Paul Delair (* 24. Oktober 1842 in Montereau-Fault-Yonne, Département Seine-et-Marne; † 19. Januar 1894 in Paris) war ein französischer Poet, Dramatiker und Romancier.
Biographie Delair besuchte zuerst das Collége Chaptal und arbeitete anschließend als Kassierer in einem Warenhaus. Er hatte eine große Leidenschaft für die Poesie. Seine 1870 erschienene Gedichtsammlung mit dem Titel les Nuits et les Réveils blieb nicht unbemerkt. Hilarion Ballande hatte 1871 einen Schreibwettbewerb ausgelobt. Mit dem Stück Eloge d’Alexandre Dumas gewann Delair den ersten Preis.
Zur Eröffnung des Troisième-Théâtre-Français im Jahr 1876 schrieb Delair das Eröffnungsstück. Daraufhin wurde er vom Direktor der Comédie-Française gebeten, ein Stück in Versform zu verfassen, welches 1880 auch zur Aufführung kam. Er sollte dann noch einige Stücke für die Comédie-Française schreiben.
1883 feierte sein Stück L’Ainé, das in Brüssel mit Constant Coquelin in einer Hauptrolle aufgeführt wurde, einen großen Erfolg. Coquelin sollte ihm auch später freundschaftlich verbunden bleiben, so schrieb er 1885 für einen Gedichtband Delairs das Vorwort.
Aber er hatte nicht nur Erfolg. Sein Stück Rose Laurent wurde von der Zensur verboten.
Delair veröffentlichte neben Theaterstücken immer wieder Gedichtbände und auch einige Romane. Er gehörte auch lange Jahre der Leitung der Académie des Beaux-Arts an. Nachdem er sich 1889 für die Organisation des Salon du Champ-de-Mars beworben hatte, wurde er zum Kommissionsmitglied ernannt. Kurz darauf wurde er zum Verwalter der Skulpturensammlung des Palais du Trocadéro berufen.
Delair starb 1894 im Alter von 51 Jahren in Paris.
Bühnenstücke (Auswahl) Eloge d’Alexandre Dumas, Matinées littéraires im Théâtre de la Gaîté, 1872 La Voix d’en haut, à-propos, Drama, Matinées littéraires im Théâtre de la Gaîté, 1872 Ombre de Déjazet, Troisième-Théâtre-Français, 1876 Garin, Drama, Comédie-Française, 1880 Les Rois en exil, Théâtre du Vaudeville, 1883 L’Ainé, Brüssel, 1883 Apothéose, Comédie-Française, 1885 Hélène, Théâtre du Vaudeville, 1891
Weitere Veröffentlichungen (Auswahl) La Découverte, ode sur la navigation, Gedichte, 1868 les Nuits et les Réveils, Gedichte, 1870 Les Contes d’à présent, Gedichte, 1881 La louve d’Alençon, Roman, 1881 Louchon, Roman 1885 La vie Chimèrique, Gedichte, 1893
Literatur Gustave Vapereau: Dictionnaire universel des contemporains : contenant toutes les personnes, Hachette, Paris 1895, S. 32, Digitalisat
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