Michałówek (deutsch: Michelsdorf) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Niemodlin, im Powiat Opolski, der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Michałówek liegt etwa drei Kilometer nordöstlich von Niemodlin (Falkenberg) und etwa 22 Kilometer westlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene.
Nordwestlich von Michałówek liegt Gościejowice (Heidersdorf), nordöstlich Sosnówka (Kieferkretscham), südöstlich Grodziec, südwestlich Sady und westlich Niemodlin (Falkenberg O.S.).
Geschichte Michelsdorf wurde 1768 durch Michael Graf von Zierotin als Kolonie gegründet, die zunächst aus 12 Siedlerstellen bestand und zu Baumgarten gehörte.Heimatverein des Kreises Falkenberg O/S (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Falkenberg in Oberschlesien. Scheinfeld 1971, S. 212–213.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Michelsdorf ab 1817 zum Landkreis Falkenberg O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestand das Dorf aus 15 Häusern, ub deben 88 Einwohner lebten, davon neun evangelische.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 408. 1855 waren es 587 Einwohner. 1865 zählte das Dorf zwölf Häuslerstellen. Eingeschult waren die Schulkinder nach Baumgarten.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1143. 1874 wurde der Amtsbezirk Tillowitz gebildet, dem die Landgemeinden Baumgarten, Ellguth-Tillowitz, Michelsdorf, Schedliske, Schiedlow, Seifersdorf, Tillowitz und Weiderwitz und die Gutsbezirken Baumgarten, Ellguth-Tillowitz, Schedliske, Schiedlow, Seifersdorf, Tillowitz und Weiderwitz eingegliedert wurden.Amtsbezirk Tillowitz 1885 zählte Michelsdorf 95 Einwohner.Kreis Falkenberg O.S.
1933 lebten in Michelsdorf 83 Einwohner, 1939 waren es 76 Einwohner. Bis Kriegsende 1945 gehörte Michelsdorf zum Landkreis Falkenberg O.S.
Am 18. März 1945 rückte die Rote Armee im Dorf ein. Danach kam der bisher deutsche Ort Michelsdorf unter polnische Verwaltung und in Michałówek umbenannt. Am 20. Juni 1946 wurde die verbliebene deutsche Bevölkerung, soweit sie nicht vorher geflohen war, vertrieben. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole. 1999 kam der Ort als Teil der Gmina Niemodlin zum wiedergegründeten Powiat Opolski.
Sehenswürdigkeiten Steinernes Wegekreuz
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Niemodlin Kategorie:Straßendorf