Grabin (deutsch: Grüben) ist ein Ort in der Landgemeinde Niemodlin im Powiat Opolski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Angerdorf Grabin liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Niemodlin (Falkenberg) und 35 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene.

Nachbarorte von Grabin sind im Osten Jakubowice (Jakobsdorf), im Süden Szadurczyce (Schaderwitz) und Malerzowice Wielkie (Groß Mahlendorf) im Südwesten.

Geschichte mini|St.-Nikolaus-Kirche „Grebin“ wurde erstmals im Jahr 1381 erwähnt. Es wurde vermutlich im 13. Jahrhundert nach Deutschem Recht gegründet. 1391 wurde es erneut als Grebin erwähnt.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 186. Im 14. Jahrhundert bestand in Grüben bereits eine eigenständige Pfarrei.Heimatverein des Kreises Falkenberg O/S (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Falkenberg in Oberschlesien. Scheinfeld 1971, S. 178–180.

1692 wurde die katholische Pfarrkirche erbaut, die 1728 erweitert wurde.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Grüben mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1783 zählte das Dorf 20 Bauern, 30 Gärtner- und drei Häuslerstellen sowie 415 Einwohner. Weiterhin befanden sich im Ort zwei Wassermühlen und eine Windmühle.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Grüben ab 1816 zum Landkreis Falkenberg O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1830 wurde ein neues Schulgebäude erbaut. 1845 bestanden in Grüben eine katholische Pfarrkirche, ein Schloss, ein Vorwerk, eine katholische Schule, eine Brauerei, eine Brennerei und 131 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 889, davon 38 evangelisch. 1855 waren es 310 Einwohner. 1865 wurden 14 Bauern-, fünf Halbbauern-, 35 Gärtner- und 37 Häuslerstellen gezählt. Die Schule damals von 50 Schülern besucht.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1137. 1874 wurde der Amtsbezirk Grüben gebildet, dem die Landgemeinden Grüben und der Gutsbezirk Grüben eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer Graf Walefski.Amtsbezirk Grüben 1885 zählte Grüben 840 Einwohner.Kreis Falkenberg O.S.

1933 lebten in Grüben 752 Einwohner, 1939 waren es 774 Einwohner. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Falkenberg O.S.

Im Februar 1945 flüchtete ein Großteil der Bevölkerung vor der Roten Armee. Mitte März wurde das Dorf durch die Rote Armee erobert. Danach kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Grabin umbenannt. Im Dezember 1946 wurde die restliche deutsche Bevölkerung, soweit sie nicht vorher geflohen war, vertrieben. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole. 1960 wurde eine sechsklassige Schule eröffnet. Im gleichen Jahr lebten 319 Menschen im Ort. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Opolski.

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische St.-Nikolaus-Kirche (Kościół św. Mikołaja) wurde 1629 erbaut und zwischen 1728 und 1729 erweitert. Seit 1966 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz.Verzeichnis der Denkmäler der Woiwodschaft Oppeln, S. 95 (polnisch). Der Gutshof wurde im 19. Jahrhundert erbaut und steht seit 1966 unter Denkmalschutz. Der daran anschließende Landschaftspark wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt. Dieser steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Wegekreuz

Vereine Freiwillige Feuerwehr OSP Grabin Sportverein LZS Grabin

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1381 Kategorie:Gmina Niemodlin