Die Liste von Bergwerken in der Schweiz ist eine unvollständige Aufstellung ehemaliger und aktiver Bergwerke auf dem heutigen Territorium der Schweiz. Sie gibt einen historisch-regionalen Überblick über die Bedeutung des Bergbaus.

Kanton Aargau Name Gemeinde Bemerkung Beginn Ende ⊙ Bild Bergwerk Herznach Herznach Eisen (Eisenoolith); Mächtigkeit bis 3 m mit einem Eisengehalt von 28–33 %. Erste Sondierungen im Jahr 1920 und Abbau ab 1937. Geschätzt wurden damals Vorräte von 30 Mio. Tonnen Eisenerz. Abbau mit Pfeilerbau und Kammerbau auf 13 Strecken mit einer Stollenlänge von rund 32 km. Ab 1942 beförderte eine 4,2 km lange Lorenseilbahn bis zu 700 Tonnen Erz pro Tag zur Bahnstation Frick. Förderung im Jahr 1937 rund 33'329 Tonnen und im Jahr 1941 rund 211'783 Tonnen Erz. Gesamtförderung während der 30 Betriebsjahre rund 1,7 Mio. Tonnen Eisenerz. Insgesamt bis zu 139 Beschäftigte. Verhüttung der Erze im Ruhrgebiet sowie bei Von Roll im Hochofen von Courrendlin/Choindez. Mit bis zu 3 % Phosphoranteil war das Erz schwierig zu verhütten. Grösstes Bergwerk im Kanton Aargau. Ist heute ein Schaubergwerk und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.Bergwerkherznach.ch Bergwerk HerznachSrf.ch: Geschuftet wird immer noch im alten Bergwerk von Herznach 1937 1967 150px Bohnerzstollen Tegerfelden Baldingen Bohnerz; zwischen Tegerfelden und Unterendingen auf der Buhalde. Mindestens 6 Stollen am Abhang zur Surb sowie Pingenfeld auf der Anhöhe.Bergwerkforschung.ch Bohnerstollen in der Buhalde bei EndingenE-manuscripta.ch: Bohnerzbau bei Tägerfelden.1803 Erzgrube Erlinsbach Erlinsbach Bohnerz; am Abhang des Egg auf rund Abbau im 15. und 16. Jahrhundert. Tagebauschürfungen und Stollenreste. Verhüttung der Erze in Olten. Vermutete Reserven 1,5 Millionen Tonnen. Erzgruben Bruedermatt Scherz Bohnerz; am Scherzberg. Pingen und einzelner Stollen der nach rund 70 m verbrochen ist. Abbau vermutlich anfangs 18. Jahrhundert. Der Stollen wurde später als Wasserfassung genutzt.1700 Erzgruben Wölflinswil Wölflinswil Bohnerz; 3 Grubenfelder: «Röthi», «Boll (Bollrai)» und «Junkholz» bei Brich und Geindelhof. Tagebauschürfungen, Schächte und oberflächennahe Stollen. Abbau ab dem Mittelalter und weitere Schürfversuche Anfang 20. Jahrhundert. 1520 waren 86 Bergleute beschäftigt. Zwischen 1200 und 1840 wurden rund 275'000 Tonnen Erz gefördert.E-periodica.ch: Beiträge zum historischen Eisengewerbe in der Vogtei Wölflinswil.C. Doswald: Erzwege – Eisenerztransport in der vorindustriellen Schweiz. In: Bergknappe. 121 2/2012, Oktober 2012.1840 150px Gipsgrube Felsenau Full-Reuenthal Gips; Tagebau ab 1880 und ab 1910 Untertage-Abbau. Pfeilerabbau im Firstkammer-System. Stollensystem mit rund 45 km Länge auf 4 Sohlen mit einer Teufe von 150 m. Heute sind 3 Sohlen abgesoffen. Bis zu 25 Arbeiter waren im Einsatz. Gesamtfördermenge: 1 Mio. t Gips und Anhydrit.Gipsfabrik und Bergwerk Felsenau. E-Periodica. 1880 1989 Gipsgrube Asp Densbüren Gips; bei Asp beim Lindenhof. Steinbruch und Untertage-Abbau mit Stollen. Grube Rainwald Habsburg Bohnerz; nordöstlich von Habsburg. Abbau im 18. Jahrhundert. Tagebauschürfung. Hungerberg, Grube Auf der Buch Erlinsbach Bohnerz; zuhinterst im Rombachtäli gegen Obererlinsbach. «Erlachstollen» und «Escher-Schacht» (29 m tief) mit mehreren 100 m Stollen. Siehe Eisenbergwerk Küttigen.Johann Rudolf Meyer und Johann Samuel Gruner – Zwei Pioniere des Bergbaus in der Schweiz. In: Minaria Helvetica. 23a, 2003.Rombachtaeli.ch: Historisches Erzabbaugebiet Rombachtäli. 1805 1816150px Hungerberg, Grube Hinterberg Erlinsbach Bohnerz; «Trompeter-Stollen» mit rund 70 m Länge und Pingen.1860 Hungerberg, Grube Hungerberg Aarau Bohnerz; am Hungerberg oberhalb der Aare. «Meyerstollen» und «Stollen Rebhalde». 2 Stollenanlagen mit mehreren 100 m Länge sowie Schacht mit einer Teufe von knapp 50 m.18071863 Hungerberg, Grube Lindgraben Küttigen Bohnerz; «Küttigenstollen» im Lindengraben hinter der Buchmatt. Mehrere Stollen sowie Schacht und Tagebauschürfungen (Pingen) im Buechwald. 1773 1801 Hungerberg, Grube Romabach Küttigen Bohnerz; im Rombachtäli. «Vorsichtstollen» mit zwei Stollenanlagen mit mehreren 100 m Länge sowie Tagebauschürfungen (Pingen) oberhalb der Gehrenstrasse. 1790 1816 Kohlengrube Buewald Spreitenbach Braunkohle; Mächtigkeit 12–18 cm. Auch «Steicholeloch» genannt. 2 kurze Stollen, 1842 verstürzt. Ein weiterer Versuch 1879 scheiterte, da die Mächtigkeit beim Vordringen in den Berg unter 12 cm fiel.Geologische Hinweise für Wanderlustige. In: Badener Neujahrsblätter. Band 49. 1826 1879 Kohlengrube Höhlibach GebenstorfBraunkohle; unterhalb von Schwabenberg, auch «Hubbach» bezeichnet. Stollen mit rund 15 m Länge der heute verstürzt ist. 1857 Kohlengrube Bad Schwarzenbach GontenschwilBraunkohle; Mächtigkeit 8–30 cm oberhalb vom Gasthof Bad Schwarzenberg am Schwarzberg. Abbauversuche 1785–1789 und 1820. Bis zum Jahr 1789 sollen 900 Zentner Kohle gefördert worden sein. Stollen mit rund 300 m Länge.Zwei Kohlevorkommen im Aargau. doi:10.5169/seals-171930#216. 1785 1789 Römersteinbruch Würenlos Würenlos Sandstein; erster Abbau durch die Römer. Steinbruch mit rund 300 m Länge sowie Untertagebau mit Kavernen. Heute befindet sich dort das Emma-Kunz-Zentrum.150px Sandsteinbruch Friedlistall Staffelbach Sandstein (Staffelbacher Marmor); Steinbruch und Untertagebau mit bis zu 20 m hohen Kavernen. Abbau ab dem 16. Jahrhundert, Abbauende in den 1960er-Jahren. Abbaumenge rund 10'000 Kubikmeter.Sandsteinbruch Friedlistall. Kanton Aargau. 150px Sandsteinbruch Gränichen Gränichen Sandstein; beim Schloss Liebegg. Steinbruch und Untertagebau mit Kavernen. 1820 1860 Sandsteinbruch Säulengrotte Staffelbach Sandstein (Staffelbacher Marmor); Steinbruch und Untertagebau mit Kavernen. Abbau vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.Sandsteinbruch Säulengrotte. Kanton Aargau. Summerhalde Zeihen Bohnerz; zwei Pingenfelder im Wald von Summerhalde. Abbau im 17. und 18. Jahrhundert. Verhüttung der Erze in Albbruck und Wehr.Fricktal. In: Minaria Helvetica. 22b, 2002.1779 Steinbruch MägenwilMägenwil Sandstein (Mägenwiler Muschelkalk); auch Steinbruch «Eckwil» genannt. Erster Abbau durch die Römer. Später auch Abbau im Mittelalter. Hauptabbauzeit 1875–1935. Steinbruch sowie Untertagebau mit einem 300 m langen Stollen, Kavernen und Schächten. Der Untertagebau ist heute grösstenteils verstürzt. Zwischen Mägenwil und Dottikon existieren 7 weitere aufgelassene Steinbrüche, in denen Mägenwiler Muschelkalk abgebaut wurde.Verein Steinbruch Mägenwil. In: steinbruch-maegenwil.ch. 1950 150px Steinbruch SteinhofOthmarsingen Sandstein (Mägenwiler Muschelkalk); Steinbruch sowie Untertagebau mit Kavernen. Ein weiterer aufgelassener Steinbruch für Mägenwiler Muschelkalk befindet sich beim Felskopf an der Dottikerstrasse.Broschüre Othmarsingen. Gemeinde Niederlenz. 1906 Aktiv 150px Steinbruch KunzenZofingen Sandstein (Safenwil-Muschelsandstein); auch «Kunzenhöhle» oder «Chuzenhöhle» genannt. Steinbruch sowie Untertagebau mit Kavernen. Abbau vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.Baustein Molasse: Geo‐Wanderung von der Stadtkirche von Zofingen zu den Steinbrüchen der Chuzenhöhle, Département F.A. Forel des sciences de l’environnement et de l’eau, Université de Genève, 22. März 2017.

Kanton Appenzell Ausserrhoden Keine verzeichnet.

Kanton Appenzell Innerrhoden Keine verzeichnet.

Kanton Basel-Landschaft Name Gemeinde Bemerkung Beginn Ende ⊙ Bild Gipsbruch Zeglingen Zeglingen Gips; Tagebau und Stollen; Förderung seit dem 15. Jahrhundert. Industrieller Abbau 1771–2003 durch die Gipsunion AG, Hunziger & Cie. sowie Holcim. Nach Erschöpfung der Gipsvorkommen wurde Anhydrit abgebaut.Infotafel beim Gipsbruch Zeglingen (Foto). 1771 2003 200x200px Kalksteinbruch Bueberg Laufen Kalkstein; Abbau unter Tage (in Kavernen). Fördermenge unter Tage rund 10'000 m³. Nach Aufgabe der Kavernen wurden diese kurzzeitig zur Pilzzucht genutzt. Industrieller Kalksteinabbau in Laufen/Liesberg seit 1911 bis heute (Tagebau). 1911 ? 150x150px Silberlöcher Röschenz Röschenz Silber (gesucht, aber nie gefunden); Erweiterung einer bestehenden Karsthöhle; diverse Schächte. Dokumentierte Bergbautätigkeiten 1756–1835.17561835 150x150px

Kanton Basel-Stadt Keine verzeichnet.

Kanton Bern