miniatur|Regina Schilling bei der Verleihung des Grimme-Preises 2019 Regina Schilling, geborene Regina Kamps (* 27. Oktober 1962 in Köln),Angaben im Film Kulenkampffs Schuhe (2018). ist eine deutsche Dokumentarfilmerin und Autorin.

Leben Schillings Vater war Drogist, die Eltern führten erst eine, später zwei Drogerien. Schilling studierte Literaturwissenschaft und Pädagogik, war Pressereferentin beim Verlag Kiepenheuer & Witsch und ist seit 1997 freiberuflich tätig. Neben ihrer Existenz als Dokumentarfilmerin schreibt sie Kinder- und Jugendbücher (Mach's gut Herr Wurst!, Fanny und Pepsi, Ich bin nicht du).

Sie ist seit der Gründung 2001 für das Programm des Literaturfestivals Lit.Cologne mitverantwortlich, anfangs als Pressereferentin.Hinter den Kulissen: Regina Schilling, Programm der lit.COLOGNE. Interview mit Regina Schilling bei Lit.Cologne, 15. März 2010, abgerufen am 1. September 2019.Regina Schilling – Regisseurin, Autorin, filmnetzwerk-berlin.de, abgerufen am 23. September 2022

Schilling drehte Dokumentarfilme über Josef Bierbichler, Adriana Altaras (Titos Brille, 2014), Gerd Audehm, die Missbrauchshistorie an der Odenwaldschule und einen Film über ehemalige Microsoft-Programmierer. In Kulenkampffs Schuhe (2018) behandelt sie ausgehend von der eigenen Familiengeschichte bekannte Fernseh-Entertainer der Nachkriegszeit (Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Alexander, Hans Rosenthal), die noch entscheidend durch die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit geprägt waren, und wie sie in der Bundesrepublik diese Erfahrungen in der Öffentlichkeit durchblicken ließen oder verbargen. 2023 widmete Schilling Eduard Zimmermann und seiner Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst, dem „ersten True-Crime-Format weltweit“, den essayistischen Dokumentarfilm Diese Sendung ist kein Spiel – Die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann.

Regina Schilling lebt und arbeitet in Köln und Berlin.

Filmografie (Auswahl) 1999: Der junge Mann und sein Buch 2001: Leben nach Microsoft (zusammen mit Corinna Belz) 2004: Gerd Audehm: Leben ohne Gedächtnis 2007: Bierbichler 2008: 24h Berlin (mit anderen) 2011: Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule (mit Luzia Schmid) 2013: 24h Jerusalem (mit anderen) 2014: Titos BrilleRegina Schilling hat einen Dokumentarfilm über Adriana Altaras gemacht, emma.de, abgerufen am 23. September 2022 2018: Kulenkampffs Schuhe 2022: Igor Levit – No FearIgor Levit – No Fear, bei zeroone.de, abgerufen am 4. Oktober 2022 2023: Diese Sendung ist kein Spiel – Die unheimliche Welt des Eduard ZimmermannDiese Sendung ist kein Spiel – Die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann. Im Presseportal des ZDF, abgerufen am 7. August 2023.Bert Rebhandl: Trainingslager der Angst . In: FAZ, 6. August 2023, abgerufen am 6. August 2023. 2026: Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

Buchveröffentlichungen mit Corinna Belz: Fanny und Pepsi. Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 978-3-551-35112-8. mit Corinna Belz: Fanny und Pepsi – alles wird gut. Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 978-3-551-58070-2. Ich bin nicht Du. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 978-3-462-03544-5. Mach's gut, Herr Wurst! Boje, Köln 2009, ISBN 978-3-414-82221-5.

Auszeichnungen 2012 erhielt Regina Schilling für Geschlossene Gesellschaft den Grimme-Preis. Auch für ihren Film Titos Brille erhielt sie Preise (Sguardi Altrove, Aegean Docs 2015). Kulenkampffs Schuhe wurde 2018 im Rahmen der 42. Duisburger Filmwoche mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.Der 3sat-Dokumentarfilmpreis 2018 geht an "Kulenkampffs Schuhe" von Regina Schilling. Artikel vom 10. November 2018, abgerufen am 12. November 2018. Mit derselben Dokumentation erhielt sie 2019 den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Dokumentarfilm und den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Dokumentation/Reportage. sowie erneut einen Grimme-Preis.

Weblinks

reginaschilling.de, Netzauftritt von Regina Schilling

Interviews

Filmemacherin Regina Schilling – Schürfen in der TV-Geschichte, Regina Schilling im Gespräch mit Marietta Schwarz, Deutschlandfunk- Zwischentöne, 28. April 2024 Kriegsschuld und -traumata im „Kommissar“: Wie etwas gesagt wird, über das nicht geredet werden kann, Regina Schilling im Gespräch mit Timo Grampes, Deutschlandfunk Kultur, 3. Januar 2019

Einzelnachweise

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