mini|hochkant|Eva Trobisch (2026) Eva Trobisch (* 3. August 1983 in Berlin) ist eine deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin.
Leben Nachdem sie unter anderem als Regieassistentin und im Bereich Script praktische Filmerfahrungen gesammelt hatte, bewarb sich Trobisch 2009 erfolgreich für das Studium der Spielfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte sie 2013 vorübergehend Drama und Cinema Studies an der Tisch School of the Arts in New York City. Anschließend absolvierte sie bis 2016 einen Masterstudiengang in Screenwriting an der London Film School.
Wirken Ihr Abschlussfilm Alles ist gut hatte seine Deutschlandpremiere auf dem Filmfest München, wo er den Förderpreis Neues Deutsches Kino und den FIPRESCI-Preis gewann. Seine internationale Premiere feierte der Film auf dem Locarno Film Festival und erhielt dort den Preis für den besten Debütfilm. 2019 wurde Trobisch mit dem Young Talent Award der Initiative Women in Motion ausgezeichnet, der im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes verliehen wurde, sowie mit dem Förderpreis der Ödön-von-Horváth-Stiftung.
Am Theater Basel inszenierte sie in der Spielzeit 2021/2022 Kleists Penthesilea und gab damit ihr Debüt als Theaterregisseurin.
Ivo, ihr zweiter langer Spielfilm, feierte seine Weltpremiere in der Sektion Encounters der Berlinale 2024. Im selben Jahr nahm das US-amerikanische Branchenmagazin Variety Trobisch in seine Auswahl „10 Directors to Watch“ auf.
Ihr dritter Spielfilm Etwas ganz Besonderes wurde im Februar 2026 im Wettbewerb der Berlinale 2026 uraufgeführt und konkurrierte dort um den Goldenen Bären. Der Film folgt der 16-jährigen Schülerin Lea aus Greiz, die als Sängerin an einer Castingshow teilnimmt, und zeigt ihre Entwicklung im Umfeld familiärer Konflikte und gesellschaftlicher Spannungen in der ostdeutschen Provinz auf. Zu den behandelten Themen gehören das berufsbedingte Pendeln nach Westdeutschland, wirtschaftliche Unsicherheit, Auseinandersetzungen um die Erinnerung an die DDR und Rechtsextremismus, die nicht als voneinander getrennte Problemfelder, sondern als Bestandteile des Alltags der Figuren erscheinen. In der Inszenierung verzichtete Trobisch weitgehend auf eine klassische Spannungsdramaturgie und setzte stattdessen auf genaue Beobachtung, Zeitsprünge und beiläufig eingestreute Details, durch die länger andauernde Konflikte sichtbar werden.
Filmografie (Auswahl) 2010: Fünf Stunden Montag (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch 2012: Wie du küsst (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch 2017: Es ist egal, aber (Kurzfilm) – Produktion 2018: Alles ist gut – Regie, Drehbuch 2024: Ivo – Regie, Drehbuch 2026: Etwas ganz Besonderes – Regie, Drehbuch
Auszeichnungen 2019: Förderpreis der Ödön-von-Horváth-Stiftung 2019: Young Talent Award der Initiative Women in Motion 2024: Aufnahme in die Auswahl „10 Directors to Watch“ von Variety 2024: Heiner-Carow-Preis für Ivo 2024: Bester Film beim Bolzano Film Festival Bozen für Ivo
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Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau