Heinrich Eichinger (* 24. Dezember 1892 in Würzburg; † 1. März 1965 in München) war ein deutscher Turner und Turnlehrer des TSV 1860 München.
Leben Eichinger wurde am 24. Dezember 1892 in Würzburg als Sohn des Theatergarderobier Karl Eichinger und seiner Frau Apollonia geboren. Er ar als Turner aktiv. 1918 wechselte er von der Turngemeinde Würzburg 1848 zum TSV 1860 München. 1926 beendete er seine aktive Laufbahn und wurde bei den Löwen Vorturner und Trainer der ersten Mannschaft der Turner. 1928 wurde er zum Oberturnwart ernannt und in dieser Funktion am 28. März 1933 bestätigt.
1936 leitete er die Arbeitsgemeinschaft München der Olympiaturner. 1937 wurde er Gaufachwart für den Bereich Turnen.
1938 wurde er Mitglied der NSDAP. Er gehörte auch seit 1935 der deutschen Arbeitsfront (DAF) und der NS-Volkswohlfahrt an. Von 1938 bis 1940 war er Fördermitglied der SS und 1943/44 Blockwart.
Bei der Firma Siemens in München arbeitete er als Abteilungsleiter. Nach seiner Entlassung war er in einer Polsterei in München tätig. Am 6. Dezember 1946 wurde er von der Spruchkammer München VI als Mitläufer (Stufe IV) zu einer Vermögenssperre und einem Beschäftigungsverbot bei Siemens verurteilt. Am 5. August 1947 verurteilte ihn die Spruchkammer zusätzlich zu einer Geldstrafe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er erneut in führenden Funktionen für den Deutschen Turner-Bund tätig, u. a. 1957 als Betreuer der Nationalmannschaft.
Eichinger war auch als Kampfrichter tätig.
Weblinks Badische Presse 04/05/1936 Hamburger Abendblatt 17/05/1951 Hamburger Abendblatt 03/06/1957 Hamburger Abendblatt 15/03/1960
Einzelnachweise
Kategorie:Turner (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1965 Kategorie:Mann