Am Stillen Ocean ist der Band 11 der Gesammelten Reiseerzählungen, Karl Mayshttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Karl_May's_gesammelte_Reiseerzählungen der im April 1894 erschien. Es ist ein Sammelband, der fünf verschiedene Einzelerzählungen enthält, die zum großen Teil bereits zuvor an anderer Stelle veröffentlicht wurden. Lediglich die letzte Erzählung, An der Tigerbrücke, wurde von May unmittelbar für diesen Band geschrieben. 1910 erschien eine illustrierte Ausgabe mit Bildern von Willy Moralt.

Inhalt Der Ehrihttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Der_Ehri Der Kiang-luhttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Der_Kiang-lu Der Brodnikhttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Der_Brodnik Der Girl-Robberhttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Der_Girl-Robber An der Tigerbrückehttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/An_der_Tigerbrücke

Der Ehri Der Ehri. Ein Abenteuer auf den Gesellschaftsinseln von Karl May ist eine Reiseerzählung Karl Mays.

Textgeschichte Die Erzählung erschien von Dezember 1879 bis Januar 1880 in den Nummern 13 bis 16 des 6. Jahrgangs der katholischen Wochenschrift Deutschen Hausschatz in Wort und Bild.Plaul/Klußmeier, S. 66, Nr. 114. Unter Benutzung dieser Vorlage wurde der Text 1894 als erste Erzählung in den Sammelband Am Stillen Ocean, Band 11 der gesammelten Reiseromane, integriert.Plaul/Klußmeier, S. 178–180, Nr. 252.

Auch in den Gesammelten Werken des Radebeuler Karl-May-Verlags ist die Reiseerzählung im elften Band, Am Stillen Ozean, enthalten.Hermesmeier/Schmatz, S. 107–110, Nr. GW11.

In den Nachkriegsauflagen von Band 11 der Gesammelten Werke wurden die Einzeltitel der ersten drei Erzählungen, darunter auch Der Ehri, aufgelöst und unter der gemeinsamen neuen Überschrift Im Zeichen des Drachen zusammengefasst. Unter diesem Titel erschien auch 1962 ein Sonderband in der Reihe der Karl May Taschenbücher.

1982 brachte die Karl-May-Gesellschaft den Reprintband Kleinere Hausschatz-Erzählungen heraus, der einen reprographischen Nachdruck der Erstausgabe beinhaltet. Unter dem Titel Potomba und der Hai erschien 2007 eine bearbeitete Fassung der Geschichte im Sonderband zu den Gesammelten Werken An der Quelle des Löwenhttps://www.karl-may.de/Buecher/Sonderbände_An-der-Quelle-des-Löwen. Die bearbeitete Fassung mit der Überschrift Die Rache des Ehri ist in dem Sonderband Ein Lesebuchhttps://www.karl-may.de/Buecher/Sonderbände_Ein-Lesebuch von 2012 enthalten, von dem auch eine Lizenzausgabe bei Weltbild erschienen ist.

Inhalt Der Ehri Potombahttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Potomba_(Der_Ehri) hat Pareyma, die Tochter des heidnischen Priesters Anoui aus Eimeo, einer Insel in der Südsee, christlich geheiratet. Anoui verlangt aber seine Tochter zurück, um sie einem Heiden zu geben. Potomba muss fliehen und lockt die Verfolger auf die „Maatepockeninsel“. Dort trifft er auf den schiffbrüchigen Charley, den Ich-Erzähler, und dessen Gefährten, die mit der „Poseidon“ auf den Klippen aufgelaufen waren und die ihn nun unterstützen. Als er nach Tahiti zurückkehrt, erfährt er, dass Pareyma seine Mutter getötet habe und zu ihrem Vater nach Eimeo zurückgekehrt sei. Durch einen zurückgelassenen Dolch wird aber der eigentliche Verbrecher, Anoui, entlarvt. Der Erzähler kann Potomba von einer sofortigen Rache abbringen. Gemeinsam fahren sie nach Eimeo, wo Pareyma mit einem anderen Mann in heidnischem Ritual verheiratet werden soll. Potomba erhebt zwar Einspruch, kann die Hochzeit aber nicht verhindern und muss abermals fliehen. Als die Hochzeitsflotte über das Meer fährt, lockt Potomba Haie an. Er holt Pareyma in sein Boot und bringt das Boot der anderen zum Kentern. Anoui wird von den Haien gefressen. Kapitän Frick Turnerstick bringt alle mit seiner Bark „The wind“ nach Upolu in Sicherheit.

Sonstiges Der Ehri ist die zweite von drei Varianten dieses Motivs eines christlichen Fürsten („Ehri“) auf der Südseeinsel Tahiti. Er stellt nämlich eine wesentliche Erweiterung des Vorläufers Die Rache des Ehri dar, den May 1878 erstmals in der Zeitschrift Frohe Stunden unter dem Pseudonym Emma Pollmer veröffentlichte.http://www.karl-may-wiki.de/index.php/Die_Rache_des_Ehri

Besonders mit diesem Titel verband sich der von Ansgar Pöllmannhttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Ansgar_Pöllmann gegen May erhobene Plagiatsvorwurf, seine Erzählung sei weitgehend mit der bereits 1868 veröffentlichten Novelle Das Mädchen von Eimeo von Friedrich Gerstäcker identisch.Onlinefassung

May konterte diese Vorwürfe 1910 in seiner Autobiografie Mein Leben und Streben:

„Ich hatte nämlich in einigen meiner allerersten, ältesten Reiseerzählungen, bei deren Abfassung ich noch nicht die nötige Erfahrung besaß, die Ereignisse, die ich schilderte, vor einem geographischen Hintergrunde spielen lassen, den ich bekannten, Jedermann zugänglichen Werken entnahm. Das ist nicht nur erlaubt, sondern es geschieht sehr häufig. Sich Ortsbeschreibungen anzupassen, kann niemals Diebstahl sein. Literarischer Diebstahl, also Plagiat, liegt nur dann vor, wenn man sich wesentliche Bestandteile eines Gedankenwerkes aneignet und diese in der Art verwendet, daß sie dann wesentliche Bestandteile des Werkes des Plagiators bilden und dabei als seine eigenen Gedanken erscheinen. So Etwas habe ich aber nie getan und werde es auch nie tun. Geographische Werke können, besonders wenn sie geistiges Allgemeingut geworden sind, ganz unbedenklich benutzt werden, sofern es sich nicht um das Abschreiben ganzer Druckbogen oder Seitenfolgen handelt und das Werk des Nachschriftstellers trotz des Abschreibens eine selbständige geistige Arbeit bleibt. [...] Ich habe, ohne mir etwas dabei zu denken, einige meiner kleinen, asiatischen Erzählungen mit ganz nebensächlichen geographischen und ethnographischen Arabesken verziert, welche ich in Büchern fand, die längst der Allgemeinheit angehören. Das ist erlaubt. Das ist sogar mein gutes Recht.“Karl Mai: Mein Leben und Streben, 1910, Onlinefassung, S. 221 ff. 225 f.

Und von Egon Erwin Kisch in einem Interview am 9. Mai 1910 in Radebeul auf die Plagiatsvorwürfe direkt angesprochen, antwortete May:

„Das bezieht sich auf die Geschichte 'Ehri', die vor vielen Jahren in einer Novellensammlung von mir veröffentlicht worden ist. Es handelte sich um eine Erzählung, zu der mir eine alte Geographie von Indien, in der sie erwähnt ist, Anlaß gab. Friedrich Gerstäcker, der selbst nie in Indien war, scheint nun die gleiche Geographie gelesen und in einer Novelle benützt zu haben. Daher die Übereinstimmung. Natürlich heißt alles gleich Plagiat!“Egon Erwin Kisch: In der Villa Shatterhand, in: Bohemia, Prag, 15. Mai 1910 (Pfingstbeilage); zitiert nach Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 14, 1972, S. 19–22, hier S. 22 (Onlinefassung).

Eine weitere, dritte Neufassung der Erzählung erschien 1880 unter dem Titel Tui Fanuahttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/Tui_Fanua_(Erzählung).

Der Kiang-lu Der Kiang-lu. Ein Abenteuer in China von Karl May ist eine von recht wenigen im Reich der Mitte spielenden Erzählungen Karl Mays.

Textgeschichte Der Text wurde 1880 in der katholischen Wochenschrift Deutscher Hausschatz in Wort und Bild erstmals veröffentlicht.Plaul/Klußmeier, S. 79, Nr. 136. Um 1888 erschien – laut Herbert Meier – möglicherweise in der Sonntagsbeilage zur Hamm-Soester Volkszeitung ein Nachdruck des Kiang-lu.Meier, S. 29 f. 1894 erfolgte die Aufnahme des Abenteuers in die Anthologie Am Stillen Ocean, Band 11 der gesammelten Reiseromane.Plaul/Klußmeier, S. 178–180, Nr. 252. Auch in den Gesammelten Werken des Radebeuler Karl-May-Verlags ist die Reiseerzählung im elften Band, Am Stillen Ozean, enthalten.Hermesmeier/Schmatz, S. 107–110, Nr. GW11.

Im 8. Jahrgang der Zeitschrift Katholischer Familien-Freund wurde um 1915 in den Heften 17 bis 24 unter dem Titel Zopf und Schlitzauge. Eine Erzählung aus dem Reich der Mitte (bzw. im ersten Teil Zopf und Schlitzaugen. Eine Erzählung aus dem Reich der Mitte) die Erzählung abgedruckt.

Eine weitere Lizenzausgabe davon ist der erst 1948 veröffentlichte Feldpostdoppelband Der Kiang-lu des Verlags C. Bertelsmann, der außer der Titelgeschichte auch die Erzählung Der Girl-Robber enthält.Hermesmeier/Schmatz, S. 367 f., Nr. LA26.

In den Nachkriegsauflagen von Band 11 der Gesammelten Werke wurden die Einzeltitel der ersten drei Erzählungen, darunter auch Der Kiang-lu, aufgelöst und unter der gemeinsamen neuen Überschrift Im Zeichen des Drachen zusammengefasst. Unter diesem Titel erschien auch 1962 ein Sonderband in der Reihe der Karl May Taschenbücher. 1982 brachte die Karl-May-Gesellschaft den Reprintband Kleinere Hausschatz-Erzählungen heraus, der einen reprographischen Nachdruck der Erstausgabe enthält. Unter dem Titel Gämsenjagd auf Stapleton Island erschien 2007 eine bearbeitete Fassung der Geschichte im Sonderband zu den Gesammelten Werken An der Quelle des Löwenhttp://www.karl-may-wiki.de/index.php/An_der_Quelle_des_Löwen.

Inhalt 1. Im „Kuang-ti-miao“

Der Ich-Erzähler Charley ist mit Frick Turnersticks Bark „The wind“ auf dem Weg nach China. Sie geraten in einen Taifun, den die Bark nur mühsam abwettern kann. Auf den Bonin-Inseln gelingt es, einem jungen, wohlhabenden Chinesen namens Kong-ni das Leben zu retten. Der junge Mann ist äußerst dankbar; er schenkt Charley einen Talisman und verschafft ihm mit einem Trick einen chinesischen Doktortitel. Der Talisman ist Erkennungszeichen einer Bande von Flusspiraten, in deren Gefangenschaft die beiden Reisenden bei einer Flussfahrt von Hongkong stromaufwärts geraten. Ihnen gelingt allerdings aus dem „Kuang-ti-miao“ (Tempel des Kriegsgottes), wo sie gefangen gehalten werden, mit Hilfe des Talismans die Flucht und auch die Rettung einer ebenfalls gefangenen Holländerin.

2. Im „Lung-keu-siang“http://www.karl-may-wiki.de/index.php/Lung-keu-siang

Trotz des sofortigen Einsatzes einiger britischer Matrosen können die Flusspiraten die Flucht ergreifen, ehe sie ausgehoben werden. Die beiden Freunde fahren nach Kanton weiter, wo sie in einer Kneipe Probleme mit Einheimischen bekommen. Der zuständige Tscha-juan (Richter) von Kanton stellt sich als Onkel Kong-nis heraus. Er lädt die beiden Freunde zu sich ein und verschafft ihnen Reitpferde für die Reise nach Li-ting, wo sie Gäste des Vaters von Kong-ni werden. Der allerdings steht mit dem obersten der Flusspiraten, dem Kiang-lu, in Verbindung. Der Ich-Erzähler gerät in eine Falle, wird mit Frick Turnerstick gefangen genommen und in die Höhle des „Lung-keu-siang“ (Pavillon der Drachenschlucht) gebracht. Sie befreien sich und bei dem Kampf stirbt der Kiang-lu. Nach einer Verfolgungsjagd gelangen sie auf Turnersticks Schiff und in Sicherheit. Sie haben vor nach Macao zu reisen und dort mit dem Meisje zu überlegen, ob sie Anzeige erstatten wollen.

Der Brodnik Der Brodnik. Reise-Erlebnisse in zwei Welttheilen von Karl May ist eine Erzählung Karl Mays.

Textgeschichte Der Text erschien erstmals 1880 in der katholischen Wochenschrift Deutscher Hausschatz in Wort und Bild.Plaul/Klußmeier, S. 76, Nr. 131. Unter dem Titel Vergeltung. Ein Reise-Abenteuer von Karl May erschien die Erzählung im November und Dezember 1882 in der Zeitschrift Deutsche Gewerbeschau.Plaul/Klußmeier, S. 93, Nr. 159. Der Brodnik wurde von Karl May selbst in die 1894 erschienene Anthologie Am Stillen Ocean aufgenommen, Band 11 der gesammelten Reiseromane.Plaul/Klußmeier, S. 178–180, Nr. 252.

Auch in den Gesammelten Werken des Radebeuler Karl-May-Verlags ist die Reiseerzählung im elften Band, Am Stillen Ozean, enthalten.Hermesmeier/Schmatz, S. 107–110, Nr. GW11. In den Nachkriegsauflagen von Band 11 der Gesammelten Werke wurden die Einzeltitel der ersten drei Erzählungen, darunter auch Der Brodnik, aufgelöst und unter der gemeinsamen neuen Überschrift Im Zeichen des Drachen zusammengefasst.

1982 brachte die Karl-May-Gesellschaft den Reprintband Kleinere Hausschatz-Erzählungen heraus, der einen reprographischen Nachdruck der Erstausgabe beinhaltet.

Inhalt Gefährliche Bekanntschaften.