mini|hochkant|Jörg Drehmel (1970) Jörg Drehmel (* 3. Mai 1945 in Trantow; † Mai 2026) war ein deutscher Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner, der – für die DDR startend – im Dreisprung erfolgreich war. Seine größten Erfolge waren die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1972 in München und der Europameistertitel 1971.
Leben Jörg Drehmel versuchte sich zunächst als Speerwerfer und Zehnkämpfer und wechselte 1966 zum Dreisprung. Sein erster großer Erfolg war der Sieg beim Europacup 1970 in Stockholm, wo ihm zugleich als erstem Deutschen ein als Rekord gültiger Dreisprung über 17 Meter gelang. Seine Siegerweite von 17,16 m bei den Europameisterschaften 1971 in Helsinki konnte nicht als Rekord gezählt werden, da dabei zu viel Rückenwind herrschte. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München sprang er mit 17,31 m persönliche Bestleistung.
Er startete für den ASK Vorwärts Potsdam und trainierte bei Heinz Rieger. Zu seiner Wettkampfzeit war er 1,87 m groß und wog 83 kg. In den nach der Wende öffentlich gewordenen Unterlagen zum Doping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlern auch der Name von Drehmel.Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 181
Nach Ende seiner Sportlerkarriere wurde Jörg Drehmel ab 1977 Nachwuchstrainer für Weit- und Dreisprung. Nach der deutschen Wiedervereinigung verlor er diese Stelle und wurde später Mitarbeiter beim Brandenburger Landessportbund. Er war ehrenamtlicher Übungsleiter Sprung beim SC Potsdam. Drehmel wohnte in Stahnsdorf bei Potsdam.
mini|hochkant|Jörg Drehmel wird 1969 DDR-Meister im Dreisprung
Erfolge Europameisterschaften 1969: 6. Platz (16,23 m) Europapokalfinale 1970: 1. Platz (17,13 m) Europameisterschaften 1971: 1. Platz (17,16 m w-ungültig-16,55-16,73-ungültig-16,56; w=Windunterstützung) Olympische Spiele 1972: 2. Platz (ungültig-17,02-ungültig-ungültig-17,31 m-15,34) Europameisterschaften 1974: 4. Platz (16,54 m) DDR-Meister 1969, 1970, 1971, 1972, 1974
Auszeichnungen 1971 und 1972: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
Literatur Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
Einzelnachweise
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