mini|hochkant=1.5|Die Bildauflösungen 8K mit einer Zeilenzahl von 4320 und 4K mit einer Zeilenzahl von 2160 (UHD, Ultra HD) sowie Full HD (2K) mit einer Zeilenzahl von 1080, HD ready mit einer Zeilenzahl von 720 und SD mit einer Zeilenzahl von 576 jeweils mit einem Bildseitenverhältnis von 16:9 und circa 17:9
Zu den 8K-Auflösungen, meistens nur 8K genannt, zählen mehrere Bildauflösungen mit jeweils einer Breite in der Größenordnung von 8000 Pixel. Eine dieser Auflösungen hat horizontal und vertikal jeweils die doppelte Auflösung wie Ultra HD, also Pixel. Das digitale Videoformat mit dieser Auflösung heißt unter anderem 8K UHD. In diesem Format können zwar Videos bei YouTube und Vimeo hochgeladen und angezeigt werden, aber lineares Fernsehen ist nur in Japan über Satellit und Video-on-Demand der großen Anbieter, wie z. B. Netflix, überhaupt nicht möglich.
Allgemeines + 8K-Auflösungen, die in Displays, Kameras und Medien verwendet werden Format Auflösung Seitenverhältnis Pixel Quad Hex XGA (QHXGA) 8192 × 6144 1, 50.331.648 - 8192 × 5120 1,6 41.943.040 Full 8K 8192 × 4608 1, 37.748.736 DCI 8K (Vollformat) 8192 × 4320 1,8 35.389.440 Univisium, 8K 2:1 8192 × 4096 2,0 33.554.432 DCI 8K (CinemaScope-Ausschnitt) 8192 × 3432 2,39 28.114.944 DCI 8K (flach beschnitten) 7992 × 4320 1,85 34.525.440 8K UHD im 3:2-Format, 8K+ 7680 × 5120 1,5 39.321.600 8K Ultra HD (8K UHD) 7680 × 4320 1, 33.177.600 8K UHD 2:1 7680 × 3840 2,0 29.491.200 8K Ultrawide (8K UW) 7680 × 3240 2, 64:27 24.883.200 Dual Ultra HD (DUHD) 7680 × 2160 3, 16.588.800 Aufgrund der nicht genau festgelegten Spalten- und Zeilenzahl ergeben sich verschiedene 8K-Auflösungen und Seitenverhältnisse. Außerdem können zu einer bestimmten 8K-Auflösung mehrere Videoformate existieren, da noch verschiedene Bildfrequenzen, Farbtiefen, Helligkeits- und Farbwerte möglich sind.
Weniger gebräuchlich als bei 4K und 5K sind Bezeichnungen mit einer zweiten Ziffer gefolgt von einem weiteren K, wenn mit Vielfachen von 1000 zusätzlich die Größenordnung der vertikalen Auflösung feststeht. 8K4K wird als Spezifikation von HDMI-Kabeln verwendet, die aber nicht standardisiert ist.
Bedeutung von „K“ Die Abkürzung „K“ wird in der Computertechnik seit langem als Binärpräfix verwendet. Der groß geschriebene Buchstabe „K“ lehnt sich an die Abkürzung „k“ des international standardisierten Präfixes Kilo für 1000 an, steht in der Digitaltechnik aber für den Faktor 210=1024.National Bureau of Standards: Technical Note 571, U.S. Department of Commerce, Vereinigte Staaten von Amerika, 1959, Seite 29 Die Abkürzung 8K bedeutet also = 8192. Bei digitalen Videoformaten steht 8K aber nicht für eine Zahl, sondern für ein Intervall: Bezüglich der horizontalen Auflösung darf 8K zwischen 7680 und 8192 liegen.
Geräte Digitale Wiedergabegeräte wie Computermonitore, Bildschirme, Fernsehgeräte oder Videoprojektoren, sowie Aufnahmegeräte, wie digitale Kinokameras oder Digitalkameras, die eine Spaltenzahl von rund 8000 Spalten unterstützen, können mit dem Attribut „8K“ gekennzeichnet werden. Diese Geräte sind in der Lage, Bilder und Videos mit dieser Spaltenzahl vollständig zu verarbeiten und wiederzugeben, ohne Bildpunkte mittels Downsampling zusammenfassen zu müssen. Bilder und Videos mit geringerer Bildauflösung als 8K können mit Hilfe von Upsampling oder Zeilenverdopplern auf Wiedergabegeräten, die nativ eine 8K-Auflösung unterstützen, formatfüllend dargestellt werden.Berti Kolbow-Lehradt: Für 8K-Fernseher hebt sich der Vorhang allmählich, Netzpiloten Magazin von 11. September 2018, abgerufen am 12. September 2018.
Die erforderlichen Datenmengen – zumindest bei mehr als 30 Bildern pro Sekunde – können nur über das High Definition Multimedia Interface (HDMI) ab der Version 2.1 (Januar 2017) oder über den DisplayPort ab der Version 1.3 (September 2014) zwischen den Geräten übertragen werden. HDMI-Kabel werden gelegentlich mit der nicht standardisierten Spezifikation „8K4K“ angeboten, obwohl sie nur HDMI 2.0 oder sogar nur HDMI 1.4 unterstützen. Die Bezeichnung „Ultra High Speed HDMI“ weist dagegen zuverlässig auf die Unterstützung von mindestens HDM 2.1 hin.
Auflösungen
8192 × 6144 (QHXGA) Die Auflösung von Pixel wird Quad Hex XGA genannt, entspricht einer Bildgröße von 50,33 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 4:3. Anzeigegeräte mit dieser Auflösung gibt es nicht, Kamerasensoren hingegen schon. Die Actionkamera Insta360 Ace Pro 2 nimmt Fotos in dieser Auflösung auf. Das Gleiche gilt für viele Smartphones, darunter das HUAWEI Mate XT , HUAWEI Pura 80 Ultra , Honor 200 5G und realme P3x .
8192 × 5120 Die Auflösung von Pixel entspricht einer Bildgröße von 41,94 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 16:10. Sie ist eine etablierte Spezifikation in der High-End-Kinotechnik: Das klassische, analoge 15-Perforationen-70mm-Filmformat von IMAX besitzt ein natives Bildseitenverhältnis von ca. 1,43:1. Scannt man die maximale Bildfenster-Apertur dieses analogen Films digital ein, um die volle optische Auflösung verlustfrei zu erfassen, gilt das Raster von Pixel in der Branche als das digitale Äquivalent. High-End-Projektionssysteme für 360-Grad-Kuppelkinos in Fulldome-Kinos und Planetarien nutzen diese Auflösung standardmäßig. Digitale Projektoren (z. B. von Herstellern wie Digital Projection oder Christie) werden zu Systemen zusammengeschaltet, um Medien abzuspielen, die in nativen Pixel gerendert wurden.
8192 × 4608 (Full 8K) Die Auflösung von Pixel wird Full 8K, True 8K UHD, 8K 16:9, 8K UHD 4608p oder 8K 16:9 Cinema DCI genannt, entspricht einer Gesamtzahl von 37,75 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 16:9. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Spezialformaten ist diese Auflösung sowohl bei High-End-Kameras als auch bei speziellen Produktionsmonitoren sowie in der PC-Hardware fest integriert.
Video- und Kinokameras Mehrere professionelle Filmkameras nutzen exakt dieses Raster, um das maximale Bild im 16:9-Format aufzunehmen, darunter die Blackmagic PYXIS 12K und URSA Cine 12K , deren hochauflösende Großformatsensoren ein natives Downscaling auf genau Pixel bei bis zu 84 Bildern pro Sekunde erlauben, die Blackmagic URSA Cine 17K 65, welche ebenfalls als High-End-Mittelformatkamera einen Cropping-Modus für exakt dieses Videoformat bietet, und die Insta360 Ace Pro 2, die im Fotomodus das native 4:3-Sensorbild bei einer 16:9-Ausgabe auf exakt 36 Megapixel () umrechnet.
Monitore und Grafikkarten Für Regieplätze am Set oder im Studio gibt es Master-Monitore, die dieses Signal nativ ohne Skalierungsverluste verarbeiten können (z. B. spezielle Vorschau-Lösungen wie das Blackmagic PYXIS Monitor-Kit). Auch Sharp bietet E-Paper- und Signage-Displays (wie das EP-C131) an, die in diesem Auflösungsraster arbeiten. Beim Anschluss eines kompatiblen Bildschirms an ein Notebook wie das Apple MacBook Pro unter macOS Sequoia oder einen Windows-PC mit einer Oberklasse-Grafikkarte (z. B. ab der Nvidia RTX 3090) wird Pixel im System als maximale externe Ausgabeauflösung nativ unterstützt.
Relevanz in der Postproduktion Für Videoschnittsoftware ist dieser Standard ideal. Wer ein Video in dieser Auflösung schneidet, besitzt im Vergleich zu 8K UHD ( Pixel) einen kleinen Pixel-Puffer an allen Seiten. Dadurch lässt sich das Material in Software wie DaVinci Resolve leicht stabilisieren oder im Ausschnitt verändern, ohne dass das Bild für den späteren 8K-Export künstlich vergrößert werden muss.
8192 × 4320 (DCI 8K) DCI 8K ist das Format, welches sowohl horizontal als auch vertikal doppelt so fein wie DCI 4K auflöst und folgende Auflösungen umfasst: Pixel (Vollformat, Seitenverhältnis 256:135 oder ≈ 1,90:1), Pixel (flacher Zuschnitt, Seitenverhältnis 1,85:1) und Pixel (CinemaScope-Ausschnitt, Seitenverhältnis ≈ 2,39:1) Das Format wurde von Digital Cinema Initiatives standardisiert, wird auch als 8K – Digital Cinema Initiatives, Cinema 8K, oder 8K DCI bezeichnet und umfasst mit Pixel die höchste Auflösung, die auf YouTube hochgeladen und dort abgespielt werden kann.
Video- und Kinokameras Fast alle namhaften Hersteller von High-End-Kameras nutzen dieses Raster als ihr natives Aufnahmeformat: Die RED V-Raptor [X] 8K VV ist eine der am häufigsten genutzten Hollywood-Kameras. Sie filmt in nativem DCI 8K ( Pixel) mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Die Sony VENICE2-8K/CINE ist das Flaggschiff von Sony für Kinoproduktionen. Mit der Canon EOS R5 und R5 Mark II ist die Auflösung auch im Consumer- und Hybrid-Bereich angekommen. Diese Kameras filmen im RAW-Modus in exakt Pixel.
Monitore und Projektoren Flanders Scientific (FSI) oder Sony BVM bieten Master-Monitore für die Farbkorrektur an, die ein echtes DCI 8K-Signal entgegennehmen und pixelgenau darstellen oder perfekt herunterskalieren. Moderne Laser-Projektoren für IMAX-Säle oder Premium-Kinos (z. B. von Christie oder Barco) arbeiten nativ mit DCI-Auflösungen, um das extrabreite Kinoband ohne Verzerrungen auf die Leinwand zu werfen.
8192 × 4096 (8K 2:1) und 7680 × 3840 (8K UHD 2:1) Die Auflösung von Pixel heißt 8K 2:1 und entspricht einer Bildgröße von 33,55 MegaPixel. Bei 7680 × 3840 Pixel (knapp 29,5 Megapixel) wird der Begriff 8K UHD 2:1 verwendet. Beide Auflösungen werden auch als Univisium-Format bezeichnet, besitzen das Seitenverhältnis 2:1 und werden bei der Aufnahme von 360-Grad-Videos mit 360-Grad-Kameras und ihrer Wiedergabe in der virtuellen Realität mit Virtual-Reality-Headsets verwendet. Die höhere Auflösung ist die weltweite Standardauflösung für equirektanguläreEquirektanguläre Projektion, in Wikiversity Master-Formate in der VR- und 360-Grad-Videografie. High-End-VR-Kameras wie die Insta360 Titan oder die KanDao Obsidian Pro zeichnen Rohdaten auf, die für den Export auf VR-Brillen standardmäßig in genau Pixel gemastert werden. Maximal die niedrigere Auflösung unterstützen Insta360 X4 , Insta360 X6 , GoPro MAX 2 und Kandao QooCam 3 Ultra . YouTube VR, Facebook 360 und Vimeo verarbeiten hochgeladenes 8K-360-Grad-Material nativ in beiden Auflösungen, das anschließend in der App oder VR-Brille zu einer virtuellen Kugel entzerrt wird.
7680 × 5120 (8K+) Die Auflösung von Pixel entspricht einer Bildgröße von 39,32 MegaPixel und besitzt ein klassisches 3:2-Seitenverhältnis. In Fachkreisen wird dieses Format oft als 8K UHD im 3:2-Format oder kurz 8K+ bezeichnet. Bildschirme oder Fernseher gibt es in dieser Auflösung nicht, aber aufgrund des gleichen Seitenverhältnis wie der Kleinbildfilm ist diese Auflösung im Bereich der professionellen Fotografie der absolute Standard. Die Canon EOS 5DS und EOS 5DS R sind professionelle 50-Megapixel-Spiegelreflexkameras, die in ihren Einstellungen die Option bieten, Fotos im Bildformat „Medium 1“ aufzunehmen. Die Kamera rechnet das Bild dabei vom nativen Sensor-Maximum ( Pixel) exakt auf das standardisierte Raster von Pixel herunter. Viele aktuelle spiegellose Systemkameras mit Sensoren im Bereich von 45 bis 60 MegaPixel nutzen diese Auflösung softwareseitig, wenn Fotografen im Menü eine mittlere Auflösungsstufe für JPEGs oder RAW-Dateien wählen, um Speicherplatz zu sparen, ohne das native 3:2-Seitenverhältnis zu verlieren.
7680 × 4320 (8K UHD) Die Einzelbilder dieser Auflösung haben ein Seitenverhältnis von 16:9 und eine Größe von rund 33 Megapixel. Zur Anwendung kommt das Format als höchste Auflösung bei Vimeo und im japanischen Fernsehen (NHK), das zwei Programme in 8K UHD über Satellit ausstrahlt.
Bezeichnungen Folgende Bezeichnungen werden für diese Auflösung verwendet: Full Ultra High Definition, Full Ultra HD oder Full UHD (abgekürzt FUHD), 8K Ultra High Definition oder 8K Ultra HD (abgekürzt 8K UHD) häufig in Testberichten, Fachzeitschriften und Datenblättern, „8K Ultra HD“ steht auch auf dem offiziellen Zertifizierungsiegel der CTA, Ultra High Definition 8K oder Ultra HD 8K (abgekürzt UHD 8K) im alltäglichen Sprachgebrauch und in Technik-Blogs sowie Handbüchern,