Maria Grün (* 25. September 1977 in Wien) ist eine österreichische bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Wien und beschäftigt sich vor allem mit Objektbildhauerei (insbesondere kinetische Objekte und Rauminstallationen), aber auch Zeichnungen. In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern erweiterte sie ihr Spektrum um Fotografie und Videoarbeiten.

Leben Grün studierte 1998 bis 2002 Bildhauerei an der Wiener Kunstschule, was sie mit einem Diplom in Bildhauerei abschloss, sowie 2001 bis 2009 Soziologie an der Universität Wien, von wo sie ihren Bachelorabschluss (Bakk. phil) erhielt. In den Jahren 2010 bis 2018 studierte sie transdisziplinäre Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, was sie mit einem Master abschloss.

Maria Grün ist Gründungsmitglied der seit 2007 bestehenden Galerie Schleifmühlgasse 12–14. Seit 2008 ist sie Mitglied der Künstlergruppe AG67 und GrÜnsch AG. Im Jahre 2017 war sie Mitbegründerin des Ausstellungsraums GOMO – Raum für zeitgenössische Kunst und Diskurs. Seit Januar 2018 ist sie Bereichskoordinatorin für Malerei und Grafik im Künstlerhaus Wien.

Maria Grüns kinetische Objekte sind oft hyperrealistisch geformte Organe aus Silikon. Sie thematisieren das Körperinnere und die Flüchtigkeit seiner Substanz. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Zusammenwachsen des menschlichen Körpers mit Maschinen in Form von einem Ineinandergreifen von Organischem und Maschinellem.

Ausstellungen (Auswahl) 2006: Österreich TanzT. Performance, Festspielhaus St. Pölten 2008: Multiple Connection. Artfair Ankara und Galerie Kent Istanbul 2009: Mein Körper ist ein schutzlos Ding. Galerie der Freischaffenden, Wien 2011: Morph. Schleifmühlgasse 12–14, Wien 2012: Cell. Ljubljana, Slowenien 2013: Colateral Orbit. Allegranomad Gallery, Bukarest, Rumänien 2013: Parallel. Artfair. Altes Zollamt Wien 2013: Link-Unit part III. Allegranomad gallery Bukarest 2014: Sammellust. Schleifmühlgasse 12–14, Wien 2014: Obsession. Gallery Schloss Attnang Puchheim 2015: Did you ever see... Schleifmühlgasse 12–14, Wien 2015: Re. Kunstraum Niederösterreich, Wien 2016: Peripheral Influence. Aka Saskatoon & Kenderdine Gallery, Saskatoon, Kanada 2016: Stoffwechselmaschine. TransArts Wien 2016: Juxtaposition. artist book exhibition. 21er Haus Wien 2016: metabolismmachine. National Institute of Chemistry, Ljubljana 2017: Andere Geschichte(n). Künstlerhaus Wien 2018: Z/U/U. GOMO at Parallel Vienna 2019: Über das Neue. Junge Szenen in Wien. Belvedere 21, Wien 2020: Wittgenstein, art quarter budapest, Ungarn 2020: From Nose to Coast, Tim Nolas, Wien 2020: Dissassembling LAB 2020 – Prozesshaft/empirisch Basement, Wien 2021: Maria Grün, Christelle Mas, Neliö Galeria, Oulu, Finnland 2022: muta natur. Künstlerhaus Wien

Video- und Animationsarbeiten (Auswahl) 2004: Zirkus. Musik-Plastilin-Animationsvideo, präsentiert im LOOP Raum Berlin 2004: Wir haben gut gearbeitet. Politik-Splatter-Shortfilm 2004: Plasticine-Animations-Event. Galerie Schuster Frankfurt 2008: Mama. Musik-Splatter-Animationsvideo, Regie Max Berner, präsentiert bei Sehsüchte-Filmfestival Berlin

Weblinks Eigene Website Interview: Hyperrealismus ist nicht gefragt. In: Die Welt, abgerufen am 9. November 2018.

Einzelnachweise

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