Labouquerie (, ) ist ein Dorf mit Einwohnern (Stand: ) in der französischen Gemeinde Beaumontois en Périgord im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 2015 selbstständige Gemeinde gehörte Labouquerie zum Arrondissement Bergerac. Die Bewohner werden Labouquerrois und Labouquerroises genannt.
Der Erlass des Präfekten vom 29. Dezember 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Eingliederung von Labouquerie als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Beaumont-du-Périgord, Nojals-et-Clotte und Sainte-Sabine-Born zur Commune nouvelle Beaumontois en Périgord fest.
Geografie
Labouquerie liegt etwa 49 Kilometer südsüdöstlich von Périgueux, etwa 37 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 27 Kilometer ostsüdöstlich von Bergerac in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Ortsgebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Couze, die es im Nordosten begrenzt, von den Flüsschen Lugassou, Vouludre und Ruisseau de Maine Blanc sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Labouquerie besitzt kein eigentliches Ortszentrum, Bürgermeisteramt und Kirche sind nur von wenigen Häusern umgeben. Das Ortsgebiet erstreckt sich über eine wenig bewaldete Hügellandschaft, nach Südwesten hin mit Erhebungen über . Der topographisch höchste Punkt liegt mit im Südwesten an der Grenze zur Commune déléguée Nojals-et-Clotte. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Norden beim Austritt der Couze aus dem Ortsgebiet. Bürgermeisteramt und Kirche liegen auf etwa Höhe.
Umgeben wird Labouquerie von drei Nachbargemeinden und zwei Communes déléguées von Beaumontois en Périgord:
Etymologie und Geschichte Der Name dieses Dorfes ist erstmals im 14. Jahrhundert in der latinisierten Form Botaricum belegt. Er wurde zu Bocaria ein Jahrhundert später (1460) und steht mit Boucaire im 17. Jahrhundert sowie mit Boucairie im 18. Jahrhundert fest. Er wurde schließlich in La Bouquerie im 19. Jahrhundert französisiert. Das Wort direkt mit dem okzitanischen boc () in Verbindung zu bringen, erklärt nicht die erste Form des Toponyms. Botaricum repräsentiert nämlich einen Personennamen germanischen Ursprungs, Baldarich. Dann muss das Wort mit dem altokzitanischen bocarià () verwandt sein, das ursprünglich einen Ort bezeichnete, an dem zum Verzehr bestimmte Tiere geschlachtet wurden (nicht nur Böcke und Ziegen). Bocarià leitet sich von boc ab (im Altfranzösischen boc, bou), welches das gallorömische °buccus weiterführt, welches wiederum aus dem gallischen °bucco aufgenommen wurde.Siehe Tanet, Hordé, Seite 185
Der Ort ist seit Langem besiedelt, wie die wahrscheinliche Existenz eines Dolmens am Lieu-dit Peyrelevade belegt. Auch eine gallorömische Besiedlung ist hier nachweisbar.
Labouquerie ist ein kleines, unscheinbares Dorf, dessen Pfarrei im 17. Jahrhundert sechzig Haushalte mit etwa dreihundert Einwohnern zählte. 1822 ereignete sich hier eine Tragödie, als der Kirchturm auf zwei Glöckner stürzte. Fünfzig Jahre später wurde die Kirche wiederaufgebaut.
Im Jahre 1793 wurde das Dorf Saint-Cermin-des-Fossés eingemeindet. Es gab dort eine gotische Kirche, die vollständig abgerissen wurde.
Bevölkerungsentwicklung
mini|Kirche Saint-Étienne Sehenswürdigkeiten Romanische Kirche Saint-Étienne aus dem 12. Jahrhundert
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Commune déléguée im Département Dordogne Kategorie:Beaumontois en Périgord Kategorie:Gemeindeauflösung 2015 Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert