mini|Pfarrkirche Steyr-Gleink von Südosten
Die Pfarrkirche Steyr-Gleink steht im gleichnamigen Steyrer Stadtteil. Das römisch-katholische Kirchengebäude mit dem Patrozinium Hl. Andreas ist die ehemalige Gleinker Stiftskirche und die Pfarrkirche der Pfarre Steyr-Gleink in der Diözese Linz.
Geschichte und Architektur mini|Mittelschiff mit Blick zum Hochaltar
Eine erste Weihe einer romanischen Kirche fand im Jahr 1273 statt. Im 15. Jahrhundert wurde sie im gotischen Stil umgebaut und erweitert. Der Chor stammt aus dieser Zeit. Neuerliche Weihe war 1436. Von der Mitte des 17. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts fand eine barocke Umgestaltung statt. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche als dreischiffige, fünfjochige Säulenbasilika mit Gewölbefresken stammt aus dieser Zeit. Diese Fresken wurden ursprünglich von Johann Georg Daller von 1708 bis 1709 gemalt und von 1884 bis 1886 von dem Maler und Restaurator Anton Stern übermalt. Ihr vorheriger Zustand wurde während der Renovierungsarbeiten im Jahr 1954 sowie von 1981 bis 1994 so weit wie möglich wiederhergestellt. Im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert wurde der westliche zum Klosterhof gelegene Kirchturm auf 43 Meter erhöht. Es ist unklar, ob er bis auf die romanische Zeit zurückgeht. Seit 1784 ist die ehemalige Stiftskirche Gleink eine Pfarrkirche. Kirchenpatron ist der heilige Andreas.Adolf Bodingbauer: Pfarrgemeinde Steyr-Gleink – Geschichtliches auf dioezese-linz.at. Aufgerufen am 26. Juli 2026
Ausstattung Innerers mini|hochkant|Chor mit Altar
Der im Knorpelwerkstil gestaltete Hochaltar stammt laut Chronogramm-Inschrift von 1664 und wird Sebastian Gründler aus Kremsmünster zugeschrieben. In der Mittelgruppe befinden sich Statuen von Maria mit dem Jesuskind, flankiert von Benedikt von Nursia und Papst Gregor dem Großen. Außen links eine Statue Heinrichs des II. und rechts seiner Ehefrau Kunigunde. Im Auszug darüber der heilige Andreas flankiert vom heiligen Sebastian und dem heiligen Rochus. Den Abschluss im Aufsatz darüber bildet eine später hinzugefügte Figurengruppe der heiligen Dreifaltigkeit von um 1900. mini|Positiv der Orgel mit musizierenden Putten
Die Orgel stammt ursprünglich aus dem Jahr 1732. Sie wurde von Johann Christoph Egedacher errichtet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau mit Pneumatisierung. Eine Rekonstruktion führte die Schweizer Orgelbaufirma Bernhardt Edskes aus. Die mehrteilige Anlage verfügt über zwei Manuale und Pedal mit zwanzig klingenden Registern sowie drei Nebenregistern. Sie ist mit einer rein mechanischen Traktur sowie einer Keilbalganlage mit Tretvorrichtung ausgestattet. Am Positiv befinden sich musizierende Putten. Diese werden Johann Franz Schwanthaler zugeschrieben.
Das schmiedeeiserne Vorhallengitter zeigt Akanthusspiralen und im oberen Teil einen doppelseitig bemalten Wappenschild: von außen das Stiftswappen und von innen das Wappen des Abtes Rupert II. von um 1710.
Die Bänke in den Kirchenschiffen stammen aus den 1770er Jahren. Sie gehörten ursprünglich zur Ausstattung der Kirche des Bürgerspitals, die unter Kaiser Joseph II. profaniert wurde. Die Bänke in der Vorhalle mit geschnitzten Stuhlwangen sind älter und stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Der barocke Opferstock in der Vorhalle besteht aus rotem Marmor.
Äußeres Die beiden Löwenkopf-Türzieher am Eingangsportal sind romanisch und stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Andreaskirche (Patrozinium) Kategorie:Kirchengebäude in Steyr Kategorie:Pfarrkirche in der Diözese Linz Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Oberösterreich Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Baudenkmal (Oberösterreich) Steyr Kategorie:Dekanat Steyr