Plössen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Plössen hat eine Fläche von 4,937 km². Sie ist in 700 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7052,75 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Selbitz, Speichersdorf (zum Teil) und Sorg (zum Teil).
Lage Das Dorf am Mühlbach, einem rechten Zufluss des Flernitzbachs. Nördlich fließt der Herrenweihergraben vorbei und mündet im Osten in den Mühlbach. Zum historischen Altort kam im 20. Jahrhundert nördlich die Bgm.-Kohl-Siedlung und im Süden ein kleineres Mischgebiet. Nordwestlich von Plössen, schon in Speichersdorf, befindet sich der Flugplatz Rosenthal-Field Plössen. Die Staatsstraße 2184 führt nach Speichersdorf zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 22 (2,7 km nordwestlich) bzw. nach Firkenhof (2,5 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Ramlesreuth (1,4 km südwestlich) und nach Guttenthau zur Kreisstraße BT 18 (2,3 km östlich).
Geschichte 1792 bestand Plössen aus 15 Anwesen (4 je Hoffuß, 10 je und 1 zu ). In Gemeindebesitz standen ein Hirtenhäusel und die Schmiede.H. Sturm: Kemnath, S. 227.
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Plössen gebildet. Zu diesem gehörten Aumühle, Holzmühle, Kodlitz, Nairitz, Ramlesreuth, Selbitz, Sorg.H. Sturm: Kemnath, S. 320. Zur Ruralgemeinde Plössen gehörten Forsthaus, Holzmühle, Kodlitz und Selbitz.H. Sturm: Kemnath, S. 338. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). Ab 1862 gehörte Plössen zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,736 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Plössen am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Plössen gibvt es fünf Baudenkmale: Die Kapelle (Plössen 2) ist ein neugotischer Walmdachbau mit Sandsteingliederung. Sie trägt einen Giebelreiter, bezeichnet „1864“. Das Wohnstallhaus (Plössen 1), ein zweigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Walmdach, Eckpilaster, Gurtgesims, Fenstergewänden und Fensterschürzen, ist bezeichnet „1802“. Das Wohnstallhaus (Plössen 5; Plössen 9), ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Ecklisenen und Sohlbankgesims, ist bezeichnet „1862“. Das Nebengebäude, ein eingeschossiger Satteldachbau aus Sandsteinquadern, mit Kniestock, ist bezeichnet „1794“. Das Wohnstallhaus (Plössen 10) ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Sohlbank- und Konsolgesims. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Das Kruzifix (an der St 2184; am Steinbruch) aus Gusseisen, bezeichnet „1933“, steht auf einem Granitsockel.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Plössen Jahr 1824 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 234 192 251 267 255 264 275 253 249 239 242 230 233 235 230 225 226 223 226 371 360 356 346 507HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 35 38 36 36 35 37 44 57 Quelle
Ort Plössen Jahr 1819 1824 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 141 124 133 131 140 117 102 150 97 225 214Häuser 16 17 16 18 16 17 51Quelle
Religion Plössen ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Michael (Mockersdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Speichersdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth