Göppmannsbühl am Berg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Göppmannsbühl am Berg liegt in der Gemarkung Haidenaab.
Lage Das Dorf Göppmannsbühl am Berg bildet mit Göppmannsbühl am Bach im Süden und Haidenaab im Osten eine geschlossene Siedlung. Sie liegt am Tauritzbach, der etwas weiter südlich als rechter Zufluss in die Haidenaab mündet. Zwischen Göppmannsbühl und Haidenaab verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Die Kreisstraße BT 18/TIR 37 führt nach Immenreuth zur Staatsstraße 2177 (3,9 km nordöstlich) bzw. zur Bundesstraße 22 bei Lettenhof (0,9 km südlich). Ein Anliegerweg führt zur Tauritzmühle (1 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde im Herzoglichen Urbar von 1285 als „auf dem puhel“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Rittergut Göppmannsbühl galt seit Mitte des 14. Jahrhunderts als Mannlehen der Burggrafschaft Nürnberg. Es wurde vom burggräflich-nürnbergischen späteren in deren Rechtsnachfolge markgräflich-brandenburgischen Oberamt Neustadt am Kulm verwaltet und war eine Exklave inmitten des herzoglichen Landrichteramtes Kemnath.H. Sturm: Kemnath, S. 92f. Das Rittergut gehörte im Laufe der Zeit verschiedenen Adelsfamilien, u. a. von 1517 bis 1570 den Herren von Streitberg.www.dieter-zoeberlein.de, Die von Streitberg, Geschichte einer fränkischen Adelsfamilie (abgerufen am 19. Oktober 2018) Dieter Zöberlein: Die von Streitberg, Geschichte einer fränkischen Adelsfamilie, Selbstverlag, Burggrub 2018, Teil 2, S. 212–220 und Teil 3, S. 56–57 und S. 147.
Von 1791/92 bis 1803 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm. Am 30. Juni 1803 wurde u. a. Göppmannsbühl am Berg an Pfalzbayern abgetreten.R. Winkler: Bayreuth, S. 415.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Göppmannsbühl am Berg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Haidenaab zugewiesen.H. Sturm: Kemnath, S. 318. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Göppmannsbühl am Berg, zu der Tauritzmühle gehörte.H. Sturm: Kemnath, S. 328. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath. und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand sie dem Patrimonialgericht Göppmannsbühl. Ab 1862 gehörte Göppmannsbühl am Berg zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). 1928 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,532 km². 1946 wurde die Gemeinde Göppmannsbühl am Berg nach Haidenaab eingemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Göppmannsbühl am Berg am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Göppmannsbühl am Berg gibt es zwei Baudenkmale: Haus Nr. 1, 2, 4: Schloss Göppmannsbühl Haus Nr. 29, 30: Doppelwohnhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Göppmannsbühl am Berg Jahr 1824 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939Einwohner 151 176 191 176 194 160 175 163 186 170 158 150 155 150 138 130 132 118 110HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1824 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 29 31 33 30 29 25 Quelle
Ort Göppmannsbühl am Berg Jahr 1819 1824 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 370 143 184 169 159 147 128 210 128 132 110Häuser 28 22 28 24 25 25 32Quelle
Religion Göppmannsbühl am Berg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis (Wirbenz) gepfarrt.
Persönlichkeiten Carl Friedrich Wilhelm von Lindenfels (1802–1862), Gutsbesitzer und Mitglied der Kammer der Abgeordneten des Bayerischen Landtags
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Speichersdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1946 Kategorie:Ersterwähnung 1285