Adolf Karl Kühns, auch Adolf Kühns, (* 17. Mai 1868 in Prag; † 1. Juli 1930 in Berlin) war ein deutscher Sänger, Schauspieler und Regisseur.

Leben mini|Schallplatte von Adolf Kühns (Berlin 1908) Der Sohn des Schauspielers Carl Paul Volkmar Kühns (1832–1905) begann seine berufliche Laufbahn als Schauspieler und Sänger in der Spielzeit 1888/89 am Deutschen Theater in Sarajewo. Er wurde dort als 2. Operettentenor engagiert. Mit seinem vielseitigen Talent konnte er in den Inszenierungen als singender jugendlicher Komiker oder wegen seiner erweiterten Stimmlage als Tenorbariton eingesetzt werden. Die Engagements führten ihn durch Österreich und Osteuropa bis nach Russland. Ab der Spielzeit 1905/06 übernahm Adolf Kühns neben seiner Rolle als Schauspieler auch die Stellung eines Oberregisseurs am Central-Theater in Berlin. In der Spielzeit 1910/11 ging er nach New York an das Deutsche Theater und wirkte dort als Schauspieler und Oberregisseur der Operette. Seine Anstellung endete nach einem Jahr, und er kehrte nach Europa zurück. Die Zeit vor und während des 1. Weltkrieges verbrachte er an verschiedenen Bühnen in Österreich und Deutschland. Adolf Kühns übernahm 1917/18 in Aachen als stellvertretender Direktor des Eden-Operetten-Theaters erstmals zusätzliche administrative Verantwortung. In dieser Eigenschaft wurde er zuletzt am Deutschen Theater in Hannover erwähnt. Sein Lebensende verbrachte er in Berlin.

Von Adolf Kühns existieren einige wenige Platten bei Odeon (Berlin 1908).

Engagements 1889/90: Sarajewo (Bosnien), Deutsches Theater 1891/92: Marburg a. Dr., Stadttheater 1892/93: Triest, Anfiteatro Fenice 1893/94: Wiener Neustadt, K. K. privates Stadttheater 1894/95: Czernowitz (Ukraine), Stadttheater 1895/96: Kronstadt (Siebenbürgen, Rumänien) 1896/97: Magdeburg, Wilhelm-Theater 1897/98: Olmütz, Königliches städtisches Theater 1888/89: Preßburg, Königliches freistädtisches Theater 1899/00; Teplitz-Schönau, Stadttheater Teplitz 1900/01: Innsbruck, Stadttheater 1901/02: St. Petersburg, Aquarium-Theater 1902/03: Reichenberg (Böhmern), Stadttheater 1904/05: Preßburg, Königliches freistädtisches Theater 1905–08: Berlin, Central-Theater 1908–10: Düsseldorf, Apollo-Theater 1910/11: New York (USA), Deutsches Theater 1911/12: Aussig (Böhmen), Subventioniertes Stadttheater 1913/14: Wien, Wiener Operetten-Ensemble (Tournée) 1914/15: Hannover, Mellini-Theater 1916/17: Berlin, Berliner Theater-Ensemble 1917/18: Aachen, Eden-Operetten-Theater 1919/20: Altona, Flora-Theater 1920/21: Berlin, Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater 1921/22: Hannover, Schauburg (Neues Operettenhaus) 1922/23: Dortmund, Olympia-Operettentheater 1923/24: Hannover, Deutsches Theater

Literatur Th. Entsch (Hrsg.): Deutscher Bühnen-Almanach, Berlin. Jahrgang 57 (1893). Neuer Theater-Almanach, Hrsg.: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, 1 (1890) – 25 (1914). Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Hrsg.: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, 26 (1915) – 42 (1931) Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Klagenfurt und Wien. 2. Band 1960, Seite 1124. Paul S. Ulrich: Theater, Tanz und Musik im Deutschen Bühnenjahrbuch, Band 1. Verlag Arno Spitz.

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