Alexander Alexandrowitsch Morosow (; * in Beschiza, Gouvernement Orjol – 14. Juni 1979 in Charkow) war ein sowjetischer Ingenieur und Panzerkonstrukteur im Range eines Generalmajors der Sowjetarmee. Er leitete das OKB-520 und ist einer der Schöpfer des T-34-Panzers.

Leben mini|Grabstätte Morosows Morosow wurde am 16. Oktober des julianischen Kalenders 1904 in Beschiza (jetzt Ortsteil von Brjansk) geboren. Er besuchte die Sechs-Klassen-Schule und begann 1919 als Angestellter im Charkower Lokomotivwerk zu arbeiten. Später arbeitete er als technischer Zeichner und Konstrukteur und war am Entwurf der ersten Kommunar-Raupentraktoren beteiligt.

Morosow absolvierte seinen Wehrdienst bei der Roten Armee als Kraftfahrer und wurde 1928 aus der Armee entlassen. Von 1929 bis 1931 absolvierte er ein Fernstudium am Moskauer Lomonossow-Institut für Mechanik und Elektrotechnik (jetzt Moskauer Staatliche Technische Universität „Moskauer Automobilmechanik-Institut“). In den späten 1930er-Jahren war er an der Entwicklung der Panzer A-20 und A-32 beteiligt, den Prototyp des Serienpanzers T-34.

Nach dem Tod des Chefkonstrukteurs Koschkin 1940 übernahm Morosow die Leitung des Konstruktionsbüros GP ChKMB in Charkow. Im Oktober 1941 wurde die Fabrik Nr. 183 zusammen mit dem Konstruktionsbüro für die Kriegsdauer nach Nischni Tagil evakuiert. 1943 wurde Morosow in die KPdSU aufgenommen. 1945 wurde er zum Generalmajor-Ingenieur befördert. Nach der Befreiung kehrte die Fabrik mit dem OKB nach Charkow zurück.

Unter Morosows Leitung wurden die Panzer T-64 (1963) und T-64A (1966) entwickelt. Seit Juni 1976 war er Berater beim Charkower Konstruktionsbüro für Maschinenbau und Mitglied des Wissenschaftlich-Technischen Rates des Ministeriums für Maschinenbau der UdSSR.

Morosow wies immer wieder darauf hin, dass .Julian Cooper: Technologisches Niveau der sowjetischen Verteidigungsindustrie. In: Hannes Adomeit, Hans-Hermann Höhmann, Günther Wagenlehner (Hrsg.): Die Sowjetunion als Militärmacht. Stuttgart 1987, S. 194.

Morosow war von 1958 bis 1962 Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR. 1972 wurde er zum Doktor-Ingenieur promoviert.

Er starb am 14. Juni 1979 in Charkow und wurde auf dem Friedhof Nr. 2 beerdigt.

Preise und Auszeichnungen Geehrter Maschinenbauingenieur der UdSSR Held der sozialistischen Arbeit (1943, 1974)Указ Президиума Верховного Совета СССР «О присвоении звания Героя Социалистического Труда товарищам Кочеткову Д. Е., Максареву Ю. Е., Морозову А. А. и Музрукову Б. Г.» от 20 января 1943 года // Ведомости Верховного Совета Союза Советских Социалистических Республик : газета. — 1943. — 28 января (№ 4 (264)). — С. 1. Leninorden (Juni 1942, 1943, 1974) Orden der Oktoberrevolution Kutusoworden I. Klasse Suworow-Orden II. Klasse Orden des Roten Banners der Arbeit (3*) Orden des Roten Sterns Leninpreis (1967) Stalinpreis 1. Klasse (1942, 1946) Stalinpreis 2. Klasse (1948)

Ehrungen Nach Morosow wurden das Charkower Maschinenbautechnikum, das von ihm geleitete OKB und eine Straße in Charkow benannt. In Brjansk wurde am 8. Mai 1982 eine Büste in der Brjansker Maschinenfabrik aufgestellt.

Werke

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Waffentechniker Kategorie:Held der sozialistischen Arbeit Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Ordens der Oktoberrevolution Kategorie:Träger des Kutusowordens I. Klasse Kategorie:Träger des Suworow-Ordens II. Klasse Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens des Roten Sterns Kategorie:Träger des Leninpreises Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“ Kategorie:Abgeordneter (Oberster Sowjet der UdSSR) Kategorie:KPdSU-Mitglied Kategorie:Person (Charkiw) Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1979 Kategorie:Mann