Rostek () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Piecki () im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).
Geographische Lage Rostek liegt am Südwestufer des Dusssees () in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 27 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Mrągowo (). mini|Gesteinsbrocken bei Rostek mini|Flussaue an der Straße bei Rostek
Geschichte Das einstige Forsthaus RostekDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Steinbruch war zunächst ein Wohnplatz des Gutsbezirks Oberförsterei Kruttinnen und anschließend bis 1945 der Gemeinde Jägerswalde () im Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1905 hatte das Forsthaus vier Einwohner. Am 3. Juni (amtlich bestätigt am 16. Juli) 1938 wurde Rostek aus politisch-ideologischen Gründen der Abwehr fremdländisch klingender Ortsnamen in „Steinbruch“ umbenannt.
Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam der Ort 1945 in Kriegsfolge zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Rostek“. Heute ist die Leśniczówka Rostek (Förstereisiedlung) wieder dem Nachbarort Rosocha (Jägerswalde) zugeordnet („cześć wsi“) und somit eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Piecki (Peitschendorf) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Forsthaus Rostek resp. Steinbruch in die evangelische Kirche Alt Ukta in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische St.-Adalbert-Kirche Sensburg im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Rostek zur evangelischen Kirchengemeinde Ukta in der Pfarrei Mikołajki innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem zur katholischen Pfarrei Ukta im jetzigen Bistum Ełk in der polnischen katholischen Kirche.
Verkehr Rostek ist auf einem Landweg zu erreichen, der unweit von Rosocha (Jägerswalde) von der Landesstraße 58 in nördlicher Richtung abzweigt und bis zur Förstereisiedlung führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Piecki