mini|Walkertshofen von Westen Walkertshofen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stauden mit Sitz in Langenneufnach. mini|Altes Staudengehöft in Walkertshofen Gliederung Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Gumpenweiler (Dorf) Hölden (Weiler) Oberrothan (Dorf) Schweizerhof (Einöde) Walkertshofen (Pfarrdorf)
Die Einöden Ebrach und Reute sind keine amtlich benannten Gemeindeteile.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Walkertshofen wurde im Jahr 775 – andere Quellen sprechen von 784 – im Rahmen einer Schenkung erstmals erwähnt. Ein Mann namens Helmker vermachte in dieser Schenkung seine Besitztümer in Singenbach, Ried bei Markt Indersdorf und eben Walkertshofen der Kirche. Zwischen 937 und 957 vertauschte der als Heiliger verehrte Bischof Lampert den Freisinger Besitz in Walkertshofen an einen Edlen namens Papo. Ab 1099 ist eine Ortsadelsfamilie „de Waltgershoven“ nachweisbar, die im Hochmittelalter über einen befestigten Ansitz im Ort verfügte, an den heute nur noch ein Burgstall erinnert. Das Domkapitel Augsburg erwarb Ende des 14. Jahrhunderts erste Güter im Ort und war seit 1492 alleiniger Grundherr. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 868 auf 1076 um 208 Einwohner bzw. um 24 %.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Habertsweiler eingegliedert.
Geschichte der Gemeindeteile Ebrach Ebrach hieß früher Schlierbach. Ausgangs des 19. Jahrhunderts wurde der Name Ebrach in Gebrauch gebracht.
Gumpenweiler Erstmals urkundlich nachgewiesen ist Gumpenweiler im 12. Jahrhundert. Der Ortsname hat seinen Ursprung im Personennamen Gumpo. Gumpenweiler hieß früher Günzenweiler und gehörte zu St. Moritz in Augsburg. Einer Sage nach soll sich ein Schloss mit Gerichtsbarkeit im Ort befunden haben.
Hölden Der Name Hölden bezeichnet einen Ort der auf der Halde liegt. 1546 wird der Ort auch als Halden mit zwei Häusern erwähnt. 1603 gehört er zum Fuggerschen Anteil an Langenneufnach. Um 1700 kam er durch Tausch an das Kloster Oberschönenfeld.
Oberrothan 1316 wird Oberrothan als Teil von Seyfriedsberg erwähnt. Oberrothan, Habertsweiler und der Bucherhof bildeten bis zur Gebietsreform im Jahre 1971 die politische Gemeinde Habertsweiler.
Reute Der Name kommt vermutlich von Rodung. 1863 erbaute ein Firmus Metzler den Einödhof.
Schweizerhof Schweizerhof wurde 1481 erstmals erwähnt.
Politik Gemeinderat Zur Gemeinderatswahl am 15. März 2026 wurden zwei Wahlvorschläge eingereicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,5 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: CSU/Freie Bürger 10 Sitze (82,5 %) Freie Wähler 2 Sitze (17,5 %)
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Erste Bürgermeister. Zur Wahl im März 2026 lag 1 Wahlvorschlag vor. Mit 88,5 % wurde Herr Christoph Endres (CSU/Freie Bürger) gewählt.
Wappen
Gemeindepartnerschaften Mit der französischen Gemeinde Oisseau im Département Mayenne besteht seit 2005 eine Partnerschaft.
Baudenkmäler mini|hochkant|Kirche St. Alban in Walkertshofen
Verkehr Der Haltepunkt Walkertshofen liegt an der Bahnstrecke Gessertshausen–Türkheim. Die Deutsche Bundesbahn legte die Strecke für den Personenverkehr im Mai 1991 still. Die Staudenbahn wird derzeit nur im Ausflugs- und Wochenendverkehr bedient, die Reaktivierung von Gessertshausen nach Langenneufnach ist in Vorbereitung. Das historisch wertvolle hölzerne Agenturgebäude des Walkertshofer Bahnhofs ist bis heute vorhanden.
Weblinks
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Augsburg Kategorie:Stauden (Hügelland) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)