Sein großer Sieg ist ein DDR-Kinofilm der DEFA von 1952. Erzählt wird die Geschichte des Mechanikers und Radsportlers Hans Nettermann in dem geteilten Berlin der frühen 1950er Jahre.
Handlung In Ost-Berlin arbeitet Hans Nettermann als Konstrukteur in der Fahrradfabrik „Komet“. In der Betriebssportgemeinschaft ist er Favorit der Straßenfahrer. Sein Traum ist es, einmal Steherrennen zu fahren. Als er die Chance bekommt, das Hobby zu seinem Beruf zu machen, lässt er sich überreden, nach West-Berlin zu gehen. Hans hat zwar sportliche Erfolge, ist aber von den kriminellen Machenschaften im dortigen Berufssport enttäuscht. So schafft es dann auch seine frisch angetraute Ehefrau Marianne, ihn zur Rückkehr nach Ost-Berlin zu bewegen. Am Ende gewinnt er das erste Amateur-Steherrennen in der DDR.
Produktion und Veröffentlichung Der Schwarzweißfilm wurde unter dem Arbeitstitel Sein großer Start gedreht. Er entstand im Atelier Berlin-Johannisthal mit Außenaufnahmen aus Dresden sowie Chemnitz und Umgebung Alfred Bauer: Deutscher Spielfilm Almanach. Band 2: 1946–1955, Filmbuchverlag Winterberg, München 1981, S. 292 und hatte am 8. August im Berliner Kino Babylon und im DEFA-Filmtheater Kastanienallee seine Premiere.Berliner Zeitung vom 8. August 1952, S. 5Neue Zeit vom 8. August 1952, S. 4 Die Rennszenen wurden auf der Radrennbahn von Chemnitz gedreht. Die Fernseh-Erstausstrahlung erfolgte im Programm des Deutschen Fernsehfunks am 16. April 1955.
Hintergrund Vor der jeweiligen Uraufführung wurden DDR-Filme meist von Kommissionen auf die korrekte Ideologie überprüft. In der Folge kam es häufig zu Nachaufnahmen. So passierte es, dass Filme meistens Monate und manchmal länger als ein Jahr nicht zur Uraufführung freigegeben wurden. Auch in diesem Film gab es bei der Handlung eine nachträgliche Korrektur:spiegel.de über den Schauspieler Claus Holm
Rolf Ludwig, später einer der populärsten und meistbeschäftigten Schauspieler der DDR hat hier in einer Nebenrolle als Reporter seinen ersten Kinoauftritt. Der Hauptdarsteller Claus Holm wurde in den Rennszenen vom Erfurter Radsportler Rudi Keil gedoubelt.
Kritiken In der Neuen ZeitNeue Zeit vom 9. August 1952, S. 4 bemerkte Horst J. Nachtweih:
Das Lexikon des internationalen Films schreibt:
Literatur „Progress Filmillustrierte. Sein großer Sieg“, 1952 „Lexikon des Internationalen Films“, Rowohlt Verlag Reinbek, 1995, ISBN 978-3-499-16357-9 (Seite 5008)
Weblinks
Sein großer Sieg bei der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1952 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Radsportfilm Kategorie:Deutsche Teilung im Film