Dieser Artikel behandelt das Kunstjahr 1943. zentriert|300px|Zeichnung aus Le petit prince – Die großen Leute Antoine de Saint-Exupéry veröffentlicht seine ErzählungLe Petit Prince mit eigenen Illustrationen.

Ereignisse Raubkunst

In den stillgelegten Werksanlagen des Salzbergwerkes bei Altaussee in der Steiermark wird ab 1943 ein großes Depot für Kulturgüter eingerichtet. Nach den notwendigen Verschalungs- und Verzimmerungsarbeiten gelangen ab August vorerst Kunstschätze aus österreichischen Kirchen, Klöstern und Museen zur Einlagerung. Auch Hermann Göring lässt einen Teil seiner „Privatsammlung“ von seinem Landsitz Carinhall im Bergungsort Salzbergwerk Altaussee einlagern.

Museen und Ausstellungen

5. Januar: Die Exhibition by 31 Women wird in der Galerie Art of This Century von Peggy Guggenheim in Manhattan eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 6. Februar und gilt als eine der bahnbrechenden Kunstausstellungen, bei der einzig Arbeiten von Frauen gezeigt wurden. Ausschließlich Vertreterinnen der künstlerischen Avantgarde nehmen teil. Die 31 Frauen repräsentieren eine junge Generation von Künstlerinnen aus vielen verschiedenen Nationen, die vorwiegend dem Surrealismus, der Abstrakten Malerei und dem Dadaismus nahe stehen.

Architektur

13. April: Anlässlich des 200sten Geburtstags von Thomas Jefferson wird in Washington, D.C. das Jefferson Memorial eingeweiht. mini|zentriert|Jefferson Memorial, Washington, D.C., 1943

Malerei und Zeichnung

28. März: Nach fast vierjähriger Arbeit beendet Max Beckmann die Arbeit an dem Gemälde Traum von Monte Carlo. Das Ölgemälde zeigt verschiedene Personen im Casino Monte Carlo, von denen einige Karten spielen und andere diese Szenerie betrachten. In einzelnen Figuren werden Porträts realer Personen gesehen. Kunstexperten haben dabei Akteure ausgemacht, die führend am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt waren. mini|zentriert|Max Beckmann: Traum von Monte Carlo

6. April: Die Erstausgabe von Antoine de Saint-Exupérys Erzählung Le Petit Prince (Der kleine Prinz) erscheint im französischen Original und einer englischen Übersetzung in New York City.

mini|links|hochkant|Charlotte Salomon: Selbstbildnis, 1940 mini|hochkant|Leben? Oder Theater?, Titelblatt der Bildfolge Unmittelbar vor ihrer Verhaftung am 24. September übergibt die deutsch-jüdische Künstlerin Charlotte Salomon in Villefranche-sur-Mer ein verschnürtes Bündel mit der Aufschrift Eigentum von Mrs. Moore an den ihr vertrauten Arzt Dr. Georges Moridis. Es enthält ihr künstlerisches Lebenswerk mit den Blättern der Serie Leben? Oder Theater? und andere Arbeiten. Moridis versteckt die Hinterlassenschaft in seinem Hauskeller in der Avenue Maréchal-Joffre. Die schwangere Charlotte Salomon wird am 10. Oktober im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. Edward Hopper malt in Öl auf Leinwand die Gemälde Hotel Lobby und Summertime.

Kunstpreise

Der australische Maler und Bildhauer William Dobell erhält erstmals den Archibald Prize.

Geboren Erstes Halbjahr 1. Januar: Allan Starski, polnischer Szenenbildner 3. Januar: Arif Aziz, aserbaidschanischer Künstler 7. Januar: Sadako Sasaki, japanische Hibakusha und Origami-Künstlerin († 1955) 11. Januar: Rémy Zaugg, Schweizer Künstler († 2005) 14. Januar: Oscar Bronner, österreichischer Zeitungsherausgeber und Maler 15. Januar: Michael Hayden, kanadischer Bildhauer

4. Februar: Otto Lohmüller, deutscher Maler, Bildhauer und Autor von Pfadfinder-Abenteuerbüchern 27. Februar: Luiz Aquila, brasilianischer Maler

1. März: Jürgen Alexander Heß, deutscher Illustrator († 2001) 20. März: Gerard Malanga, US-amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher 28. März: Eberhard Göschel, deutscher Maler, Grafiker, Plastiker und Aktionskünstler († 2022)

1. April: Mario Botta, Schweizer Architekt 24. April: Dick Matena, niederländischer Comiczeichner und Autor († 2026) 26. April: Peter Zumthor, Schweizer Architekt 29. April: Bernd Altenstein, deutscher Bildhauer und Hochschullehrer

1. Mai: Claude Auclair, französischer Comiczeichner († 1990) 5. Mai: Carlos Trillo, argentinischer Comicautor († 2011) 13. Mai: Kurt Trampedach, dänischer Maler und Bildhauer († 2013)

2. Juni: Blinky Palermo, deutscher Maler († 1977) 9. Juni: Charles Saatchi, britischer Kunstsammler, Gründer der Saatchi Gallery 13. Juni: Emilio Ambasz, US-amerikanischer Industriedesigner und Architekt 16. Juni: Alfred Grimm, deutscher Objektkünstler, Maler und Zeichner 24. Juni: Juan Carlos Arellano, uruguayischer Künstler

Zweites Halbjahr 1. Juli: Manfred Bockelmann, österreichischer Maler und Fotograf 16. Juli: Wolfram Ebersbach, deutscher Maler 16. Juli: Ulf Göpfert, deutscher Maler und Grafiker 17. Juli: Anselm Prester, deutscher Maler

30. August: Robert Crumb, Künstler, Illustrator und Comic-Künstler

11. September: Vitaly Komar, US-amerikanischer Künstler 29. September: Theo Windges, deutscher Künstler († 2022)

11. Oktober: Thomas Wachweger, deutscher Künstler († 2015)

3. November: Tee Corinne, US-amerikanische Fotografin und Künstlerin († 2006) 6. November: Gert J. Hödl, österreichischer Eis- und Sandkünstler († 2017) 7. November: Joni Mitchell, kanadische Musikerin und Malerin 17. November: Axel Schultes, deutscher Architekt und Stadtplaner 20. November: Suze Rotolo, US-amerikanische Künstlerin († 2011) 21. November: Kasper König, deutscher Kunstprofessor und Kurator († 2024) 26. November: Pierre Antoniucci, französischer Maler 26. November: Juan Antonio Giménez López, argentinischer Comiczeichner 27. November: Jil Sander, deutsche Modeschöpferin

1. Dezember: Wolf-Rüdiger Eisentraut, deutscher Architekt 2. Dezember: Thomas Zaunschirm, deutscher Kunstwissenschaftler 3. Dezember: Lothar Schneider, deutscher Karikaturist 23. Dezember: Bárður Jákupsson, färöischer Maler, Grafiker und Kunstbuchautor

Genaues Geburtsdatum unbekannt Gert Ammann, österreichischer Kunsthistoriker Heinz Josef Angerlehner, österreichischer Industrieller und Kunstsammler Vasco Are, italienischer Künstler († 2001) Gerd Aufmkolk, deutscher Landschaftsarchitekt Cecilia Boisier, chilenische Malerin, Kunstpädagogin und Ausstellungsmacherin († 2026) Danny Yung, chinesischer Künstler

Gestorben

2. Januar: Franz Courtens, belgischer Landschaftsmaler und Kunstpädagoge (* 1854) 4. Januar: Paula Schwarz, deutsch-jüdische Hutmacherin und Geschäftsfrau, Opfer des Nationalsozialismus (* 1872) 14. Januar: Sophie Taeuber-Arp, Schweizer Malerin, Bildhauerin, Textil-Gestalterin, Architektin und Tänzerin der Avantgarde (* 1889)

mini|Stolperstein vor dem Wohnhaus von Gertrud Ulmann in Darmstadt 21. Januar: Gertrud Ulmann, deutsche Malerin und Opfer des Holocaust (* 1876)

6. Februar: Elli Hirsch, deutsche Grafikerin, Illustratorin und Designerin, Opfer des Nationalsozialismus (* 1873) 10. Februar: Paula Straus, deutsch-jüdische Gold- und Silberschmiedin sowie Industriedesignerin, Opfer des Nationalsozialismus (* 1894) 16. Februar: Georges Rivière, französischer Maler, Kunstsammler, Kunstkritiker und Chefredakteur des Journals L’Impressionniste (* 1855) 20. Februar: Arthur Schönberg, deutscher Maschinenbauingenieur und Mitbegründer des Deutschen Museums, Opfer des Nationalsozialismus (* 1874)

10. März: Otto Modersohn, deutscher Maler (* 1865) 13. April: Oskar Schlemmer, deutscher Maler, Bildhauer und Bühnenbildner (* 1888)

5. Mai: Zygmunt Andrychiewicz, polnischer Maler (* 1861) 14. Mai: Abby Williams Hill, US-amerikanische Freilichtmalerin und Aktivistin (* 1861) 23. Juni: Alice Michaelis, deutsche Malerin (* 1875)

1. Juli: Willem Johan Cornelis Arondeus, niederländischer Kunstmaler, Schriftsteller und Widerstandskämpfer (* 1894) 3. Juli: Kurt Friedrich Coelestin Agthe, deutscher Genre- und Landschaftsmaler (* 1862)

14. September: Léonard Misonne, belgischer Landschaftsfotograf (* 1870) 19. September: Alexander Petrowitsch Apsit, lettischer Künstler (* 1880) 21. September: Ladislaus Tuszyński, österreichischer Illustrator, Karikaturist und Trickfilmzeichner (* 1876) 30. September: Naum Aronson, russisch-französischer Bildhauer (* 1872)

10. Oktober: Charlotte Salomon, deutsch-jüdische Malerin und Opfer der Shoa (* 1917) 19. Oktober: Camille Claudel, französische Bildhauerin (* 1864) 28. Oktober: Guillermo Vergara, chilenischer Maler (* 1890)

4. Dezember: Otto Arpke, deutscher Maler, Illustrator und Gebrauchsgraphiker (* 1886) 9. Dezember: Georges Dufrénoy, französischer Maler (* 1870)

Siehe auch

Weblinks