Johann Georg Ferdinand Rosenhagen (* 16. November 1830 in Ahrensburg; † 30. Januar 1920 in Altona) war ein preußischer Regierungsrat sowie Senator und Bürgermeister der Stadt Altona.
Leben Johann Georg Ferdinand Rosenhagen wurde als Sohn des Gutsinspektors Georg Christoph Rosenhagen in Ahrensburg geboren. Christian Wilhelm Gustav Rosenhagen war sein älterer Bruder. Als Schüler wurde er von Pastor Carl Nicolaus Kähler in Flemhude unterrichtet,Paul Th. Hoffmann: Der Altonaer Bürgermeister Rosenhagen und seine Zeit. In: Altonaer Nachrichten, 28. August 1934 (online), dort wird fälschlich dessen Sohn Gregor Clemens Kähler als sein Lehrer genannt. bevor er die Gymnasien in Flensburg und Schleswig besuchte. 1848 ging er als Freiwilliger zur Schleswig-Holsteinischen Armee und nahm im Zuge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1850 an der Schlacht bei Idstedt teil. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft in Kiel und Jena und wurde 1855 nach bestandenem Examen Justizsekretär in Wandsbek.
Nach 1864 arbeitete er für die neu eingerichtete preußische Verwaltung in Schleswig, zuletzt als Regierungsrat, bevor er 1870 in Altona zum Senator gewählt wurde. 1883 schließlich wurde er zweiter Bürgermeister der StadtBrockhaus' Konversations-Lexikon. Vierzehnte, vollständig neubearbeitete Auflage. Neue Revidierte Jubiläums-Ausgabe. Erster Band, Leipzig 1901, S. 476 (online). und übte dieses Amt bis 1908 aus. Zusätzlich führte er 1905 für ein Dreivierteljahr kommissarisch die Amtsgeschäfte des Oberbürgermeisters der Stadt.Paul Th. Hoffmann: Der Altonaer Bürgermeister Rosenhagen und seine Zeit. In: Altonaer Nachrichten, 28. August 1934, (online).
Seit 1865 war Rosenhagen mit Emily, geb. Lundt, verheiratet, ihr ältester Sohn war der Philologe Gustav Rosenhagen.Wolfgang Bachofer: Rosenhagen, Gustav. In: Hamburgische Biografie. Band 2, Christians, Hamburg 2003, ISBN 3-7672-1366-4, S. 348.
Ferdinand Rosenhagen war Träger des Ritterkreuzes des Kaiserlich Brasilianischen Rosenordens.Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Schleswig, 4. Dezember 1874, Nr. 1629, S. 451, (online). 1908 wurde er zum Ehrenbürger Altonas ernannt und erhielt den Preußischen Königlichen Kronenorden 2. Klasse.Reichsverwaltungsblatt 1908, S. 380.
Literatur Paul Th[eodor] Hoffmann: Der Altonaer Bürgermeister Rosenhagen und seine Zeit. In: Altonaer Nachrichten, 28. u. 29. August 1934, (online Teil 1 Teil 2).
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Altona) Kategorie:Träger des Ordens der Rose Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Regierungsrat Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Person in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1830 Kategorie:Gestorben 1920 Kategorie:Mann