Młynik () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina (Landgemeinde) Sorkwity () im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).

Geographische Lage Młynik liegt am südlichen Ostufer des Jezioro Gielądzkie () inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer westlich der Kreisstadt Mrągowo ().

Geschichte Der vor 1785 Lasker Mühle genannte Ort bestand aus einer bis 1945 zum Forst Sorquitten gehörenden Oberförsterei mit kleinen GehöftenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Lasken. Gegründet wurde er um 1600. 1785 wurde Lasker Mühle als „adlige Wassermühle mit drei Feuerstellen“ erwähnt. Von 1874 bis 1945 war Lasken in den Amtsbezirk Sorquitten () eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Sorquitten, der zum Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Lasken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Lasken stimmten 60 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 113

In Kriegsfolge kam Lasken 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Młynik“. Heute ist es eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Sorkwity (Sorquitten) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg), bis 1998 der Woiwodschaft Ermland-Masuren, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1871 97 1885 115 1905 76 1910 84 1933 67 1939 69

Kirche Bis 1945 war Lasken in die evangelische Kirche SorquittenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 501 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische St.-Adalbert-Kirche Sensburg im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Młynik zur evangelischen Pfarrei Sorwkity in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und außerdem zur katholischen Pfarrei Sorkwity im jetzigen Erzbistum Ermland in der polnischen katholischen Kirche.

Verkehr Młynik liegt an einer Nebenstraße, die von Sorkwity an der polnischen Landesstraße 16 (ehemalige deutsche Reichsstraße 127) entlang des Jezioro Gielądzkie bis nach Zyndaki (Sonntag) führt. In Młynki endet auch eine Straße aus nordöstlicher Richtung von Gązwa (Gonswen, 1938 bis 1945 Gansen) kommend. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Sorkwity