Der Nägelesfelsen ist ein vom damaligen württembergischen Kultministerium am 23. August 1937 durch Verordnung ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf dem Gebiet der Stadt Bad Urach im Landkreis Reutlingen.
Lage Das Naturschutzgebiet Nägelesfelsen liegt nördlich der Stadt Bad Urach an einem südwestexponierten Hang über dem Ermstal, der durch die Oxford-Schichten gebildet wird. Das Gebiet gehört zum Naturraum Mittlere Kuppenalb.
Landschaftscharakter Der Charakter des Gebiets wird im Wesentlichen durch die fast senkrechten Felswände und Felstürme geprägt. Unterhalb befinden sich Schutthalden. Die Felswände sind nahezu unbewachsen, die flacheren Bereiche sind mit Eichen- und Buchentrockenwäldern bestockt. Außerdem finden sich echte Steppenheide-Bestände im Gebiet.
Geschichte Das Gebiet wurde bereits 1924 als Bannwald ausgewiesen. 1937 wurde es durch eine vom damaligen württembergischen Kultminister Christian Mergenthaler unterzeichnete Verordnung unter Naturschutz gestellt. Unter dem Namen Nägelesfelsen und Höhlen NE von Bad Urach ist das Gebiet auch als Geotop geschützt.
Flora und Fauna Im Gebiet gedeiht die besonders geschützte Pfingstnelke, die auch Felsennägele genannt wird und dem Felsen den Namen gegeben hat. Weitere nennenswerte Arten sind Zerstreutes Gabelzahnmoos, Braunrote Stendelwurz und Rispen-Steinbrech.
Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen Liste der Geotope im Landkreis Reutlingen
Literatur Regierungspräsidium Tübingen (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Tübingen. Thorbecke, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7995-5175-5.
Weblinks
Geotopsteckbrief des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
Einzelnachweise
Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Reutlingen Kategorie:Schutzgebiet in Bad Urach Kategorie:Geotop im Landkreis Reutlingen Kategorie:Schutzgebiet der Schwäbischen Alb Kategorie:Schutzgebietsgründung 1937