Rehain ()Ernst Eichler: Die Ortsnamen der Niederlausitz. 1. Auflage. Verlag VEB Domowina, Bautzen 1975, S. 185. ist ein Wohnplatz in Lindthal, einem Ortsteil der amtsangehörigen Gemeinde Massen-Niederlausitz im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Der Ort gehört dem Amt Kleine Elster (Niederlausitz) an.
Lage Rehain liegt in der Niederlausitz, etwa neun Kilometer nordöstlich der Stadt Finsterwalde und 12 Kilometer südwestlich von Calau. Umliegende Ortschaften sind die zur Stadt Calau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gehörenden Dörfer Schrakau im Norden und Gollmitz im Nordosten, der Bronkower Ortsteil Rutzkau im Osten, der Ortsteil Göllnitz im Südosten, der zur Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf gehörende Ortsteil Lieskau im Süden, Lindthal im Westen und Babben im Nordwesten.
Rehain liegt am Ende einer Sackgasse, die im drei Kilometer entfernten Lindthal von der Kreisstraße 6227 abzweigt. Der Ort liegt an der Kleinen Elster. Nördlich führt die Bahnstrecke Lindthal–Altdöbern Süd an Rehain vorbei; etwas weiter nördlich die Bahnstrecke Halle–Cottbus.
Geschichte Das Dorf Rehain wurde im Jahr 1479 mit dem Namen „Roheim“ erstmals urkundlich erwähnt, der Ortsname beschreibt ein Dorf in einem gehegten Wald, in dem es Rehe gibt. Aus dem ursprünglichen Ortsnamen entwickelte sich über „Rehann“ im Jahr 1542 und „Rehan“ im Jahr 1608 das heutige Rehain.
Vor dem Wiener Kongress und den dort beschlossenen Gebietsabtretungen des Königreiches Sachsen an das Königreich Preußen gehörte Rehain zu Sachsen. Ab 1816 gehörte der Ort zum Landkreis Luckau der preußischen Provinz Brandenburg. 1840 hatte Rehain laut der Topographisch-statistischen Übersicht des Regierungsbezirks Frankfurt a.d.O. 9 Wohngebäude mit 71 Einwohnern. Der Ort war der Standesherrschaft Drehna angehörig und war damals nach Göllnitz eingepfarrt.Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Frankfurt a. d. O. Gustav Harnecker’s Buchhandlung, Frankfurt a. O. 1844 Online bei Google Books, S. 160. 1864 hatte Rehain 73 Einwohner.Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Frankfurt a. O. Verlag von Gustav Harnecker u. Co., 1867 Online bei Google Books, S. 184.
Bis 1815 gehörte Rehain zum Luckauischen Kreis, dieser wurde nach den Gebietsänderungen des Wiener Kongresses in den Landkreis Luckau umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Gemeinde zunächst in der Sowjetischen Besatzungszone und anschließend in der DDR. Bei der am 25. Juli 1952 in der DDR durchgeführten Kreisreform wurde die Gemeinde dem Kreis Finsterwalde im Bezirk Cottbus angegliedert. Am 1. Oktober 1973 erfolgte die Eingemeindung in die Nachbargemeinde Lindthal. Nach der Wende wurde der Kreis Finsterwalde in Landkreis Finsterwalde umbenannt und schließlich aufgelöst, die Gemeinde Lindthal mit dem Ortsteil Rehain wurde dem Landkreis Elbe-Elster zugeordnet und schloss sich dem Amt Kleine Elster (Niederlausitz) an. Am 31. Dezember 1997 schloss sich die Gemeinde Lindthal mit drei weiteren Gemeinden zu der neuen Gemeinde Massen-Niederlausitz zusammen. Rehain ist seitdem ein Wohnplatz dieser Gemeinde.
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Rehain von 1875 bis 1971Jahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr Einwohner187586191047193337194664196436189058192537193931195060197139
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Niederlausitz Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Massen-Niederlausitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster) Kategorie:Ersterwähnung 1479 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973