Adelheid Sandhof (* 24. Februar 1950 in Neustrelitz) ist eine deutsche Malerin.

Leben Adelheid Sandhof nahm nach dem Schulbesuch in Neubrandenburg mit dem Abiturabschluss 1968 eine Arbeit als Schalterangestellte bei der Deutschen Post und als Keramikmalerin beim Zentrum Bildende Kunst Neubrandenburg auf. Dann studierte sie von 1971 bis 1978 an der Kunsthochschule Berlin in Weissensee bei Fritz Dähn und dem späteren Mentor Dieter Goltzsche. Seitdem ist sie freischaffend tätig, wobei sie von 1978 bis 1981 einen Fördervertrag hatte. Sie war bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Dann begann sie eine Weiterbildung für psychologische Beratung, die sie über 5 Jahre als Nebentätigkeit ausübte. Von 2000 bis 2007 lebte sie in Konstanz als freischaffende Malerin mit Nebentätigkeiten im sozialen Umfeld. Seit 2007 lebt und arbeitet Adelheid Sandhof in der Schweiz, zunächst in Rheinau ZH und seit 2013 im Bergdorf Mund Naters. Adelheid Sandhof hat zwei Söhne und eine Tochter.

Sie initiierte und kuratierte die erste Ausstellung des Malers Ernst Schroeder 1986 in Neubrandenburg. Für sie wichtige Begegnungen waren die mit ihren Kommilitoninnen Sylvia Hagen, Margot Sperling und Gertraud Wendland, dem Geiger Bernhard Forck, der viel gezeichnet wurde, Ernst Schroeder, Manfred Böttcher, Lothar Böhme, Dieter Goltzsche, Werner Stötzer, Albert Wigand, Kurt Querner und Otto Niemeyer-Holstein.

Adelheid Sandhof visualisiert Gesehenes, Erlebtes und arbeitet mit dem Zufall. Sie verwendet in ihrer Malerei Übermalungen, unterschiedliche Materialien und gebrauchte oder gefundene Sammelstücke. „Oft sind es Dinge, die ihren eigentlichen Gebrauchswert scheinbar schon vergeben haben: getönte Flaschen, Schalen, Zeitungsblätter, Stoffreste, Zuckertüten, aufgespannte Fächer u. a. Eine Sammlung aus täglich Notwendigem und der stillen Welt der Träume.“ „In ihrem Werk steht das Bemühen, die künstlerische Haltung zu entwickeln und darüber ein bestimmtes Lebensverhältnis zu vermitteln, aus sich heraus zu schöpfen, die natürliche Ordnung der Dinge des Lebens aufmerksam beobachten und die Empfindungswelt anderer über die Begegnung mit sich selbst zu berühren.“Bettina Schirdewan, 1988 Rede zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Mitte Berlin

Ausstellungen (Auswahl)

1979 und 1984: Bezirkskunstausstellung Neubrandenburg

1984: Junge Künstler der DDR, Altes Museum, Berlin

1987/88: X. Kunstausstellung der DDR, Dresden

1987: Collagen Club Johannes R. Becher, Neubrandenburg 1988: Vier Temperamente, Kunstsammlung Neubrandenburg (mit Margot Sperling, Gertraud Wendlandt, Sylvia Hagen) 1988: Galerie Mitte Berlin, Personalausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen 1993: Galerie Friedländer Tor, Neubrandenburg, Personalausstellung 1997: Zeitgleich Wollhalle Güstrow, mit Gertraud Wendlandt, Sybille Leifer, [Margret Middell], Annelise Hoge in Güstrow 1997: Stipendiaten, Kunstsammlung Neubrandenburg Kunstsammlung Neubrandenburg 2010: Vogel, Glas und Wagenrad, Personalausstellung zum 60. Geburtstag, Kunstsammlung Neubrandenburg 2012: Frauenbilder in Ost und West, Diva und Heldin, Berlin, Unter den Linden, Gruppenausstellung, Kuratorin Simone Tippach-SchneiderKulturelle Projekte, abgerufen am 12. September 2018Ausstellung: Abbildung, abgerufen am 12. September 2018 2013: Artfenster der SGBK in Zürich, neben Kunsthaus 2013: Alte Kaserne Winterthur, Personalausstellung, Stillleben, 2016: Bergbilder im Alten Werkhof Brig, Personalausstellung, Brig 2018: Sommerausstellung (mit visarte Mitgliedern) im Schloss Leuk, in LeukAgenda/Kunst vom Keller bis zur Kuppel, abgerufen am 12. September 2018 2018: Installation Landart Twingi, abgerufen am 12. September 2018 2018: Vom Leuchten der Farben, Museum Schwerin, BeteiligungAktuelles/Sonderausstellung:Vom Leuchten der Farben, abgerufen am 12. September 2018

Ankäufe und Sammlungen (Auswahl) Kunstsammlung Neubrandenburgständige Ausstellung aus dem Archiv, abgerufen am 12. September 2018 Lindenau-Museum AltenburgLindenau-Museum Altenburg, abgerufen am 12. September 2018 Kunstarchiv Beeskow Museum Schwerin, Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern Mediathek Wallis

Literatur (Auswahl)

Sandhof, Adelheid. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 811

Kataloghefte Staatliche Kunstsammlung Neubrandenburg, Galerie am Pferdemarkt, vier Temperamente, 1. Dezember 1988 bis 8. Januar 1989. Druckerei E. Weinert, BT Pasewalk, Zeichnungen und Aquarelle, 13. Juni bis 11. Juli 1988, Galerie Mitte Berlin, 18 BM 531/88 0,200 II/88 326 Diva und Heldin, Frauenbilder in Ost und West, Katalog zur Ausstellung 2012, Unter den Linden, Berlin, Star Media 2012, ISBN 978-3-9813375-3-2 brig do brig, Heft zur Ausstellung visarte in Kroatien, 2017 Landart Twingi, Heft zur Landart 2018 Heft zur visarte Sommerausstellung im Schloss Leuk, 2021 Extrablatt, Corona-Arbeiten, 2019, erschienen bei up-side Edition, https://www.visarte-wallis.ch/extrablatt/ Weblinks Adelheid Sandhof auf visarte Website von Adelheid Sandhof Archiv Adelheid Sandhof

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Frau