mini|hochkant=1.5|Die Regionalbezirke von Kreta Der Regionalbezirk Lasithi () ist der östlichste der vier Regionalbezirke der griechischen Region Kreta um den Hauptort Agios Nikolaos.

Die Gesamteinwohnerzahl betrug 2021 77.819. Die größten Städte sind Agios Nikolaos mit rund 12.600 Einwohnern, Ierapetra mit etwa 16.100 Einwohnern und Sitia mit gut 9.900 Einwohnern. Die Stadt Sitia gab der Präfektur während der venezianischen Zeit ihren Namen, der heutige Name stammt von dem Hochplateau in den Dikti-Bergen.

Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft mit Treibhauskulturen um Ierapetra und extensivem Olivenanbau (bei Sitia und Kavousi) sowie der Tourismus. Die Präfektur ist die am geringsten touristisch erschlossene Kretas.

Die Lasithi-Hochebene zählt zu den landschaftlich reizvollsten Regionen der Insel. Laut griechischer Mythologie erblickte der Göttervater Zeus in der Dikti-Grotte am südwestlichen Rand der Hochebene das Licht der Welt.

Verwaltungsstruktur Die Region Kreta bildet eine der 13 Regionen (Ez. periféria περιφέρεια) Griechenlands und gliedert sich in vier Regionalbezirke, die den Gebieten der ehemaligen Präfekturen bis 2010 entsprechen. Proportional zu deren Einwohnerzahl entsenden sie eine bestimmte Anzahl Abgeordneter in den 45-köpfigen Regionalrat.Griechisches Gesetzesblatt vom 24. Juli 2023, (), S. 51590. (griechisch)

Lasithi wurde nach dem Anschluss Kretas an Griechenland 1915 als Präfektur eingerichtet. Gesetz vom 1. April 1915 zur Verwaltungsgliederung der neuen Länder Griechenlands (PDF; 661 kB; griechisch) Bis zur Kommunalreform in Griechenland 1997 („Kapodistrias“) bestand sie aus den Provinzen Ierapetra, Lasithi, Mirabello und Sitia. Diese wurden 1997 abgelöst durch die Stadtgemeinden () Agios Nikolaos, Ierapetra, Sitia, Lefki, Makrys Gialos, Neapoli, Itanos und Oropedio Lasithiou („Lasithi-Plateau“) und, seit 2006, die Landgemeinde () Vrachasi.

Mit der griechischen Verwaltungsreform 2010 (Kallikratis-Programm) wurde die Präfektur abgeschafft, ihre Kompetenzen fielen an die Region Kreta und die neu gebildeten vier Gemeinden, deren Gebiete denen der vormaligen Provinzen entsprechen. Der Regionalbezirk Lasithi entsendet sechs Abgeordnete in den kretischen Regionalrat, hat darüber hinaus jedoch keine politische Bedeutung.

Der Regionalbezirk Lasithi umfasst vier Gemeinden.

Name griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2011 Einwohner 2021 Lage Agios Nikolaos (Dímos Agíou Nikoláou) 7201 511,99 27.074 27.785 120x120px|ohne Ierapetra (Dímos Ierápetras) 7202 470,150 26.200 27.338 120x120px|ohne Lasithi-Hochebene (Dímos Oropedíou Lasithíou) 7203 129,976 2.387 2.258 120x120px|ohne Sitia (Dímos Sitías) 7204 710,944 19.720 20.438 120x120px|ohne Regionalbezirk Lasithi 72 1494,050 85.609 77.819

Sehenswürdigkeiten mini|Minoischer Palast Kato Zakros mini|Ehemalige venezianische Windmühlen am Rande der Lasithi-Hochebene mini|Palmenstrand von Vai (Ostkreta) Archäologische Stätten Gournia (spätminoische Stadt) Itanos (minoische/dorische Hafenstadt) Kato Zakros (minoischer Palast) Kloster Toplou Mochlos (minoische Siedlung) Palekastro (minoische Stadt) Vassiliki (minoisches Dorf)

Museen Archäologisches Museum Agios Nikolaos Archäologisches Museum Sitia

Naturschauplätze Lasithi-Hochebene Palmenstrand von Vai

Touristische Zentren Elounda (Nordküste) Ierapetra (Südküste)

Sonstige Sehenswürdigkeiten Spinalonga

Weblinks

Lasithi auf der Website des Griechischen Kulturministeriums

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Präfektur (Griechenland) Kategorie:Regionalbezirk (Griechenland) Kategorie:Kreta (Region) Kategorie:NUTS-3-Region (Griechenland)