10000 Flies war ein Onlinedienst, der als AggregatorAggregatoren: So funktionieren 10000 Flies und filtr, in: Spiegel online vom 25. Januar 2013 arbeitete. Er wurde Ende September 2025 nach über 10 Jahren eingestellt. Er veröffentlichte tägliche Ranglisten („Charts“) der Beiträge, die die meisten Likes, Shares, Klicks und Kommentare bei sozialen Netzwerken oder Verlinkungen innerhalb von Twitter-Nachrichten bekommen haben. 10000 Flies ist ein Projekt der active value GmbH und Jens Schröder. Der Name „10000 Flies“ spielt ironisch auf den Aspekt Popularität an: „viel Aufmerksamkeit, viele ‚Fliegen‘ (englisch flies), die um einen Haufen kreisen“.Kai Biermann (Interview mit Jens Schröder): News-Aggregator | Auf welchem Text landen die meisten Fliegen?, in: Zeit online vom 25. Januar 2013Katharina Hannen: Social Media Monitoring | Klicktipp: 10.000flies weiß, was die Netzgemeinde bewegt, in W&V vom 24. Januar 2013

Geschichte Der Journalist, Autor (Meedia, ZDF-Blog Hyperland) und Daten-Analyst Jens Schröder, der lange Zeit auch die Deutschen Blogcharts betreute, gründete 2011 gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur active value die ersten deutschen Google+-Charts. Aus dieser Zusammenarbeit entstand im Januar 2013 10000 Flies.Stephan Dörner: Was Facebook- und Twitter-Nutzer in Deutschland unterscheidet, in: The Wall Street Journal vom 28. Januar 2013, abgerufen am 11. März 2013

„Das Ranking wird immer kostenlos bleiben, aber wir wollen Unternehmen spezielle kostenpflichtige Analysen anbieten.“ Zu ihrem Start wurden die 10000 Flies Charts als Rivva-Alternative gehandelt.

Die Betreiber planten eine kommerzielle Nutzung des Portals, beabsichtigten aber, die Ranglisten weiterhin gratis anzubieten.

Seit 20. Februar 2013 bot 10000 Flies eine eigene Auswertung nur für Blogs an.

Funktionsweise Mitarbeiter von 10000 Flies recherchierten in sozialen Netzwerken und ermittelten permanent die Resonanz von Medien und Blogs. Medien wurden in das System eingepflegt und deren Inhalte komplett von 10000 Flies erfasst. Zu einer von Jens Schröder erstellten Medienliste wurde eine Software programmiert, die alle Artikel speicherte, die auf diesen Medienseiten veröffentlicht wurden. Anhand der offiziellen API-Schnittstellen von Google, Twitter und Facebook wurden die Ausführungen von Funktionen wie Likes, Shares, Kommentaren oder Tweets gezählt.Christian Lehmann: Nachrichtenanalyse im Netz | Fliegen irren nicht, in: taz.de vom 25. Januar 2013 Die nachts erstellten Ranglisten standen morgens um 9 Uhr zur Verfügung und wurden als Liste mit den 50 in den Netzwerken meist erwähnten Artikeln veröffentlicht.Ole Reißmann: 10.000 Flies und Filtr: Was im Social Web gerade angesagt ist, in: Spiegel online vom 25. Januar 2013Die besten Web-Seiten zu Internet & Technik 2018 (m.w. Verlag) Nach eigenen Aussagen der Betreiber würde sich die Anzahl der Quellen im vierstelligen Bereich bewegen. Sämtliche deutschsprachige Inhalte kämen in die Wertung: Texte, Videos und Audios. Jede Reaktion in den sozialen Netzwerken wurde gleich stark bewertet. Die Gesamtzahl aller Likes, Tweets und Kommentare wurde „Flies“ genannt. 10000 Flies betrieb einen Blog mit regelmäßigen aktuellen Analysen und Hintergrundinformationen. Weiterhin wurden zwei RSS-Feeds angeboten: einer für die Blog-Inhalte und einer, in dem täglich nach Veröffentlichung die ersten 10 der 10000-Flies Rangliste gelistet waren. Nach Aussage der Betreiber sollte 10000 Flies kein einfacher Nachrichten-Aggregator sein, sondern auch Rankings, Analysen, Reports und ein Archiv haben.Birgit Riegler: 10000 Flies: News-Charts der Social-Media-Generation, in: derStandard.at vom 28. Jänner 2013, abgerufen am 11. März 2013

Kritik Der selbst erhobene Qualitätsanspruch wurde von verschiedenen Agenturen bezweifelt, da Quellen wie der Springer-Verlag dominant seien.http://www.reizwort.de/2013/01/30/der-taegliche-social-media-trendchart/

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Einzelnachweise

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