Leonhard Städtler, auch: Stättler (1758–1827), als Sohn eines Schneiders in Rößleinsdorf geboren, Maler insbesondere von Landschaften, Kupferstecher und Restaurator, der auch NeustadtGernot Schmidt: Heimatgeschichtliche Exkursion in und um Neustadt/Aisch. Neustadt an der Aisch mit allen Sehenswürdigkeiten, Toren, Türmen und Mauern. Neustadt an der Aisch, S. 150. stach. Auch in allen seinen Fantasielandschaften verwendete er eine Neustadt-Ansicht. Städtler, der vor allem mit dem Kopieren fremder Bilder seinen Lebensunterhalt bestritt, fertigte seine Hauptwerke 1780 bis 1791. Er starb am 10. April 1827 in Neustadt.Max Döllner (1950), S. 329, 331 und 371.Friedrich Karl Gottlob Hirsching: Nachricht von dem vortrefflichen Copisten Johann Leonhard Städtler zu Neustadt an der Aisch. In: Meusels Museum für Künstler. St. 4, S. 91. Johann Friedrich Küttlinger (1778–1851), Rechtsmediziner und Botaniker in Erlangen Maximilian von Wächter (1811–1884), Bürgermeister von Nürnberg Adolf Scherzer (1815–1864), Militärmusiker und Komponist des Bayerischen Defiliermarschs Gustav von Kahr (der Ältere) (1833–1905), Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes Philipp Carl (1837–1891), Physiker und Astronom Leonhard Seyboth (1842–1916), Reichstagsabgeordneter Friedrich Seyboth (1844–1910), Landtagsabgeordneter Konrad Pflaumer (1853–1919), Bürgermeister und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten Georg Nikolaus Vogel (1861–1933), Bürgermeister und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten Johannes Kübel (1873–1953), evangelischer Theologe Wilhelm Schnizlein, praktischer Arzt von 1905 bis 1941Max Döllner (1950), S. 527. Richard Seefelder (1875–1949), Ophthalmologe, Hochschullehrer in Leipzig und Innsbruck Karl Seyboth (1881–1952), Kolonial- und Eisenhändler, Mitverfasser (Jahresbericht 1931)Karl Ströbel u. a.: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch. Die Entwicklung der Ortsgruppe Neustadt a. d. A. der N.S.D.A.P. 1938, S. 164–173. einer Chronik der NSDAP-Ortsgruppe Neustadt, Parteiredner (ab 1929) und Bezirkspropagandaleiter (ab 1931)Wolfgang Mück: NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933. Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= Streiflichter aus der Heimatgeschichte. Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 10, 92, 94 und 244. August Kallert (1882–1958), Kunstmaler (unter anderem Maler der Tore Neustadts), Sohn des Neustädter Lehrers KallertMax Döllner (1950), S. 671. Konrad Wellhöfer (1882–1951), Maurer und Bauführer, Stadtrat ab Dezember 1924, Gründungsmitglied der Neustädter NSDAP-Ortsgruppe von 1923 und 1925, deren Ortsgruppenleiter von 1925 bis 1929, ab 1927 Erster Führer der NS-Jugend, SA-Mitglied von 1928 bis 1945 (Obertruppführer), Gerichtsbeisitzer und Betriebsobmann der DAF.Wolfgang Mück (2016), S. 249 f. Iwan Schwab (1889–1943), Kaufmann, jüdischer Kritiker der NSDAP, mit seiner Frau Hilda, geb. Glaser, ermordet in AuschwitzWolfgang Mück (2016), S. 278 f. Hanns Zehtmeyer (1891–1969), Grafiker und Maler August Kolb (1893–1962), geboren in Rößleinsdorf, SS-Hauptsturmführer Richard Schüßler (1899–1963), Betriebssekretär, NSDAP-, SA- und SS-Mitglied (ab 1939 Untersturmführer), NSDAP-Ortsvereinsschriftführer, Parteiredner und KreisorganisationsleiterWolfgang Mück (2016), S. 239 f. Fritz Schüßler (1900–1969), Transportunternehmer, Inhaber einer Mietwaschküche, Gründungsmitglied der NSDAP-Ortsgruppe Neustadt, SA-Mitglied und ab 1938 Inhaber des Organisationsamtes der NSDAP.Wolfgang Mück (2016), S. 239. Fritz Seyboth (1907–1974), evangelischer Pfarrer (unter anderem in Neustadt und Partenstein) und Parteiredner der NSDAPWolfgang Mück (2016), S. 241–244. Karl Ströbel (1907–1977), Verwaltungsangestellter, Verfasser der Chronik der NSDAP-Ortsgruppe Neustadt, 1924 Ortsgruppenleiter der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude und ab 1925 Tätigkeit in der nationalen Jugendbewegung, ab 1929 Parteiredner und ab 1938 Leiter der Kreiskulturstelle der NSDAP, unter dem Pseudonym „Beobachter auf dem Nürnberger Torturm“ Kommentator des Neustädter Anzeigeblatts, nach Tätigkeit im Landratsamt und Eintritt in die SPD von 1960 bis 1972 Erster Bürgermeister der Stadt Neustadt a.d. AischWolfgang Mück (2016), S. 10 f., 13, 92 f. und 246 f. Fritz Schöller (1909–1973), Lehrer, Politiker (NSDAP), unter anderem NSDAP-Ortsgruppenmitbegründer in Schwabach und Neustadt, „Karrierist von Streichers Gnaden“, Gauhauptstellenleiter und ab 1934 stellvertretender Gaupropagandaleiter, Stadtrat in Nürnberg, Mitverfasser (Jahresbericht 1932)Karl Ströbel u. a.: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch. Die Entwicklung der Ortsgruppe Neustadt a. d. A. der N.S.D.A.P. 1938, S. 174–208. einer Chronik der NSDAP-Ortsgruppe Neustadt, genannt auch „Henker von Lublin“ (mit Max Otto Vandrey hatte er 1942 einen Stadtführer für Lublin verfasst), gemäß der von seiner (ab 1955) dritten Ehefrau, Lore Schöller, geb. Stephan, unterzeichneten Traueranzeige auch Oberregierungsrat und Rektor.Wolfgang Mück (2016), S. 10, 111, 198 f. und 233–239. Werner Dollinger (1918–2008), Politiker (CSU), Mitglied des Bundestages (1953–1990), Bundesminister Harald Popp (1931–2017), Historiker und Hochschullehrer Rudolf H. Weiß (* 1936), Psychologe und Kommunalpolitiker Gerhard Schulze, (* 1944), Soziologe Rainer S. Elkar (* 1945), Historiker Helmut Pfeiffer (* 1952), Romanist Armin Schwarz (* 1963), Rallyefahrer Georg Kreß (* 1965), Kinderbuchautor Harald Haas (* 1968), Informatiker, Erfinder und Hochschullehrer Gabi Schmidt (* 1968), Politikerin (Freie Wähler), MdL Michael Runkel (* 1969), Reisefotograf, Autor und Redner Stefan Müller (* 1975), Politiker (CSU), Mitglied des Bundestages Cris Koch (* 1975), Maler, Musiker und Performancekünstler Poljak Wlassowetz (* 1986), Schriftsteller, Verleger und Politologe Anne Hopfengärtner (* 1989), Fußballspielerin Drachenlord (* 1989), Webvideoproduzent und Livestreamer Alexander Müller (* 1991), Stadtrat & Sportbeauftragter (Mai 2020 – April 2026) 1. Bürgermeister (seit 1. Mai 2026) Julian Gressel (* 1993), Fußballspieler Niklas Stark (* 1995), Fußballspieler

Ehrenbürger

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen Konrad I. von Wittelsbach (1120/1125–1200), Erzbischof von Mainz, gestorben bei Riedfeld Albrecht Achilles (1414–1486), Markgraf und Kurfürst Anna von Sachsen (1437–1512), Kurfürstin, Ehefrau von Albrecht Achilles Anastasia von Brandenburg (1478–1534), Prinzessin von Brandenburg und Gräfin von Henneberg Kasimir (Brandenburg-Kulmbach) (1481–1527), Markgraf Kaspar Loener (1493–1546), Reformator in Hof Susanna von Bayern (1502–1543), Ehefrau von Markgraf Kasimir, die ihren zugewiesenen Witwensitz in Neustadt (mit Einkommen aus den Ämtern Neustadt, Hoheneck und Dachsbach) für nicht ganz ein Jahr hatteMax Döllner (1950), S. 76 f. und 188 f. Georg Seyfridt der Ältere (um 1502–um 1545), Arzt und Astronom, wirkte und starb in Neustadt Georg Marius (1533–1606), Stadtarzt in Neustadt von 1597 bis etwa 1601, Medizinprofessor in Marburg und Heidelberg sowie kurfürstlicher Leibarzt. 1601 veröffentlichte er eine medizinische Schrift über eine 1599 beobachtete epidemisch aufgetretene ansteckende Hauterkrankung „in dieser gegent der Aysche“.Rolf Heyers: Dr. Georg Marius, genannt Mayer von Würzburg (1533–1606). (Zahn-)Medizinische Dissertation Würzburg 1957, S. 3, 45 f. und 67–69. Hieronymus Fabritius (1567–1632), in Padua, Bologna und Besel (wo er am 24. Juni 1594 promoviert wurde) ausgebildeter und danach in Windsheim als Stadtphysikus tätiger Arzt, der 1612 das Physikat in Neustadt übernahm, 1619 markgräflicher Leibarzt wurde und im selben Jahr oder 1618 das Privileg für eine Apotheke erhielt. Schon 1611 soll er am Marktplatz die Neustädter Stadtapotheke, die sich dann von 1815 bis 2012 in der Nürnberger Straße befand, gegründet haben.Gernot Schmidt: Zufallsfunde und Erweiterungen. (Online-Version).Fränkische Landeszeitung. 29. Dezember 2015. 1632 musste er (angeblich wegen eines KroatenüberfallsVgl. auch Gernot Schmidt: Heimatgeschichtliche Exkursion in und um Neustadt/Aisch. Neustadt an der Aisch mit allen Sehenswürdigkeiten, Toren, Türmen und Mauern. Neustadt an der Aisch, S. 142, Gemälde des Kunstmalers Schätzki von 1950 (Online-Version.) Anfang Juni auf Neustadt) nach Windsheim fliehen, wo er am 27. Juli starb.Max Döllner (1950), S. 524 f. Georg Ludwig Leuchsner (1578–1632), Jurist und Geheimer Regierungsrat, Leuchsner übernahm im Jahr 1616 die juristische Leitung der Kanzlei im Schloss Neustadt an der Aisch Lukas Böhm (1602–1672), geboren als Sohn eines Pfarrers in Schweinfurt, Gerichtsschreiber in Dachsbach, in schwedischen Diensten Kastner und Zehntrichter in Kitzingen, Klosterverwalter von Schwarzach, ab 1634 in markgräflichem Dienst Kriegskommissar und Stadtvogt von Neustadt, Ende 1638 oder Anfang 1639 Versetzung nach Kulmbach, anschließen nach Münchsteinach, Amtmann von Sontheim im gräflich limburgischen Dienst, gestorben als Privatmann in Neustadt an der Aisch.Max Döllner (1950), S. 248.