mini|hochkant=1.34|Logo der Mühlenstraße Oberschwaben

Die Mühlenstraße Oberschwaben ist ein 2005 geschaffenes Netz touristisch interessanter Mühlen in Oberschwaben. Rund 100 Mühlen können von innen oder zumindest von außen besichtigt werden; viele von ihnen sind noch in Betrieb, teils wurden Mühlenmuseen eingerichtet. Einige bieten den Verkauf eigener Produkte in Mühlenläden an, manche auch Einkehr- oder Bademöglichkeiten im eigenen Mühlweiher. Den Anstoß zur Mühlenstraße Oberschwaben gaben Gerd Graf und Lutz Dietrich Herbst. Im Dezember 2018 wurde die traditionelle Handwerksmüllerei zusammen mit 17 weiteren Kulturformen in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Mühlen Mühlenwinkel zwischen Iller, Rot und Riss Alb-Donau-Kreis Mahlmühle in Dietenheim Die Wassermühle am mittelalterlichen Gießen der Iller stammt aus dem 16. Jahrhundert, ihre technische Ausstattung mit Riementransmissionen und überwiegend hölzernen Maschinen aus den 1950er Jahren.

Landkreis Biberach Dreherei Schmid in Achstetten Die Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Ölmühle in der Ortsmitte wurde später in eine mechanische Werkstätte umgewandelt. Diese beeindruckt heute noch mit ihrem oberschlächtigen Wasserrad, das über die Dachtraufe hinausragt. Grabenmühle in Berkheim-Eichenberg 1439 als Mahlmühle des Benediktinerklosters Ochsenhausen erwähnt, wurde die Grabenmühle im 18. Jahrhundert um eine Sägemühle und eine Ölstampfmühle erweitert. mini|Weißgerberwalkmühle von 1699 am Bleicherbach in Biberach mini|hochkant|Wasserrad der Oberen Mühle in Biberach Angermühle in Biberach Die 1293 erstmals genannte Angermühle ist eine der bedeutendsten Biberacher Mühlen mit Mühlenstau und Turbine und zugleich die größte Handwerksmühle im Landkreis Biberach. Weißgerberwalkmühle in Biberach Die Biberacher Weißgerberwalkmühle am Bleicherbach in der Ehinger Straße ist die älteste (erbaut 1699) und letzte noch aktive Walkmühle mit mehreren Walkhämmern der Weißgerberei in Deutschland. Wasserrad Obere Mühle in Biberach-Birkendorf Nahe der Insel in der Riß steht das im Jahr 2000 renovierte unterschlächtige Mühlrad mit Eisenkranz und Holzschaufeln. Ursprünglich trieb es eine Sägemühle an. Erstmals erwähnt wurde die Mühle im Jahr 1350. Aymühle in Biberach-Stafflangen Historische Mühle am letzten von mehreren Hochwasserspeichern Biberachs aus dem Mittelalter; Restaurant und Biergarten am Ayweiher Mösmühle in Biberach-Stafflangen Die Mösmühle gehört zu den ältesten noch aktiven Mühlen Deutschlands. Die Geschichte des Standorts geht zurück auf ein Dorf im 8. Jahrhundert. Mahl- und Ölmühle in Erolzheim-Bechtenrot Bereits 1300 als Bannmühle der Herren von Erolzheim erwähnt, ging die Mühle später in den Besitz des Benediktinerklosters Ochsenhausen über. Ende des 18. Jahrhunderts wurde eine zusätzliche Ölmühle eingebaut. 1984 erfolgte die Stilllegung; seit 1996 wird von dort elektrische Energie in das öffentliche Netz eingespeist. Herrenmühle in Erolzheim-Dietbruck Auch die Herrenmühle wurde 1492 als neue Bannmühle der Herren von Erolzheim erbaut. Zur Mahlmühle gehörte auch eine Sägemühle; beide wurden 1974 stillgelegt. Früher trieb das Wasser des mittelalterlichen Mühlkanals der Rot vier unterschlächtige Wasserräder an. Heute wird über eine im Jahr 1909 installierte Turbine und einen gekoppelten Generator elektrische Energie erzeugt. Herrschaftsmühle in Gutenzell-Hürbel-Gutenzell Die vermutlich aus der Zeit der Gründung des Zisterzienserinnenklosters (1237) stammende Mühle besteht aus einem prächtigen Mühlenbau von 1715 und befindet sich im abgeschirmten Bezirk des Klosters. Sägmühle in Gutenzell-Hürbel-Zillishausen Die historische Sägemühle mit Wasserrad an der Rottum ist eine der wenigen voll funktionsfähigen restaurierten Sägemühlen dieser Art in Oberschwaben. Lindenmühle in Hochdorf Nahe der ehemaligen Burg Linden, an einem ausgiebig hervortretenden Quellgrund im Rißtal, der zu einem Burgweiher aufgestaut ist, wurde die Lindenmühle 1454 erstmals erwähnt. Die Burg der Herren von Linden wurde im Bauernkrieg zerstört, die Mühle blieb bis zu ihrer Stilllegung erhalten. Mahlmühle in Ingoldingen-Winterstettendorf Am Fuß der Dorfkirche liegt der Mühlweiher und die 1296 erstmals erwähnte Mühle mit ihrer historischen Einrichtung und einer Turbine. Hofmühle in Ochsenhausen-Goppertshofen Die Hofmühle von 1844 mit Mahlgang und Gerbgang für Dinkel ist eine der beiden letzten Hofmühlen Oberschwabens, die am Originalstandort verblieben sind. Klostermühle in Rot an der Rot Das heutige Gebäude der Mitte des 15. Jahrhunderts erbauten Klostermühle stammt von 1776. Nachdem die Mühle 1928 stillgelegt worden war, erfolgte Mitte der 1990er Jahre die Sanierung. Unterhalb der alten Klostermühle sind nach dem Vorbild barocker Mechanikspiele der Prämonstratenseräbte von Weißenau teils durch Wasserkraft angetriebene Figuren und Geräte in Szene gesetzt. Mahlmühle Spindelwag in Rot Die schon um 1100 erwähnte Mühle am Ölbach wurde Mitte der 1960er Jahre stillgelegt. Heute dient sie als Wohngebäude. Uhl-Mühle in Rot-Haslach Die bereits 1423 als Mühle des Prämonstratenserklosters Rot erwähnte Uhl-Mühle ist heute ein moderner Betrieb mit bis zu 15 Tonnen Auslastung. mini|Schlossmühle in Schwendi Schlossmühle in Schwendi Bereits 1406 als Mahlmühle des Spitals der Reichsstadt Ulm erwähnt, kam diese später in den Besitz der Grafen zu Oettingen-Spielberg, die das Anwesen 1743 als Schlossmühle neu erbauen ließen. Obere Mühle in Tannheim 1529 wurde die im Tannheimer Oberdorf gelegene Mühle als zweite Mahlmühle des Klosters Ochsenhausen erwähnt. Das Mühlengebäude mit einem alten Mahlgang und weiteren historischen Maschinen stammt aus dem Jahr 1914. mini|Mühlenladen der Dinkelmühle Graf (2012) Untere Mühle in Tannheim Seit 1100 liefert der Mühlbach die erforderliche Wasserkraft für die ehemalige Getreidemühle St. Benignus des Klosters Ochsenhausen und heutige Dinkelmühle Graf mit ihrem oberschlächtigen Eisenrad von sieben Meter Durchmesser aus dem 19. Jahrhundert. Die „Tannheimer Seufzerbrücke“ verbindet das alte Mühlengebäude mit einem neueren Kunstmühlengebäude aus den 1920er Jahren. Das Anwesen zieren kleine Modellwasser- und Windmühlen, die der Müller Gerd Graf selbst gebaut hat; er ist einer der beiden Initiatoren der „Mühlenstraße Oberschwaben“.

Hammerschmiede in Ummendorf-Fischbach Die bereits 1586 erwähnte Schmiede wird mit zwei Wasserrädern angetrieben. Die Wasserkraft entstammt dem aufgestauten Tobelbach.

Landkreis Unterallgäu Buxheimer Weiher in Buxheim Der Buxheimer Weiher ist der ehemalige Mahl- und Fischweiher des Kartäuserklosters Buxheim.

Mühlenwinkel zwischen Nau, Blau und Donau Alb-Donau-Kreis mini|Hammerschmiede am Blautopf mini|Obere Mühle in Blaubeuren-Weiler mini|hochkant|Tuffstein-Säge der Laufenmühle in Lauterach mini|Laufenmühle in Lauterach mini|Wasserkraftwerk der ehemaligen Holzstofffabrik in Rechtenstein mini|Wasserkraftwerk in Rottenacker

Hammerschmiede in Blaubeuren Die im Jahre 1742 als Schleifmühle und städtisches Wasserwerk erbaute Hammerschmiede befindet sich am aufgestauten Quelltopf der Blau, nach dem Aachtopf die Quelle mit der zweithöchsten Schüttung in Deutschland. Klausenmühle in Blaubeuren Die in der sechsten Generation im Familienbesitz befindliche Klausenmühle aus dem 15. Jahrhundert ist ein eingetragenes Kulturdenkmal. Sie wurde 1986 stillgelegt, ein Mühlenmuseum befindet sich im Aufbau. Obere Mühle in Blaubeuren-Weiler Vermutlich gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Obere Mühle als Wassermühle des Benediktinerklosters Blaubeuren mit ihrem Wasserrad an der Aach (bis Weiler Ach) erbaut. Getreidemühle in Erbach-Dellmensingen Die ehemalige Ölmühle besitzt noch einen über 200 Jahre alten Mühlenaufzug. Bauhofer-Mühle in Grundsheim 1656 erstmals genannt, wurde die im Mühlengrund des Reutibachs gelegene Mühle 2000 grundlegend modernisiert und arbeitet heute mit 14 Passagen bei 22 Tonnen Auslastung. Ostermühle in Langenau Als Mahlmühle des Zisterzienserklosters in Kaisheim wurde die Ostermühle an der Nau im Jahr 1297 erstmals erwähnt. Die technische Ausstattung mit freistehendem Zuppinger-Wasserrad, Riementransmissionen und überwiegend hölzernen Maschinen befindet sich im Zustand von 1951. Sixenmühle in Langenau 1357 wurde die Wassermühle mit ihrer historischen technischen Ausstattung an der Nau erstmals genannt. Laufenmühle in Lauterach Die ehemalige Mahlmühle des Benediktinerklosters Zwiefalten im unteren Lautertal wurde 1105 erstmals erwähnt und 1889 in der heutigen Form mit prächtigen Treppengiebeln neu aufgebaut. Dom-Mühle in Munderkingen-Algershofen Bereits um 1300 wird für die ehemals vorderösterreichische Stadt Munderkingen eine Stadtmühle erwähnt. Sie ist heute die einzige Flussmühle der oberschwäbischen Donau, die auch innen besichtigt werden kann. Historisches Wasserrad-Pumpwerk in Obermarchtal Der markante Rundbau eines Sammelreservoirs stammt aus dem Jahr 1720. Von hier führt eine Hauptleitung entlang des natürlichen Gefälles zum Kloster Obermarchtal; ein Beispiel für die Leistungen der Klöster auf dem Gebiet der technischen Erschließung des natürlichen Wasserhaushaltes in Oberschwaben. Wasserkraftwerk Alfredstal in Obermarchtal Am Fuße der Prämonstratenserabtei Obermarchtal erbaut, diente das 1903 erbaute Elektrizitätswerk ursprünglich der Energieerzeugung für die einst im Nachbardorf Rechtenstein gelegene Zementfabrik. Heute liefert es im Jahr eine elektrische Energie von 2,5 Millionen Kilowattstunden.

Holzstofffabrik in Rechtenstein Das 1905 anstelle der Burgmühle als Fabrik für Holzschliff für die Papierherstellung erbaute Gebäude besitzt ein Kraftwerk, das die Wasserkraft des Donaudurchbruchs nutzt. Donau-Wasserkraftwerk in Rottenacker Das Donauwehr wurde bereits im Jahre 1470 für die unterhalb gelegene Mühle des Klosters Blaubeuren erwähnt. 1896 erfolgte der Bau des Backsteinbaus mit seinem 25 Meter hohen Schornstein. Neumühle in Rottenacker Die Rottenacker Neumühle von 1850 ist die letzte aktive Donaumühle auf württembergischen Boden, bevor die Donau bei Ulm nach Bayern hinein fließt. Windkraftanlage Haldenberg in Rottenacker Auf dem Haldenberg steht das letzte funktionsfähige Exemplar eines Windrades, mit dessen Hilfe ab 1926 eine Schrotmühle betrieben wurde.

Landkreis Biberach Klostermühle und Mahlweiher in Altheim-Heiligkreuztal Das Wasserrad der bereits um 1470 erbauten und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stillgelegten Klostermühle ist noch vorhanden. Die restaurierte ehemalige Klosteranlage wird heute als Geistliches Zentrum und Bildungsstätte der Stefanus-Gemeinschaft genutzt. Sägemühle in Langenenslingen-Andelfingen 1844 wurde die Mühle mit ihrem hölzernen Wasserrad als Hammerschmiede an der Biber erbaut. Donau-Streichwehr und Wasserkraftwerk in Riedlingen Seit dem 15. Jahrhundert besteht die alte Donaumühle mit ihrem Wehr; später wurde sie in ein kleines Wasserkraftwerk umgewandelt. Im Museum „Schöne Stiege“ werden seltene Zeugnisse der Wassermüllerei gezeigt. Kernmühle in Unlingen Die seit 1300 arbeitende Kernmühle wurde 1676 vom Franziskanerinnenkloster Unlingen (Rathaus) wieder aufgebaut. Sie nutzt heute mit einer modernen Durchströmturbine die Wasserkraft der unteren Kanzach. Schlossmühle in Uttenweiler 1347 wurde die Schlossmühle erstmals als „Angermühle“ des Prämonstratenserklosters Obermarchtal erwähnt, 1723 auf heutige Ausmaße mit Sichtfachwerk vergrößert und als letzte der drei Uttenweiler Mühlen Ende der 1980er Jahre geschlossen.

Landkreis Reutlingen Untere Mühle in Zwiefalten Die ehemalige Wassermühle des Benediktinerklosters Zwiefalten wurde 1910 als Genossenschaftsmühle erneuert und dient heute noch der Stromversorgung für Zwiefalten. Wimsener Mühle in Zwiefalten