Die Liste der Straßen in Oberhausen-Sterkrade-Mitte beschreibt das Straßensystem im Oberhausener Stadtteil Sterkrade-Mitte (Stadtbezirk Sterkrade) mit den entsprechenden historischen Bezügen.Sofern nicht anders angegeben, wird als Quelle benutzt: Alfred und Ulrich Lindemann: 500 Kilometer Oberhausener Straßengeschichte. 1997

Überblick In Sterkrade-Mitte leben 8271 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2012). Der Stadtteil bildet mit Königshardt, der Sterkrader Heide sowie einem Teil von Tackenberg den Postleitzahlenbezirk 46145.

Der Stadtteil wird – im Norden beginnend – im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Alsbach, Weseler Straße und Holtener Straße zu Alsfeld, Holtener Straße, Freitaler Platz, Teutoburger Straße und Elpenbach zu Tackenberg-West, Dinnendahlstraße zu Klosterhardt, Westerwaldstraße, Wanner Straße und Ritterstraße zu Osterfeld-Heide, ÖPNV-Trasse Oberhausen zu Buschhausen sowie Bahnstrecke Oberhausen–Wesel zur Schwarzen Heide.

In Sterkrade-Mitte gibt es 75 benannte Verkehrsflächen, darunter acht Plätze. Davon befinden sich acht Straßen nur teilweise im Stadtteil: Die Weseler Straße und der Postweg führen weiter nach Alsfeld, die Holtener Straße bildet teilweise die Grenze zu diesem Stadtteil wie zu Tackenberg-West, in das die Dorstener Straße, die Anhalter Straße und die Dinnendahlstraße führen. Die Teutoburger Straße wird in Klosterhardt fortgesetzt, die Westerwaldstraße bildet die Grenze zu Osterfeld-Heide.

Sterkrade-Mitte wird durchquert von der Bundesautobahn 516, deren Abfahrt 2 „Oberhausen-Sterkrade“ im Stadtteil liegt. Weiterhin verlaufen folgende Landesstraßen und Kreisstraßen in Sterkrade-Mitte: Landesstraße 155: (aus Alsfeld kommend) – Weseler Straße – Holtener Straße – L621/K15 – Holtener Straße – L287 – Freitaler Platz – L623 – Teutoburger Straße/Dreilinden – A516 – Teutoburger Straße – (weiter in Klosterhardt) Landesstraße 287: (aus der Schwarzen Heide kommend) – Ostrampe – Friedrichstraße – Eugen-zur-Nieden-Ring – Bahnhofstraße – Ende an der L155 Landesstraße 287 in die Gegenrichtung: L155 – Großer Markt – Brandenburger Straße – Ostrampe – (weiter in der Schwarzen Heide) Landesstraße 623: (aus Tackenberg kommend) – L155 – Dorstener Straße – Ende an der A516 Kreisstraße 4: Beginn an der L 155 – Vestische Straße – (weiter in Osterfeld-Heide) Kreisstraße 15: (aus Alsfeld als L621 kommend) – L155 – Postweg – Steinbrinkstraße – Verlauf auf der L287 – Steinbrinkstraße – (weiter in Osterfeld-Heide)

Einige Straßen sind Teil von Themengruppen. Hierzu gehören: Bezug zum Ackerbau: Ackerfeldstraße, Bodenstraße, Grundstraße Mittelgebirge und Höhenzüge (Benennung seit 1935): Baumberger Weg, Eifeler Straße, Odenwaldstraße, Teutoburger Straße, Westerwaldstraße Wanne-Eickel: Wanner Straße (zusätzlich Eickelstraße in Osterfeld-Heide) Stadtteile von Essen: Borbecker Straße (außerdem ehemalige Dellwigstraße)

Über Sterkrade verteilt finden sich viele Straßen mit folgenden Bezügen: deutsches Kaiserhaus (Benennung 1910 bis 1936): Augustastraße, Brandenburger Straße, Friedrichstraße, Potsdamer Straße, Wilhelmplatz, Wilhelmstraße (außerdem geplante, aber nie gebaute Viktoriastraße) Brandenburg: Brandenburger Straße, Potsdamer Straße (außerdem ehemalige Havelstraße und Spreestraße) Marine (Benennung 1929 bis 1937): Emdenstraße, Graf-Spee-Platz, Otto-Weddigen-Straße, Tirpitzstraße (außerdem ehemalige Admiral-von-Hipper-Straße)

Übersicht der Straßen und Plätze Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen, Wege und Plätze im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen.

Name: aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes. Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b angegeben. Der Zusatz im Stadtteil gibt an, dass die Länge die des Straßenabschnitts innerhalb von Sterkrade-Mitte ist, sofern die Straße in benachbarte Stadtteile weitergeführt wird. Der Zusatz ohne Stichstraßen gibt bei verzweigten Straßen die Länge der „Hauptstraße“ an. Der Zusatz (alle Straßenabschnitte zusammen) gibt an, dass die Straße so verwinkelt ist, dass keine „Hauptstraße“ besteht. Stattdessen wird die Länge aller Straßenabschnitte zusammengezählt. Herleitung: Ursprung oder Bezug des Namens Anmerkungen: zusätzliche Informationen Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objekts

Name Länge/Maße (in Metern) Herleitung Datum der Benennung Bemerkungen Bild Ackerfeldstraße 400 Bezug zum Ackerbau Die Ackerfeldstraße ist wie einige Straßen in der Umgebung mit Bezug auf die landwirtschaftliche Nutzung vor der Industrialisierung benannt. Bis 2016 befand sich hier ein Königsreichssaal der Zeugen Jehovas. Die Ackerfeldstraße zweigt westlich von der Steinbrinkstraße ab und führt Richtung Norden. Früher war sie mit der Kalkstraße in der Schwarzen Heide verbunden, ein Teil von ihr hieß damals Ozonstraße. 150px|Ackerfeldstraße Albrechtstraße 280 Prinz Albrecht von Preußen, 1837–1906, Generalfeldmarschall und Herzog von Braunschweig Prinz Albrecht war ein Herrenmeister des Johanniterordens und weihte 1895 das Johanniter-Krankenhaus ein. Daher wurde die ehemalige Mauerstraße 1933 nach ihm benannt, denn sie führt von der Dorstener zur Steinbrinkstraße, direkt an der Mauer des Johanniter-Krankenhauses vorbei. An der Guten Hoffnung 260 Gutehoffnungshütte, ehem. Montanunternehmen Die Straße An der Guten Hoffnung liegt (als Stichstraße zur Bahnhofstraße am Martha-Schneider-Bürger-Platz) in direkter Nähe zum ehemaligen Gelände der Gutehoffnungshütte. Sie führt am Technischen Rathaus und am Reinhold-Krohn-Park vorbei bis zum neuapostolischen Seniorenzentrum „Gute Hoffnung“. Anhalter Straße 30 im Stadtteil Anhalt, ehem. deutsches Land Nur ein winziges Stück der größtenteils auf Tackenberger Gebiet liegenden Anhalter Straße, zwischen Teutoburger Straße und Dreilinden, gehört zu Sterkrade-Mitte. Vor dem Bau der Bundesautobahn 516 allerdings verlief sie bis zur Dorstener Straße. Die südliche Weiterführung bis zur Vestischen Straße ist heute der Vestischen Straße zugeordnet. Arnold-Rademacher-Platz 80 × 20 Arnold Rademacher, 1890–1970, Gewerkschaftler und Stadtverordneter Rademacher war ein Oberhausener Eisenbahngewerkschaftler und Stadtverordneter, der 1933 entlassen und unter den Nationalsozialisten mehrfach in Schutzhaft genommen wurde. Von 1945 bis 1955 war er Leiter der Verwaltungsstelle Sterkrade, von 1958 bis 1961 erneut Stadtverordneter in Oberhausen. Der Arnold-Rademacher-Platz liegt am Sterkrader Bahnhof zwischen Ostrampe, Friedrichstraße und Zur Post. Augustastraße 140 Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1811–1890, Deutsche Kaiserin Die Augustastraße ist eine kleine Verbindung zwischen Postweg und Tirpitzstraße, direkt am Sophie-Scholl-Gymnasium. Zur Zeit der Planung befand sich auf diesem Gelände noch der katholische Friedhof am Postweg. Es sollten zwei Straßen gebaut werden, eine Verbindung nördlich des Friedhofs, die Augustastraße genannt werden sollte, und eine südlich des Friedhofs, die nach Augustas Nachfolgerin den Namen Viktoriastraße erhalten sollte. Es wurde jedoch nur die Augustastraße realisiert. Bahnhofstraße 900 Bahnhof Oberhausen-Sterkrade Die Bahnhofstraße verläuft vom 1856 eröffneten Bahnhof, nach dem sie benannt wurde, durch die Sterkrader Innenstadt, deren Haupteinkaufsstraße sie ist, bis zum Hallenbad Sterkrade an der Holtener Straße. Hier befinden sich der Kleine Markt sowie das Technische Rathaus Oberhausen. An ihrem Teilstück zwischen Eugen-zur-Nieden-Ring und Holtener Straße liegen die beiden Einkaufszentren Hirsch-Center und Sterkrader Tor.