mini|hochkant=1.35|Pastetten, St.-Martin-Kirche Pastetten (bairisch: Baschding) ist eine Gemeinde im Landkreis Erding (Regierungsbezirk Oberbayern). Die Gemeinde ist Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie Lage Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf der hier auslaufenden Münchner Schotterebene, die weiter östlich in ein Wald- und Hügelland sowie weiter südlich in den Ebersberger Forst übergeht.

Gemeindegliederung Es gibt 15 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Es gibt nur die Gemarkung Pastetten.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Pastetten wurde erstmals 957 in einer Urkunde des Bischofs Abraham von Freising Pastetten als „Poustetin“ genannt. Seit Ende des 15. Jahrhunderts ist Pastetten als Hofmark im Besitz der adeligen Familie Preysing nachweisbar. 1682 verkaufen die Preysing die Hofmark Pastetten (mit der dazugehörenden Hofmark Kopfsburg) an das Hochstift Freising. Diese historischen Beziehungen wurden im Wappen durch den Mohrenkopf aus dem Freisinger Bistumswappen und durch die silberne Zinnenmauer aus dem Wappen der Preysing festgehalten. Die Hofmark wurde 1803 mit dem Hochstift Freising aufgehoben.

Ab 1818 Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Pfarrsitz wurde 1854 von Poigenberg nach Pastetten transferiert.

Einwohnerentwicklung Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickeltBayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 17. Mai 2026.:

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1172 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 82,30 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 7,18 (1,96) Prozent zu.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1739 auf 2716 um 977 Einwohner bzw. um 56,2 %. JahrEinwohner19601178197013461980170819901836199520622000225520052393JahrEinwohner20062422200724392008242020092453201024782011254620122529JahrEinwohner201325712014257120152596201626162020278120242818

Politik Gemeinderat Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung: Partei/Liste%SitzeCSU20,33Grüne7,21Freie Wählergemeinschaft Einigkeit26,54Wählergruppe Reithofen-Harthofen13,52Bürgernahe Interessen Gemeinschaft25,63AfD6,91Gesamt100,014

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Andreas Wagner (Bürgernahe Interessen Gemeinschaft). Dieser wurde im Jahr 2026 Nachfolger von Peter Deischl (Freie Wählergemeinschaft Einigkeit).

Wappen und Flagge

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Weiß-Rot.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler mini|Pastetten, Ortsteil Taing, kath. Filial- u. Wallfahrtskirche St. Ottilia (2014)

Harthofen: katholische Filialkirche St. Sylvester, 1766 von Johann Baptist Lethner Pastetten: katholische Pfarrkirche St. Martin, spätgotischer Bau, mehrfach verändert, barockisiert Taing: katholische Filial- und Wallfahrtskirche St. Ottilia, spätgotischer Kern, um 1730/50 umgebaut von Johann Baptist Lethner Katholische Kirche St. Nikolaus in Poigenberg

Regelmäßige Veranstaltungen Die Winterjam in Pastetten findet seit 2002 jedes Jahr im Januar an zwei Tagen im Bauhof Pastetten statt Die KLB Pastetten veranstaltet jedes Jahr einen Hoagardn im Oktober

Wirtschaft und Infrastruktur

Finanzen Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2021 umgerechnet 3051 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 536 T€.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 154 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 447 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1347. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1668 ha, davon waren 1315 ha Ackerfläche.

Verkehr mini|Grundstein der Autobahn A 94 Pastetten liegt in der Region München etwa 14 km südlich der Kreisstadt Erding, 20 km südwestlich von Dorfen, 17 km nördlich von Ebersberg und 32 km östlich von der Landeshauptstadt München entfernt. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich im jeweils sechs Kilometer entfernten Hörlkofen und Markt Schwaben, von dem eine Anbindung mit der S-Bahn München an die Landeshauptstadt gewährleistet ist.

Ebenfalls im Gemeindebereich liegt der Schnittpunkt der beiden Staatsstraßen 2332 und 2331. An letztgenannter liegt mit der Anschlussstelle 13 (Pastetten) auch die am 31. August 2011 eröffnete und nordwestlich am Ort vorbeiführende Autobahn A 94. Die Planung und der Baubeginn verzögerte sich über 20 Jahre, durch viele Bürgerproteste innerhalb der Gemeinde Pastetten.

Bildung Im Jahr 2022 gab es folgende Einrichtungen: 2 Kindertageseinrichtungen: 149 Betreuungsplätze, 125 Kinder 1 Volksschule: neun Lehrkräfte, 169 Schülerinnen und Schüler

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Erding Kategorie:Ersterwähnung 957 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)