Joseph Kellner (getauft am 28. August 1749 in Nürnberg; begraben am 4. September 1814 ebenda) war ein Nürnberger Kupfer-, Landkarten- und Schriftstecher sowie Illustrator, Radierer und Verleger von Gesellschaftsspielen.

Familie Kellner war ein Sohn des Spezereihändlers Paul Friedrich Kellner. Er ist der Stammvater der Glasmaler- und Künstlerfamilie Kellner in Nürnberg. Er heiratete am 2. Oktober 1776 Anna Felicitas (geborene Scherbel; † 15. August 1802), Tochter des Kupferdruckers Johann Georg Scherbel. Aus dieser Ehe gingen 10 Kinder hervor: Johann Konrad oder Johann Conrad Kellner (getauft am 9. August 1777 – 22. März 1839) ⚭ Rosina Katharina Röß Johann Jakob Kellner (getauft am 19. Dezember 1788 – 20. Dezember 1873) wurde Porzellan- und später Glasmaler ⚭ Katharına Barbara (geborene Dietlein; 1788 – 30. Oktober 1836) Johann Georg Konrad Kellner (15. Mai 1811 – 22. August 1892) Johann Stephan Kellner (1812–1867) Johann Gustav Hermann Kellner (9. April 1814 – Oktober 1877) Katharina Kellner Johann Georg Michael (24. April 1825 – 13. Oktober 1859) Anna Magdalena Kellner (* um 1803) Kellners Söhne besuchten jeweils die heimische Kunstgewerbeschule. Ab 1777 erscheint er als Kupferstecher im Nürnberger Ämterbüchlein, bis 1806 die Aufzeichnungen eingestellt wurden. Er starb im Heilig-Geist-Spital.Kellner (Keller), Joseph. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Band 2, K. G. Saur Verlag, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, S. 762 (google.de).

Werke (Auswahl) mini|Spielplan des von Joseph Kellner entworfenen und gestochenen Stunden und Halbstundenspiels Geometrischer Grundriss von dem Herrensitz auf der Hadermühl nach Georg Friedrich Kordenbusch von Buschenau, Stich, 1775 Der Auszug der Findelkinder am Johannistage (24.Juni, Stiftung der Elisabeth Krauß aus dem Jahr 1639 für Speisung der Findelkinder in ihrem Haus). In: Vorstellung der Öffentlichen-Sehbaren Gebräuchen in Nürnberg. Nürnberg 1785 (Buchilluctration, Kupferstich).Buchillustration: Der Auszug der Findelkinder am Johannistage (24.Juni, Stiftung der Elisabeth Krauß aus dem Jahr 1639 für Speisung der Findelkinder in ihrem Haus), 1. Teil bildindex.de. Das Christbescherens oder der fröhliche Morgen. 1788 (Radierung, ältestes Bild einer Christbaumfeier). Lesebuch für die Jugend über meteorologische Erscheinungen und andere Gegenstände der Natur nach alphabetischer Ordnung mit Kupfern als eine kurze und faßliche Naturlehre dargestellt. Johann Eberhard Zeh, Nürnberg 1804 (Illustrationen). Julius von Soden: Neues militärisches ABC und Lesebuch: ein Geschenck für gute Kinder; mit Kupfern Pech 1797 (Illustrationen, books.google.de). Darstellung des am 28. März 1804 geschlachteten „großen Nürnberger Ochsen“ (Stich nach eigener Zeichnung, Druck ohne Stechersignatur im Germanischen Museum) Das Stunden und halbe Stunden Uhrzeitspiel. nach 1811 (Zeichner und Stecher) Porträtstich des Georg Wolfgang Panzer (Bildnis Georg Wolfgang [Franz] Panzer portraitindex.de) Spiel verschiedener natürlicher Gegenstände an der grosen Kette der Welt Würfel-Laufspiel

Literatur

Kellner. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Band 2, K. G. Saur Verlag, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, S. 760–762 (google.de).

Weblinks Stiche im Germanischen Nationalmuseum

Einzelnachweise

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