Eugen Kozak (; * 21. Dezember 1857 in Slobozia-Banilla, Ostgalizien, Kaisertum Österreich; † 5. September 1933 in Czernowitz, Rumänien) war ein Bukowiner Kirchenslawist und Landeshistoriker.

Leben Eugen Kozak kam im Dorf Slobozia-Banilla, dem heutigen Sloboda-Banyliw im Rajon Wyschnyzja der westukrainischen Oblast Tscherniwzi zur Welt. Kozak besuchte das k.k. I. Staatsgymnasium Czernowitz.The „Czernowitz Imperial-Royal I. State Gymnasium“ Graduates 1850–1913 (czernowitz.blogspot.de) An der Franz-Josephs-Universität studierte er Philosophie und griechisch-orientalische Theologie. Weiterführende Studien zur Slawistik und Indogermanistik betrieb er an der Universität Wien. Am 18. Dezember 1891 wurde er in Wien zum Dr. phil. promoviert.Dissertation: Der Czernowitzer Sbornik vom Jahre 1359.Nationaleigentum – Abteilung der seltenen Bücher und Handschriften (Universität Czernowitz) Ab 1892 betrieb Sylvester Morariu-Andriewicz die Errichtung einer Lehrkanzel für kirchenslawische Sprache und Grammatik an der Franz-Josephs-Universität. 1899 erhielt Kozak ein Extraordinariat.https://archive.org/stream/diekkfranzjosep00univgoog/diekkfranzjosep00univgoog_djvu.txt Vorlesungen und Prüfungen erfolgten in Ruthenisch und Rumänisch, den beiden Sprachen der Diözese der Bukowina und Dalmatiens. Seit 1905 Ordinarius, wurde Kozak für das akademische Jahr 1907/08 zum Rektor der Franz-Josephs-Universität gewählt. In seiner Inaugurationsrede am 9. Dezember 1907 widmete er sich der Bedeutung des Kirchenslawischen.Thema: Die Bedeutung des Kirchenslavischen in theoretischer und praktischer Beziehung. Für die Altruthenen wurde er 1911 in den Bukowiner Landtag gewählt.Thomas Hensellek: Die letzten Jahre der kaiserlichen Bukowina: Studien zur Landespolitik im Herzogtum Bukowina 1909 bis 1914 (2002/2011) Als die Bukowina nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ungarisch-Rumänischen Krieg an Großrumänien gefallen war, wurde Kozak nicht in den akademischen Senat der Universität Czernowitz übernommen.

Veröffentlichungen Die Inschriften aus der Bukovina epigraphische Beiträge zur Quellenkunde der Landes- und Kirchengeschichte. T. 1, Steininschriften mit 27 Textillustrationen. Wien 1903. mit V. Jagić: Die biblisch-apokryphe Literatur bei den Slaven. Die älteste Urkunde des Klosters Putna. Wien 1904.

Einzelnachweise

Kategorie:Slawist Kategorie:Rektor der Franz-Josephs-Universität Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bukowina) Kategorie:Hochschullehrer (Czernowitz) Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1933 Kategorie:Mann