Maradzki Chojniak () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zu Maradki innerhalb der Landgemeinde Sorkwity () im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).

Geographische Lage Maradzki Chojniak liegtOb das heutige Maradzki Chojniak mit dem früheren Maradtkenwalde identisch ist, kann bezweifelt werden. In den polnischen Karten liegt die Ortsstelle mehrere hundert Meter weiter nordöstlich von der einstigen Dorfstelle Maradtkenwaldes, was aber bei den mehreren Einzelgehöften auch bedeuten kann, dass lediglich das Ortszentrum verschoben ist. am Nordufer des Pillacker Sees () inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Mrągowo ().

Geschichte Das einstige Maradtkenwalde bestand aus ein paar kleinen GehöftenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Maradtkenwalde. Der OrtMaradtkenwalde bei GenWiki – mit im Jahre 1905 neun Wohnstätten und 56 EinwohnernGemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1907, S. 276/277. – war bis 1945 ein Wohnplatz innerhalb der Landgemeinde Maradtken (Maradtken) im Kreis Sensburg in der preußischen Provinz Ostpreußen.

In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Maradzki Chojniak“. Heute ist er mit Głodowo (Glodowen, 1938 bis 1945 Hermannsruh) und Wilamówko dem Dorf Maradki zugeordnet, das seinerseits Sitz eines Schulzenamtes () und als solches eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Sorkwity (Sorquitten) im Powiat Mrągowski ist, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Maradtkenwalde in die evangelische Kirche RibbenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 501 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Kobulten im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Maradzki Chojniak kirchlicherseits ganz nach Rybno, sowohl zur dortigen evangelischen Gemeinde, einer Filialgemeinde von Sorkwity in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, als auch zur katholischen Pfarrei innerhalb des jetzigen Erzbistums Ermland.

Verkehr Maradzki Chojniak liegt an einer Nebenstraße, die von Maradki (Maradtken) über Wola Maradzka (Maradtken Abbau) zur Woiwodschaftsstraße 600 bei Borowe (Borowen, 1938 bis 1945 Prausken) führt.

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Sorkwity