350px|Rachmaninows Grab in Valhalla Der russische Komponist Sergei Rachmaninow stirbt im Exil in den Vereinigten Staaten. 350px|Ankündigung der landesweiten Übertragung des von Bernstein dirigierten Konzerts Der 25-jährige Leonard Bernstein leitet als Ersatz für den erkrankten Bruno Walter ein Konzert der New Yorker Philharmoniker und beginnt damit seine Weltkarriere. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1943.
Ereignisse Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg 8. März: Adolf Hitler ordnet an: „Die Festspiele in Bayreuth finden in demselben Umfange statt, wie im vergangenen Jahr. […] Die Festspiele in Salzburg finden nicht statt. Dafür sollen Salzburger Theaterwochen veranstaltet werden, bei denen die im Salzburger Gebiet anwesenden Rüstungsarbeiter und Verwundete an den Vorstellungen teilnehmen.“ (siehe: Totaler Kriegseinsatz der Kulturschaffenden) 23. November: Das Deutsche Opernhaus in Berlin wird bei einem Luftangriff zerstört. Die Exilrussin Anna Marly verfasst in London den Chant des Partisans, das das populärste Lied der französischen Forces françaises libres und der Résistance im Zweiten Weltkrieg wird, und trägt es in den französischsprachigen Sendungen der BBC vor. Im deutsch besetzten Paris beginnt die Konzertreihe Concerts de la Pléiade, mit der der Verleger Gaston Gallimard versucht, französisches Kulturleben unter der deutschen Besatzung aufrechtzuerhalten. Im nationalsozialistischen Vernichtungslager Treblinka wird das Treblinka-Lied auf Anweisung der SS von Häftlingen gesungen.
Jazz 23. Januar: Duke Ellington bringt die Uraufführung seines Orchesterwerks Black, Brown and Beige an der Carnegie Hall in New York. Das Stück wird mit gemischten Kritiken aufgenommen und obwohl es von vielen als Meisterwerk des Jazz bezeichnet wird, kürzt Ellington es in der Folge auf etwa die Hälfte. 8. Mai: Das Duke Ellington Orchestra gelangt mit Don’t Get Around Much Anymore in die Harlem Hit Parade, dem Vorläufer der Rhythm-&-Blues-Charts. Der Song kam dann auf #1.
Klassische Musik und Musiktheater Instrumentalmusik 2. Januar: Spitfire Prelude and Fugue von William Walton wird in der Philharmonic Hall Liverpool mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Leitung des Komponisten uraufgeführt. 18. Januar: Uraufführung der 7. Klaviersonate B-Dur op. 83 von Sergej Prokofjew durch Swjatoslaw Richter in Moskau 10. Mai: Die siebenteilige Komposition Visions de l’Amen für zwei Klaviere von Olivier Messiaen wird in der Galerie Charpentier in Paris durch den Komponisten und Yvonne Loriod uraufgeführt. 4. November: Die 8. Sinfonie von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch wird vom Leningrader Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski uraufgeführt. Wegen der mit seiner 7. Sinfonie kontrastierenden düsteren Stimmung des Werks wird dem Komponisten mangelnder Patriotismus vorgeworfen. Die Sinfonie wird ein Jahr später mit Aufführungsverbot belegt, und erst 1956 wieder aufgeführt. 14. November: Der 25-jährige Leonard Bernstein leitet als Ersatz für den erkrankten Bruno Walter ein Konzert der New Yorker Philharmoniker und beginnt damit seine Weltkarriere. Juhan Aavik: Klavierkonzert
Musiktheater 20. Februar: Die Oper Die Kluge von Carl Orff, die das Märchen Die kluge Bauerntochter der Brüder Grimm zur Vorlage hat, wird in Frankfurt am Main uraufgeführt. 31. März: Das Musical Oklahoma! von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein wird im New Yorker Saint James Theatre uraufgeführt. Das Musical wird bis 1948 ununterbrochen am Broadway laufen, was einen neuen Rekord darstellt. 1. April: Die Oper Das Schloß Dürande von Othmar Schoeck mit dem Libretto von Hermann Burte (nach der gleichnamigen Novelle von Joseph von Eichendorff) wird an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin uraufgeführt. 23. September: Die Kinderoper Brundibár wird erstmals im KZ Theresienstadt aufgeführt (später folgen weitere 54 Aufführungen) 10. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert im besetzten Paris. Oktober: Die Operette Die schöne Carlotti von Willy Czernik wird in Prag uraufgeführt und zum größten Erfolg des Komponisten. 13. November: In Berlin wird die Operette Königin einer Nacht von Will Meisel mit dem Libretto von Just Scheu und Ernst Nebhut uraufgeführt. mini|hochkant|Programm vom 14. November
Musikcharts Vereinigte Staaten Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Harry James & His Orchestra with Helen Forrest – I’ve Heard That Song Before (13 Wochen) The Mills Brothers – Paper Doll (8 Wochen) Bing Crosby with Ken Darby – Sunday, Monday, or Always (7 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Charts in weiteren Ländern
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen Capri-Fischer Ralph Maria Siegel Gerhard Winkler Magda Hain Odeon März 1943 Schlager Have Yourself a Merry Little Christmas Ralph Blane Hugh Martin Judy Garland 1943 Weihnachtslied für den Musicalfilm Meet Me in St. Louis getextet Say a Prayer for the Boys Over There Herb Magidson Jimmy McHugh Deanna Durbin 1943 Filmsong 1944 oscarnominiert in der Kategorie „Bester Song“ One for My Baby (And One More for the Road) Johnny Mercer Harold Arlen Fred Astaire Decca 1943 Pop für das Filmmusical The Sky’s the Limit komponiert
Musikpreisverleihungen Oscarverleihung Beste Filmmusik (Drama/Komödie): Max Steiner – Reise aus der Vergangenheit (Now, Voyager) Beste Filmmusik (Musikfilm): Ray Heindorf, Heinz Roemheld – Yankee Doodle Dandy Bester Filmsong: White Christmas aus Musik, Musik (Holiday Inn) – Irving Berlin Beste Tonmischung: Nathan Levinson – Yankee Doodle Dandy
Pulitzerpreis Pulitzerpreis/Musik: William Schuman – Secular Cantata No. 2. A Free Song
Gründungen Concerts de la Pléiade – Konzertreihe, die ab 1943 in Paris während der deutschen Besetzung durchgeführt wurde
Geboren Januar 2. Januar: Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent († 1999) 3. Januar: Eero Ojanen, finnischer Jazz- und Improvisationsmusiker (Piano), Komponist und Orchesterleiter 3. Januar: Van Dyke Parks, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Arrangeur 5. Januar: Doug Spartz, US-amerikanischer Musiker 6. Januar: Barry Altschul, US-amerikanischer Jazzmusiker 6. Januar: Fitzroy Burroughs, trinidadischer Gospel-, Blues- und Popsänger († 2022) 8. Januar: Lee Jackson, britischer Musiker 9. Januar: Josef Bulva, tschechischer Pianist († 2020) 9. Januar: Scott Walker, US-amerikanischer Sänger, Musiker und Komponist († 2019) 10. Januar: Jim Croce, US-amerikanischer Sänger und Songwriter († 1973) 10. Januar: Peter Strauch, deutscher Theologe, Buchautor und Liedermacher 11. Januar: Max Haas, Schweizer Musikwissenschaftler und Hochschullehrer († 2018) 14. Januar: Mariss Jansons, lettischer Dirigent († 2019) 14. Januar: José Luis Rodríguez González, venezolanischer Sänger und Schauspieler 16. Januar: Gavin Bryars, britischer Komponist und Kontrabassist 17. Januar: Jean-Paul Amouroux, französischer Jazzmusiker († 2022) 17. Januar: Billy Harper, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist 17. Januar: Chris Montez, US-amerikanischer Sänger 17. Januar: Nick Schneider, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2024) 18. Januar: Al Foster, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger († 2025) 18. Januar: Dave Greenslade, britischer Keyboarder († 2026) 19. Januar: Janis Joplin, US-amerikanische Sängerin, Rock- und Bluesmusikerin († 1970) 20. Januar: Rick Evans, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist († 2018) 21. Januar: Steve Potts, US-amerikanischer Jazzsaxophonist 22. Januar: Tigran Alichanow, russischer Pianist († 2023) 22. Januar: Maarten van Regteren Altena, niederländischer Komponist und Kontrabassist 22. Januar: Tamás Cseh, ungarischer Liedermacher, Sänger und Schauspieler († 2009) 22. Januar: Michał Urbaniak, polnischer Jazz-Musiker († 2025) 23. Januar: Gary Burton, US-amerikanischer Jazz-Vibraphonist 23. Januar: Henk Stoop, niederländischer Komponist, Pianist und Kontrabassist 25. Januar: Leny Andrade, brasilianische Jazzsängerin († 2023) mini|hochkant=0.6|Roy Black; * 25. Januar 25. Januar: Roy Black, deutscher Schlagersänger und Schauspieler († 1991) 26. Januar: Jean Knight, US-amerikanische Soul- und R&B-Sängerin († 2023) 27. Januar: Thom Bell, US-amerikanischer Musikproduzent, Pianist, Sänger, Dirigent, Arrangeur und Komponist († 2022) 27. Januar: Karl-Jürgen Kemmelmeyer, deutscher Organist, Dirigent, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge, Autor und Hochschullehrer 28. Januar: Ria Bartok, französische Pop-Sängerin deutscher Herkunft († 1970) 29. Januar: Claes Fellbom, schwedischer Regisseur, Drehbuchautor, Komponist, Librettist und Opernregisseur († 2024) 30. Januar: Knut Mahlke, deutscher Dirigent, Schauspieler und Hörspielsprecher
Februar 1. Februar: Luís Cília, portugiesischer Musiker, Liedermacher und Filmkomponist 4. Februar: Barry Beckett, US-amerikanischer Keyboarder und Musikproduzent († 2009) 5. Februar: Ivan Tcherepnin, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge († 1998) 7. Februar: Margit Sponheimer, deutsche Schlagersängerin 8. Februar: Almeida Prado, brasilianischer Komponist und Pianist († 2010) 9. Februar: Dieter Dierks, deutscher Tonstudiobetreiber und Musikproduzent 9. Februar: Barbara Hagerman, kanadische Sängerin, Chorleiterin und Musiklehrerin († 2016) 9. Februar: Brian Odgers, britischer Fusionmusiker († 2015) 10. Februar: Dương Thụ, vietnamesischer Komponist 11. Februar: Cord Garben, deutscher Pianist, Dirigent, Produzent und Arrangeur 11. Februar: Serge Lama, französischer Chansonnier 11. Februar: Alan Rubin, US-amerikanischer Trompeter († 2011) 11. Februar: Little Johnny Taylor, US-amerikanischer Blues- und Soul-Sänger († 2002) 12. Februar: Frank Baier, deutscher Volkssänger und Liedermacher († 2022) 13. Februar: Randa, libanesische Schauspielerin und Sängerin († 1989) 14. Februar: Eric Andersen, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber 14. Februar: Holmrike Oesterhelt-Leiser, deutsche Rhythmikerin 14. Februar: Maceo Parker, US-amerikanischer Funkmusiker 15. Februar: Georgette Lemaire, französische Sängerin († 2025) 15. Februar: Ewa Michnik, polnische Dirigentin und Generalmusikdirektorin der Opera Wrocławska 16. Februar: Anthony Dowell, berühmter Ballett-Tänzer und Choreograph 16. Februar: Howard Riley, britischer Jazzmusiker († 2025) 17. Februar: Ray Austin, britisch-deutscher Musiker († 2024) 18. Februar: Alice Shields, US-amerikanische Komponistin 19. Februar: Christopher Adey, britischer Dirigent und Violinist 19. Februar: Lou Christie, US-amerikanischer Sänger und Songwriter († 2025) 21. Februar: David Geffen, US-amerikanischer Musik- und Filmproduzent 21. Februar: Monika Rost, deutsche Gitarristin und Lautenistin 24. Februar: Pablo Milanés, kubanischer Poet und Sänger († 2022) mini|hochkant=0.6|George Harrison; * 25. Februar 25. Februar: George Harrison, britischer Musiker (The Beatles) († 2001) 27. Februar: Tom Astor, deutscher Sänger, Komponist, Texter und Produzent 27. Februar: Jimmy Burns, US-amerikanischer Soul-Blues-Gitarrist, Sänger und Songwriter 27. Februar: Morten Lauridsen, US-amerikanischer Komponist 27. Februar: Costin Miereanu, rumänisch-französischer Komponist († 2025) 27. Februar: Dilorom Saidaminova, usbekisch-sowjetische Komponistin 28. Februar: Barbara Acklin, US-amerikanische Soulsängerin und Songschreiberin († 1998)
März 2. März: Elaine Brown, US-amerikanische Gefängnisaktivistin, Schriftstellerin und Sängerin 2. März: Konrad Lang, deutscher Komponist 2. März: Lucas Lindholm, schwedischer Bassist des Modern Jazz († 2025) 2. März: Tony Meehan, britischer Schlagzeuger († 2005) 3. März: Gayle Moran, US-amerikanische Fusionmusikerin