Werner Otto Müller-Hill (* 1885 in Freiburg im Breisgau; † 1977) war ein deutscher Jurist.
Leben Müller-Hill wurde als Sohn eines Ingenieurs in Freiburg im Breisgau geboren. Er studierte Jura und arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg als Anwalt. Während des Krieges war er als Kriegsrichter tätig, während der Weimarer Republik wieder als Anwalt.
Müller-Hill meldete sich 1939 freiwillig bei der Wehrmacht, stand dem Nationalsozialismus aber distanziert gegenüber. Er war als Heeresrichter tätig. In seinem während des Kriegs entstandenen Tagebuch kritisierte er 1944 unter anderem den hoffnungslosen Kampf im längst verlorenen Krieg. In der Nachkriegszeit war er als Staatsanwalt tätig.
Sein 2012 veröffentlichtes Tagebuch „Man hat es kommen sehen und ist doch erschüttert“ erlangte bundesweite Bekanntheit und wurde zahlreich rezipiert.
Er war der Vater des Genetikers Benno Müller-Hill.
Schriften
Weblinks Kurzbiografie von Werner Otto Müller-Hill Besprechung des Tagebuches Deutschlandfunk.de, 4. Februar 2013 (abgerufen am 23. August 2018)
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