mini|Blick in den Raum mit dem Passionszyklus Lucas Cranach des Älteren Die Sammlung von Kunstwerken im Berliner Jagdschloss Grunewald besteht vor allem aus fast 30 Werken, die Kurfürst Joachim II. von Brandenburg bei Lucas Cranach dem Älteren und dem dem Jüngeren in Auftrag gab. Dazu gehören die repräsentativen Exemplum-Tafeln über die Tugenden der Herrscher aus dem Berliner Schloss und die Serie von Tafelbildern zur Passion Christi aus der ehemaligen Cöllner Stiftskirche. Zu den bedeutenden Werken gehören weiter der Cadolzburger Altar und Werke der deutschen und niederländischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts. Neben Porträts der damaligen Herrscher aus dem Geschlecht der Hohenzollern enthält die Sammlung Ausstellungsstücke zur herrschaftlichen Jagd und kunsthandwerkliche Objekte. Nach fünfjähriger Sanierung des Gebäudes, Untersuchungen und Restaurierungen der Gemälde präsentiert das Jagdschloss seit 2011Cranach in Grunewald – Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. drei Ausstellungsbereiche:

Erdgeschoss mit kunsthandwerklichen Exponaten aus dem Themenbereich Jagd, Tierpräparaten, sowie einigen Gemälden Erste Etage mit der Sammlung von teilweise sehr bekannten Gemälden aus der Cranachwerkstatt und ihrem künstlerischen Umfeld Zweite Etage mit Herrscherbildnissen der Hohenzollern, von unterschiedlichen Künstlern hergestellt, die teilweise aus dem ehemaligen Hohenzollernmuseum im Berliner Schloss Monbijou stammen

Liste der Ausstellungsobjekte und Kunstwerke Erdgeschoss

ErdgeschossBegleitheft zur Ausstellung mit Beschreibungen, das im Schloss für die Besucher ausliegt. Nr. Werk/Abbildung Künstler Objekt Jahr Technik, Material, Maße Provenienz, kuratorische Angaben Eingangstür des Schlosses zentriert|x100px Relief mit zwei im Geweih verhakten Hirschen Sandstein Das Relief stellt die Legende dar, nachdem Kurfürst Joachim II. von Brandenburg an dieser Stelle die beiden verhakten Hirsche erblickte und entschied, dass hier das Schloss errichtet werden sollte. Vorraum des Schlosses zentriert|x100px Hans Schenck, auch Scheußlich oder Scheutzlich genannt Zecherrelief Die gereimte Inschrift lautet: um 1537/1542 Sandstein, mit Spuren einer farblichen Fassung Zwei Teilnehmer der fröhlichen Trinkrunde sind laut der nur teilweise erhaltenen Inschrift die beiden Baumeister des Berliner Schlosses und des Jagdschlosses Cunz Buntschuh und Caspar Theiss, die mittlere Figur könnte Joachim II. sein; das Relief kam wahrscheinlich in der Barockzeit ins Jagdschloss; allerdings ist die Identität der Figuren nicht restlos geklärt; Helmut Börsch-Supan vermutet in der mittleren Figur ein Selbstbildnis Schenks; der Kunsthistoriker Andreas Cante sieht in der mittleren Figur hingegen ein Bildnis von Caspar Theiss; das Relief könnte sich am Cöllner Schloss, am Haus von Theiss oder bis zu ihrem Abbruch 1607 an der Steinmetzhütte an der Schlossbaustelle befunden haben.Andreas Cante in: Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern. Ausstellungskatalog. Berlin-München, ISBN 978-3-422-06910-7, S. 50. 1 zentriert|100px Lucas Cranach der Jüngere Kurfürst Joachim II. von Brandenburg um 1570 Ölmalerei auf Lindenholz 112,2 × 88 cm Vermutlich seit 1699 im Potsdamer Stadtschloss, seit 1793 nachweislich im Berliner Schloss.Kurfürst Joachim II. von Brandenburg. – lucascranach.org. 2 zentriert|100px Johann Christof Merck Hirsch mit sechsundsechzigendigem Geweih um 1700 Diesen ungewöhnlichen 66ender erlegte Kurfürst Friedrich III. 1696 und erntete damit großen Ruhm als Jäger.