Haidenaab ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Haidenaab hat eine Fläche von 9,673 km². Sie ist in 1028 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9409,23 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Göppmannsbühl am Berg, Lettenhof und Tauritzmühle.

Lage Das Kirchdorf liegt an der Haidenaab, einem westlichen Quellfluss der Naab. Die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb trennt es vom direkt angrenzenden Nachbarort Göppmannsbühl am Berg. Nordöstlich des Ortes erstreckt sich das 75,44 ha große Naturschutzgebiet Haidenaabtal und Gabellohe. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße BT 18 (0,5 km südlich) bzw. nach Beerhof (1,7 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde im Herzoglichen Urbar von 1285 als „Heydnab“ erstmals urkundlich erwähnt. Lehensherren waren das Kurfürstentum Bayern und die Landgrafschaft Leuchtenberg. 1792 umfasste das Herzogliche Lehen, das vom pfalz-neuburgischen Kastenamt Kemnath (3. Viertel: Oberndorfer Gezirk) verwaltet wurde, sechs Anwesen (2 je  Hoffuß, 3 je , 1 zu ).H. Sturm: Kemnath, S. 223f. Das Leuchtenbergische Lehen umfasste sechs Anwesen (2 je , 1 zu , 3 je ) und das Schloss. Daneben war das Rittergut Reislas mit vier Anwesen begütert.(1 zu , 3 je ).H. Sturm: Kemnath, S. 258f.

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Haidenaab gebildet. Zu diesem gehörten Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Göppmannsbühl am Berg, Lettenhof, Roslas und Tauritzmühle.H. Sturm: Kemnath, S. 318. Zur Ruralgemeinde Haidenaab gehörten Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Lettenhof und Roslas.H. Sturm: Kemnath, S. 329. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). Ab 1862 gehörte Haidenaab zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). 1946 wurde Roslas nach Mockersdorf umgemeindet, zugleich wurde Göppmannsbühl am Berg mit Tauritzmühle eingegliedert.H. Sturm: Kemnath, S. 328. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 9,694 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.

Baudenkmäler In Haidenaab gibt es zwei Baudenkmale: Die Filialkirche St. Ursula in Haidenaab ist ein Walmdachbau mit Lisenengliederung und südlichem Chorflankenturm. Sie wurde 1734 von Georg Diller erbaut. Der Turm mit Spitzhelm stammt aus dem Jahr 1790. Das ehemalige Schloss (Haidenaab 15) ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Lisenengliederung und Figurennische. Es wurde um 1700 errichtet.

Bodendenkmäler In der Gemarkung Haidenaab gibt es zwei Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Haidenaab Jahr 1824 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 307 377 365 391 377 379 400 394 409 383 366 349 365 349 331 324 312 296 306 544 549 518 373 388HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 54 64 55 52 51 49 69 74 Quelle

Ort Haidenaab Jahr 1819 1824 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 135 110 137 144 126 154 125 177 137 154 174Häuser 20 20 21 20 20 25 41Quelle

Religion Haidenaab ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Mockersdorf) gepfarrt, seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakobus der Ältere (Kirchenpingarten) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Speichersdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1285 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth