Karl-August Zimmermann (* 17. September 1927 in Duisburg; † 17. Februar 2004 in Voerde (Niederrhein)) war ein deutscher Eisenhüttenmann und Manager der deutschen Stahlindustrie.Traueranzeige Karl August Zimmermann
Leben Karl-August Zimmermann studierte Eisenhüttenkunde an der Bergakademie Clausthal. 1950 wurde er im Corps Montania Clausthal aktiv.Verzeichnis Weinheimer Corpsstudenten 1990, S. 533 Im Jahr 1954 wurde er von der Fakultät für Berg- und Hüttenwesen der Bergakademie Clausthal zum Dr.-Ing. promoviert. Danach trat er in den Thyssen-Konzern ein, wo er nach Positionen in der Produktion zum Vorstandsmitglied der Thyssen AG in Duisburg, verantwortlich für das Ressort Technik, aufstieg. In die frühe Zeit seiner Vorstandstätigkeit fiel die Inbetriebnahme des damals größten Hochofens Europas in Hamborn und die Beseitigung von bei der Inbetriebnahme aufgetretenen schalltechnischen Problemen.Das Monster lärmt wieder, Artikel in der Die Zeit vom 30. März 1973. Nach einem konzerninternen Konflikt 1984 mit Dieter Spethmann verlor er sein Ressort und gehörte dem Vorstand ohne Kompetenzen an.Rechnung offen, Artikel in Der Spiegel vom 30. März 1987
Zimmermann hatte zahlreiche Aufsichtsratsmandate. So war er Mitglied des Aufsichtsrats der Rasselstein AG und der AEG Aktiengesellschaft.Major Companies of Europe 1991–1992. Band 1. S. 366 und 56.1 Zudem war er Mitglied und (ab 1982) Vorsitzender im Arbeitgeberverband der Eisen- und Stahlindustrie in Düsseldorf. Von 1989 bis 1994 war er Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh.
Auszeichnungen Dr.-Ing. E. h. Ehrenmitglied des Stahlinstituts VDEh, Ernennung 1995
Schriften Das karbonatische Bültener Erz als Kühlmittel beim Thomasprozeß, 1954 Planung einer programmgesteuerten Universal-Brammenstraße, 1963 (Bericht des Walzwerksausschusses des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute, Nr. 293) Zurichtung schwerer Profile, 1965 (Bericht des Walzwerksausschusses des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute, Nr. 309, zusammen mit Siegfried Robert) Beeinflussung des Blasverhaltens im Sauerstoffaufblas-Konverter, 1966 (Bericht des Stahlwerksausschusses des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute, Nr. 830, zusammen mit Joachim Koenitzer) Erhöhung der Leistung des Gießbetriebes in einem Sauerstoffaufblas-Stahlwerk durch Verkürzung der Gießzeiten, 1967 (Bericht des Stahlwerksausschusses des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute, Nr. 854, zusammen mit Rudolf Hammer, Joachim Koenitzer) Betriebserfahrungen bei der Herstellung von niedriggekohlten Stählen für die Flachstahlerzeugung nach dem Sauerstoffaufblas-Verfahren, 1969 (zusammen mit Gerhard Bauer, Joachim Koenitzer)
Literatur Zimmermann, Karl August. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1308.
Einzelnachweise
Kategorie:Manager Kategorie:Metallurg Kategorie:Hütteningenieur Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Clausthal Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrendoktor einer Hochschule Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann